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Eingangswiderstand bei Differenzverstärker (Elektronik)

Bild 1: Differenzverstärker mit mit Spannungsteiler am Eingang

Bild 2: Änderung der Teilerspannung
Hallo Ihr,
da weder im Tietze/Schenk noch anderswo eine Information zum Eingangswiderstand Rein1 bzw. Rein2 eines einfachen Differenzverstärkers zu finden ist, habe ich mir obige Schaltung als Grundlage genommen.
Annahme: Das System wird als Black-Box betrachtet, und der Einfluss der beschalteten Differenzeingänge untersucht.
Fall1:
Eingangsstrom I_r_plus_ein bei variabler Eingangsspannung Ue2
An dieser Stelle ergeben sich mit Berücksichtigung des Op-Eingangsstroms
nahezu 300Kohm als Eingangswiderstand.
Somit gilt: Rein2 = Ue2/(R_plus_ein+Rm)) = 300K
(Dieser Wert wurde auch vom Thomas berechnet.)
Fall2:
Der Fall 2 ist etwas aufwendiger zu betrachten.
Die Regeleigenschaft des Operationverstärkers bewirkt eine Spannungsangleichung zwischen dem (+)- und (-)-Eingang des Operationverstärkers. Das heißt der inv. Eingang schwimmt auf dem Potenzial des nichtinv. Eingangs. Bei unendlich hoher Verstärkung würde die Eingangsdifferenzspannung dann 0V betragen. Die zweite Messpannung wurde hier absichtlich über einen Spannungsteiler erzeugt.
Würde man die Eingangsspannung Ue1 konstant halten und Ue2 und somit U+(U-)
variieren ändert sich der Eingangstrom durch den Widerstand R_minus_ein.
Infolgedessen verringert sich auch die Spannung am Spannungteiler. Es ist eindeutig zu erkennen, das eine Änderung der Eingangsspannung Ue2 Einfluss auf den Eingangsstrom I_r_plus_ein nimmt und den Eingangswiderstand verändert.
Vielleicht ist aber alles auch nur ein großes Missverständnis, da die Betrachtungsweisen unterschiedlich sind.
Über eine kurze Antwort würde ich mich freuen. Es grüssst Euch Euer TTT
Wo liegt mein Denkfehler oder an welcher Stelle mein Missverständnis. Vielen Dank im Voraus! ![]()
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Es grüsst TheTimeTraveler
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