Forum

Einloggen | Registrieren | RSS  

Netzteilschaltung - Feedback gebraucht! (Elektronik)

verfasst von Bernd2 E-Mail, 21.01.2008, 22:10 Uhr

Hallo zusammen

ich hab mal eine Schaltung für ein geregeltes Netzteil entworfen und in LTSpice simuliert. Spice scheint ganz zufrieden damit zu sein, aber da ich ein Elektronik-Neuling bin, würde ich mir ganz gerne etwas Feedback oder den einen oder anderen Tip von erfahrenen Profis wünschen.

Zu den Daten des Netzteils:

Gewünscht sind 0-25V und max. 10A am Ausgang
Als Trafo will ich die Sekundärwicklung eines Mikrowellentrafos runtermachen und eine neue Wicklung draufmachen mit Abgriffen alle 5V. Also:

5V
10V
15V
20V
25V
30V

Mit Relais soll dann der jeweils passende Abgriff an den Gleichrichter und dann den Längsregler gelegt werden. Soweit die Idee :-P

Als "Stellglied" verwende ich 3055 NPN-Transistoren. Ich weiß dass Mosfets besser sind, aber die 3055 habe ich noch rumfliegen. Ebenso den LM324 und den BD139 Darlington. Das Netzteil soll halt billig sein ;-)

Die Referenzspannung am OPV erzeuge ich in der Spice-Schaltung noch mit einer 5V-Spannungsquelle. Später soll eine LM336 5V-Referenzdiode erzeugen, an der mit einem Poti die gewünschte Ausgangsspannung abgelesen wird.
Je nach eingestellter Ausgangsspannung soll mit Relais die "nächsthöhere" Wicklung ausgewählt werden. Dazu werde ich die Referenzspannung an den ADC eines PIC-Controllers legen, der dann 5V draufaddiert und das Relais mit der nächsthöheren Wicklung ansteuert.

So nun ein paar konkrete Fragen die mir im Kopf rumgeistern:

1. Ist so ein Mikrowellentrafo überhaupt geeignet für so einen Zweck? Ich hab einen rumliegen und Ringkerntrafos sind mir zu teuer, ausserdem müsste man die auch umwickeln und wenn er dabei beschädigt wird sind mal eben 50 Euro im Eimer

2. Theoretisch kann bei diese Konfiguration die Differenz zwischen Ausgangs- und Eingangsspannung nie größer als 5V sein. Bei 10A muss der Längsregler also max. 50W verbraten. Ich hab die mal auf 3x 3055 Transistoren aufgeteilt um auf der sicheren Seite zu sein.
Allerdings kann, wenn man von einer hohen auf eine niedrige Ausgangsspannung umschaltet, der Siebelko ja noch mit einer hohen Spannung geladen sein. Im schlimmsten Fall ist er noch mit 30V geladen, während der Ausgang z.B. 1V bei 10A liefert - das wären 290W!

Die Frage ist, ob das hier relevant ist da sich der Elko ja schnell entläd. Ich steh da voll auf dem Schlauch wie man hier etwas sinnvolles berechnen sollte. Man kann ausrechnen wie schnell der Elko sich entladen hat - aber das sagt mir ja auch nix darüber, ob die Transistoren den Spass überleben. :-|

3. Wie gefährlich ist das Umschalten der Relais? Für einen Bruchteil einer Sekunde wird es wahrsch. passieren, dass zwei Abgriffe (z.B. 5V und 10V) verbunden werden, wenn das 10-Relais schon geschlossen hat und das 5V-Relais den Kontakt noch nicht ganz weggezogen hat. Kann es passieren, dass die Kontakte beim Kurzschlusstrom festbrennen? Ich könnte im Controller eine kurze Verzögerung einbauen, etwa so:

Relais 1 trennen
warte ein bischen
Relais 2 verbinden

Wäre das sinnvoll?



So das wars erstmal! Ich freue mich über jedes Feedback und jede Anregung, auch wenn Ihr mir sagt dass die Idee totaler Schrott ist :-D :-P


Gruß

Bernd






Gesamter Thread:

Netzteilschaltung - Feedback gebraucht! - Bernd2, 21.01.2008, 22:10 (Elektronik)
Netzteilschaltung - Feedback - erikl(R), 21.01.2008, 23:45
Netzteilschaltung - Feedback - Bernd2, 22.01.2008, 13:38
Netzteilschaltung - Feedback - erikl(R), 22.01.2008, 15:03