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Indirekte Strommessung (Oszilloskop) (Elektronik)
» »Hallo,
» Strom wird immer in Reihe zum Verbraucher gemessen. Dazu muss man bei der
» indirekten Strommessung die Zuleitung unterbrechen und einen Widerstand
» zwischen schalten.
» Dann wird das Ohmsche Gesetz angewendet: I = U / R.
» Beispiel: Der Gesamtwiderstand der Black Box ist 81,82 Ohm. In die
» Zuleitung von der Stromversorgung zur Black Box habe ich einen Widerstand
» von 1 Ohm zwischengeschaltet, so werde ich mit dem Oscilloskop direkt am 1
» Ohm Widerstand eine Gleichspannung von 146,7 mV messen.
» Nach der Gleichung I=U/R errechnt sich I= 0,1467V/1Ohm = 0,1467 A (I=146,7
» mA). So kenne ich jetzt den Stom über eine Spannungsmessung. (indirekte
» Strommessung)
» Schaltet man der 1 Ohm Widertand in die Zuleitung zu der Reihenschaltung
» von 200 Ohm und 250 Ohm , so wird man mit dem Oscilloskop eine
» Gleichspannung von 0,0267 V ( = 26,7 milli Volt) messen. Mit der Gleichung
» I=U/R ist I=0,0267 V/ 1 Ohm = 0,0267 A (=26,7 milli Ampere).
» Diesen zwischen geschalteten Widerstand nennt man Shunt.
» Eigentlich sind alle Stommessungen indirekte Messungen über einen
» Widerstand, denn jedes Amperemeter hat einen Innenwiderstand (außer
» Zangenamperemeter, die das Magnetfeld des fließenden Stroms messen).
» Wenn noch Unklarheiten, dann melden.
» Viel Erfolg bei der Klausur
» Kendiman
Hallo Kendiman,
super erklärt aber doch einen kleinen Fehler gemacht, der mit einem anderen Widerstand als 1 Ohm ggf. noch größer wäre.
Die Ersatzschaltung der Blackbox hat ~81,82 Ohm.
Du schaltest einen 1 Ohm Widerstand in Reihe, dann sind es 82,82 Ohm und damit fallen nur ~0,1449 Volt ab und es fließt ein entsprechender Strom nach Deiner Rechnung.
Ich weiß, das ist pingelig, der Meßfehler wäre mit einem 10 Ohm Widerstand jedoch schon erheblich geworden.
Ich wollte nur, dass er in der Klassenarbeit nicht den gleichen Fehler macht, wenn statt Widerständen von mehreren 100 Ohm nur welche unter 10 Ohm vorgegeben würden oder er sich für einen Hilfswiderstand von 100 Ohm entscheidet.
Es geht aber auch anders.
Hifswiderstand davor, die Spannung an der Blackbox messen und dann mit den bekannten Werten rechnen. Mit diesem Verfahren fällt man dann nicht rein, sofern man die Werte der Blackbox kennt.
Nix für ungut
Gruß
otti
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