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OP ruft um Hilfe (Elektronik)
» Danke erstmal für eure mehr oder weniger hilfreiche Kritik.
Wie viel oder wie wenig hilfreich die einzelnen Antworten sind, kommt auch sehr auf Dich selbst an. Nicht immer sind, auf Grund des Aufwandes Idealantworten moeglich. Um dieses Ideal zu approximieren, muss der Azubi sich selbst zusaetzlich einbringen und selbst "Forschungsarbeit" leisten. Genau das ist ja auch das Spannende an der Sache.
» Also ich habe die Schaltung so wie im Bild nachgebaut.
» Das Ganze soll mit Batterie betrieben werden. Und um den Innenwiderstand
» des 9V-Blocks zu beseitigen habe ich einen 4700uF!!-Elko eingebaut. Das
» erscheint mit allerdings etwas viel, aber wenigstens laufen niedrige
» Frequenzen dadurch auch verzerrungsfrei.
So ist das, weil mit dieser grossen Kapazitaet die Spannungsquelle auch bei sehr niedrigen Frequenzen entsprechend niederimpedant (niederohmig) ist.
» Außerdem konnte ich damit gegen
» das Schwingen ankommen.
Dann hast (hattest) Du ein GND-Loop-Schwingproblem.
» Sooooo, muss ich denn unbedingt thermisch gegenkoppeln am Ausgang der
» Transistorstufe?
Eine thermische Kompensation, also das Verhindern des Hochlaufens der Temperatur der Transistoren, laesst sich durch Emitterwiderstaende recht wirksam vermeiden, aber das reduziert bei niedrigen Betriebsspannungen die Aussteuerbarkeit des Ausgangssignales empfindlich.
Im reinen B-Betrieb kann man dieses Problem, weil nicht existent, vergessen.
Deine Endstufe arbeitet im B-Betrieb. Ich gehe davon aus, Du hast Dich, zu Deinem eigenen Vorteil/Vergnuegen, mit A-, AB- und B-betrieb auseinandergesetzt...
» Die Ops sollte ja nicht all zu warm werden, und auch von
» den Transistoren wird nicht viel verlangt bei Zimmerlautstärke.
Hast Du den Transistoren aber wenigstens kleine Kuehlkoerper verpasst?
» Wenn kein Eingangssignal anliegt, zieht die komplette Schaltung einen
» Ruhestrom von 0,8mA, ist das erfahrungsgemäß okee?
Wobei die Endstufe, weil im B-Betrieb (ruhestromlos) nicht daran beteiligt ist. Der ganze Ruhestrom wird von der Schaltung davor verursacht...
Der Opamp-Ruhestrom ergibt sich eh aus dem Datenblatt. Aber damit kommt gleich eine Langzeithausaufgabe fuer Dich, aber nur wenn Du was lernen willst:
Der Ruhestrom, besser Betriebsstrom des Opamps, sagt sehr viel aus, wie schnell er arbeiten kann. Dies betrifft einerseits die Unity-Gain-Frequenzbandbreite und anderseits die sogenannte Slewrate. Hast Du schon mal was von Slew-Rate gehoert? Mein Tipp - und das ist die Hausaufgabe - befasse Dich mit diesen sehr wichtigen Zusammenhaengen um den Opamp schrittweise als wie besser zu verstehen. Alleine der Opamp ist ein Eldorado um Elektronik zu lernen.
Wenn Du z.B den Begriff 'slew-rate' oder 'slewrate' in das ELKO-Suchfenster (ganz oben) eingibst, wirst Du fuendig unter vielen von meinen Elektronik-Minikursen, das zeigt Dir wie wichtig dieser Aspekt ist.
So, ich lasse den Rest Deines Inhaltes stehen, vielleicht hilft Dir da noch jemand anders weiter. Ich tu aus Zeitgruenden nicht alles...
» Das Einzige, was mich persönlich stört, sollte nie HQ werden, Schaltung
» habe ich mir mit einigen unterstützenden Tritten in den Hinterleib hier
» aus den Forum selbst gebastelt und ist eine der ersten, ist, dass leise
» Signale, die zu sehr verstärkt werden symmetrisch verzerrt werden. "Zu"
» laute Signale, die nicht verstärkt werden müssen, werden dann aber
» asymmetrisch verzerrt. Und daran änderte sich auch nichts , als ich mir
» die Schaltung "aus dem Buch" aufbaute, also mit R und C nach
» "virutell-Null".
» Dabei ist mir aufgefallen, dass der Verstärkungsfaktor von den Werten der
» Widerstände für den Spannungsteiler abhängig ist. (Der bleibt schon auf
» Vcc/2 eingestellt)
» Also gilt V=1+R_2/R_1 nicht so recht. (In dem Bild oben fehlt R_1, dh es
» müsste V=unendlich sein, ist er aber nicht , da der Op nicht ideal ist,
» richtig? Also benutze ich einen Innenwiderstand des OPs für die
» Verstärkung??
» Der Verstärkungsfaktor wird doch über die Ströme hergeleitet?! Und diese
» liegen in nA-Bereich?? Warum muss der Spannungsteiler dann relativ
» niederohmig sein (R_ges =40k bei mir) wobei der doch laut Rechnung eher im
» 100k-Bereich liegen könnte?
» Naja das "Gute" bei dieser Schaltung ist, dass ich bei größt möglicher
» Verstärkung die Bildröhre hören kann, die man allerdings schon über die
» Fernseherlausprecher leise hört,auch wenn man nicht unbedingt will,
» grrrrrr!! Und auch Stromleitungen in der Wand bzw Steckdosen sind
» erkennbar.
» Soo das wärs..
» MfG Philipp
Gruss
Thomas
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Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker
--
Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9
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