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Audio-Filter - hä?! (Elektronik)
» » » @Jogi: Muss der Eingang niederohmig sein, damit er (auch)als
» » » Masse-Potential dienen kann?
» »
» » Solche Schaltungen müssen niederohmig angefahren werden, damit die
» » RC-Übernahmefrequenzen stimmen, sonst hat man je nach Quellimpedanz
» » unterschiedliche Arbeitspunkte und undefinierbares Verhalten.
»
» Darunter kann ich mit erstmal nicht viel vorstellen.
» Wo, wenn nicht durch die Signalquelle, besteht denn ein bezug zur Masse?
» Brauchen die Spannungsteiler im Filter keinen festen Bezugspunkt?
»
» Gruß Philipp
Du wirfst mehrere Dinge in einen Topf.
Der allgegenwärtige Bezugspunkt ist Masse, durch die Quelle hindurch (Idealfall Innenwiderstand = 0) und überall in der Schaltung.
Wenn du mit Bezugspunkt meist, wieso die Saugkreise der Filters nicht an Masse (als Bezugspunkt) liegen, studiere mal die OPAMP-Grundlagen.
Du wirst sehen, daß der OP sich an einem virtuellen Nullpunkt orientiert, der hier über den Spannungsteiler am nichtinvertierenden Eingang gebildet wird. Und da eine der OPAMP-Regeln lautet, daß er alle Potentialunterschiede seiner Ein- und Ausgänge auf gleiches Potential zieht, solange es nicht seine Verstärkungsreserven überschreitet, hast du diesen virtuellen Nullpunkt an beiden Eingängen und am Ausgang.
Sprich, massetechnisch liegen die Komponenten des Filters, die zum OP-Ausgang gehen auf virtuell Null (Masse).
Darüberhinaus wird die Phasenlage im OP gedreht, es handelt sich also nicht nur um einen virtuellen Nullpunkt, sondern zusätzlich um eine Gegenkopplung, sprich Abschwächung.
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Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.
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