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HF-Verstärker (Elektronik)

verfasst von Thomas Schaerer  E-Mail, 28.02.2008, 09:06 Uhr

» Hallo, ich habe eine kurze Frage zu einem HF Verstärker.
»
» Ich habe einen AM-Empfänger gebaut. Am Eingang wird das Signal über eine
» Antenne und TP zum Resonanzverstärker gespeist.

Was meinst Du mit TP, - Tiefpassfilter? Wenn ja, wo ist das? Ich sehe nur Resonanzfilter. Beide sind identisch. Wo liegt eigentlich die Resonanzfrequenz?

» Wenn ich dann das Signal
» demoduliere (vom Kollektor aus) ist alles in Ordnung d.h ich kann im NF
» Bereich Kurzwellensender hören.

Kurzwellensender? Jetzt mal kurz aus Erfahrung ohne gleich nachzurechnen, ich habe den Eindruck dass 1 nF mit 100 µH eine doch wesentlich niedrigere Resonanz-, bzw. optimale Empfangsfrequenz gibt.

» Da das Sigal sehr schwach war,

Wenn es so ist, wie ich vermute, dann empfaengst Du den KW-Sender deshalb nur schwach, weil seine Sendefrequenz ausserhalb der Resonanzfrequenz der beiden Bandpass-Filter liegt. Ist er aber stark genug, z.B. "Deutsche Welle" auf 6.075 MHz, drueckt er durch.

» wollte ich nach der ersten Verstärkerstufe
» noch einen Verstärker in Emitter-Schaltung dranhängen und dann
» demodulieren.
»
» Jetzt das eigentliche Problem:
»
» Mit der zweiten Sufe ist das NF Signal weg, d.h ich höre kein Audiosignal
» im Lautsprecher mehr.
» Wo kann das Problem liegen?

Nicht gut an den Schaltung ist, dass es keine Emitterwiderstaende hat, welche den Arbeitspunkt der Transistorstufen stabilisiert. Damit dieser Emitterwiderstand nicht die HF-Verstaerkung reduziert, muss man zu Re einen Kondensator parallelschalten, damit dieser die HF-Spannung ueber Re kurzschliesst. So hat Du pro Transistor jeweils die maximal moegliche Verstaerkung, die sich aus der Transitfrequenz ergibt...

Wenn ich mich recht erinnere, waere der 2N708 geeigneter als der 2N2222.

» Ich habe doch bloß noch eine Stufe mehr
» geschaltet. AP der zweiten Stufe befindet sich in der Mitte des lin.
» Bereichs. Es wurden auch überall Koppelkond. verwendet.

Die sind mit 10 µF schon etwas sehr gross. Da Frequenzen im MHz-Bereich uebertragen werden, genuegen 0.1 µF laengst, eher noch weniger, auch noch fuer LW und MW.

Es fehlt am Knotenpunkt zwischen C6 und D1 ein Widerstand nach GND. So wie es jetzt ist, bekommt D1 keine eindeutige HF-Wechselspannung bezogen auf GND. Die AM-Demodulation kann so nicht richtig arbeiten. Auch hier, 10 µF sind zuviel!

R5 bis R7 scheinen mir zu hochohmig. Unterschaetze nicht die Wirkung der Millerkapazitaet zwischen Kollektor und Basis von Q2.

Gruss
Thomas :-D :-D :-D
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker


»
» Danke!



Gesamter Thread:

HF-Verstärker - FY, 27.02.2008, 20:10 (Elektronik)
Stell mal die Schaltung.... - Theo, 27.02.2008, 20:12
Stell mal die Schaltung.... - FY, 28.02.2008, 01:31
Stell mal die Schaltung.... - Elektronix(R), 28.02.2008, 08:56
Stell mal die Schaltung.... - FY, 28.02.2008, 10:38
HF-Verstärker - Elektronix(R), 27.02.2008, 20:25
HF-Verstärker - Thomas Schaerer, 28.02.2008, 09:06
HF-Verstärker - FY, 28.02.2008, 10:59
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HF-Verstärker - schaerer(R), 29.02.2008, 07:16
HF-Verstärker - Michael Krämer, 28.02.2008, 16:44
HF-Verstärker-Testaufbau - schaerer(R), 29.02.2008, 07:21