Forum
Spannungsstabilisierung (Elektronik)
» Habe einen Wien-Robinson-Oszillator aufgebaut und habe festgestellt, das
» die Amplitude nach einiger Zeit kleiner wird. Würde gerne eine Automatik
» einbauen, die die Amplitude aufrecht erhält. Würde eine Variante mit einem
» JFET vorziehen. Habe zwar auf dieser Seite eine Schaltung gefunden, aber
» habe keine Ahnung wie ich die Schaltung dimensionieren muss. Ich wäre sehr
» froh wenn ihr mir helfen könntet.
» Informationen zur Schaltung:
» Verwende einen LM741 mit einer Betriebsspannung von +-9V und die Schaltung
» schwingt mit 50 Hz.
»
» Bitte um baldige Antwort
Hallo Kuro,
"...bitte um baldige Antwort..." und das bei den dürftigen Schaltungsangaben - da wirst Du nicht viele Antworten bekommen.
Zur Lösung mit dem JFET: der sollte normalerweise in der Gegenkopplung sitzen, häufig als Teil eines Spannungsteilers vom -Eingang des OP an Masse. Rds des FET ist weitgehend von Ugs abhängig, solange Uds "klein" ist. Deswegen wird der FET auch meist mit einem Serienwiderstand betrieben. Die Steuerspannung wird über Gleichrichtung und Siebung (Zeitkonstante!) aus der Ausgangsspannung des Generators erzeugt.
In der Praxis wurde/wird die Amplitudenregelung in derartigen Generatoren häufig mit der Glühlampe als PTC mit geringer Trägheit realisiert. Das ist relativ einfach. Solltest Du die Glühlampe für eine bereits dimensionierte Schaltung nicht bekommen, geht es häufig, als groben Anhaltspunkt für die Auswahl der Glühlampe deren Widerstand auszurechnen und als Auswahlkriterium für einen Ersatztyp zu benutzen. Die Leistung der Lampe kennzeichnet dabei mehr das Zeitverhalten (thermische Trägheit). Evtl. muß man da experimentieren - ich hatte da aber immer Glück.
Zur Dimensionierung der JFET-Schaltung findest Du Hinweise im Tietze-Schenk (Halbleiter-Schaltungstechnik, Tietze / Schenk, Springer Verlag). Desweiteren gibt es von National Semiconductor die Applikationsschrift AN263, die sich mit der Dimensionierung von Audio-Oszillatoren befasst.
Da Du offenbar nur 50Hz erzeugen möchtest, wären u. U. andere Oszillatoren einfacher aufzubauen. Selbst ein 555 mit anschließendem 50-Hz-Filter wäre evtl. denkbar (und recht stabil!)
Viel Spaß beim Rechnen und Basteln
Hartwig
Gesamter Thread:
