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Radio mit (verstecktem) Demodulator! (Elektronik)

verfasst von Ralf  E-Mail, Geislingen, 03.03.2008, 00:13 Uhr

» » » Jau, das klingt ja schon mal recht schlüssig, aber auch
» widersprüchlich
» » für
» » » mich.
» »
» » Die Natur steckt voller Widersprueche... ;-)
»
» Hach wie philosophisch, aber ob das so stimmt?!...
»
» »
» » » Wo findet die Demodulation denn nun eher statt? In dem Tongenerator
» am
» » » Eingang der Verstärkerschaltung, oder durch die Transistorstufe im
» OP?
» »
» » Dort wo Halbleiter im Verstaerkereingang (diskret oder IC) auch eine
» » nichtlineare Rolle spielen, wie jemand anders hier bereits andeutet.
» Diese
» » Nichtlinearitaet fuehrt zu einer gewissen Spannungsasyymetrie, man
» koennte
» » auch sagen, eine Art Teilgleichrichtung. Und dies bewirkt nichts
» anderes
» » als eine A-Demodulation.
»
» Ok, alles klar. Teilgleichrichtung und Spannungsasymmetrie sind die
» Stichworte! *Smilie der sich `leichte` Schläge auf den Kopf verpasst*
» »
» » » Und überhaupt, ursprünglich wurde doch ein LC-Schwingkreis und eine
» » Diode
» » » zum Demodulieren benutzt.
» »
» » Zum Demodulieren braucht es den LC-Kreis nicht aber eben das
» nichtlineare
» » Bauteil, die Diode, ganz weit zurueck in Form von Bleiglaette, betupft
» mit
» » feinem Draht mit Spiralfederdruck. Ich habe das noch im
» Kindergartenalter
» » erlebt und habe noch lange mit diesen Dedektor-Radiöli gespielt. :-D
» :-)
» » :lol2: :lol3:
»
» Das sagt mir erstmal nix, aber eventuell dazu:
»
» (wo mag da wohl die Demodulation stattfinden, in der Rasierklinge?)
»
» »
» » » Der LC hat nur die Funktion eines Bandpass, oder?
» »
» » Ja.
» »
» » » Den Filter habe ich dann
» » » wahrscheinlich mit dem OP aufgebaut.
» »
» » Nein. Wenn die NF-verstaerkung gross genug ist, dann genuegt es, dass
» die
» » Eingangsstufe auch noch im HF-Bereich als Demodulator wirkt, und dann
» » verstaerkt der Opamp, oder was auch immer, das AM-Signal.
»
» Aber welches? Ich muss mir doch irgendwie die richtige Frequenz des
» Trägersignals rausfiltern...
»
» Gruß Philipp


Ich versuchs mal verständlich zu erklären: Jede Leitung hat sowohl eine Induktivität wie auch eine Kapazität, das selbe gilt für Deine Leiterbahnen, für den Eingang Deines OPAMPS und für die speisende Schaltung. Das alles gibt einen Schwinkreis für eine bevorzugte Frequenz. Der Sender den du hörst muß aber nicht zwangsweise auf dieser Resonanzfrequenz liegen sondern "nur" über ausreichend Feldstärke verfügen um als stärkster von (zweifellos) mehreren empfangenen durchzudrücken. Die FET´s am Eingang haben eine quadratische Steuerkennlinie, sind z.T. selbstleitend und die gesamte schaltung hat eine ausreichend hohe verstärkung um die an der quadratischen kennlinie demodulierte hüllkurve demodulierte Spannung ausreichen zu Verstärken. Es kann aber auch noch ein weiteres Phänomen verantwortlich sein: Deine Schaltung könnte (von Dir unbemerkt) schwingen, damit würde die Schwingfrequenz mit einer x-Beliebigen Eingangsfreqenz so gemischt dass sich nach der Mischerformel Fres=F1+-F2 eine Frequenz im NF Bereich ergibt. Sowas nennt man einen Direktmischer. Wir Funkamateure bauen sowas gerne für kleinste tragbare Eigenbaugeräte und die funktionieren recht passabel. LG Ralf



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Radio ohne Demodulator? - x y, 29.02.2008, 16:23
Radio ohne Demodulator? - Elektronix(R), 29.02.2008, 16:27
Radio mit (verstecktem) Demodulator! - schaerer(R), 29.02.2008, 16:32
Radio mit (verstecktem) Demodulator! - PhilippNrX, 29.02.2008, 18:16
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Radio mit (verstecktem) Demodulator! - schaerer(R), 29.02.2008, 20:17
Radio mit (verstecktem) Demodulator! - Ralf, 03.03.2008, 00:13