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Transistor als Demodulator (Schaltungstechnik)
» Hallo,
» auf welche weise muss ich denn den arbeitspunkt einstellen damit ein
» amplitudenmoduliertes signal von einem transistor verstärkt und
» gleichzeitig auch demoduliert wird
» jan
Die nötige Schwellenspannung muß der Schwingkreis aufbringen, daher muß er sehr verlustarm und von hoher Güte sein (kann man aber mittels aktiver Entdämpfung auch künstlich drauf anlegen).
Deshalb geht auch ein Röhren-Audion deutlich besser als ein Transistor-Audion. Die Hochohmigkeit belastet den Schwingkreis nicht, die Halbleiter-Schwellenspannung gibt es nicht bei der Röhre.
HF-Vorstufen sind auch nicht selten verwendet (worden) um die HF am Schwingkreis anzuheben.
Ist das HF-Signal auf dem Weg stark genug den Transistor aufzusteuern, dann reicht eine gewöhnliche Arbeitspunkt-Einstellung auf den nichtlinearen Teil der Kennlinie (zur Demodulation benötigt man ein nichtlineares Bauelement).
Das bewirkt die einfache Emitterschaltung ohne Stromgegenkopplung (Emitterwiderstand) schon von selber, sie ist ohne weitere Maßnahmen nichtlinear genug, das kann man auch am Oscar sehen, wenn man so eine Stufe mmal aufbaut, weiche Bäuche der negativen Sinushalbwelle, gotische Spitzbögen der positiven.
Wichtig ist die Abtrennung oder auch Aussiebung, sprich die HF muß am Kollektor "totgemacht" werden, damit sie nicht die Folgestufe zustopft und so die NF stört. Also, einen 0,1...0,33uF MKS-Kondensator (je hochwertiger der C desto besser der Klang) vom Kollektor nach Masse und es geht schon los mit Radio Moskau aus Berlin-Burg.
Die Rückkopplung (Regeneration) eines Audions ist wieder eine ganz andere Angelegenheit.
Der 1M-Transistor, der ja zudem gegenkoppelt und nicht mitkoppelt, hat damit nichts zu tun, er liefert lediglich den Basisstrom. Man kann ihn bei guten, hochverstärkenden Transen und hoher Betriebsspannung (>9V) auch locker bis auf über 4M7 hochtreiben und die Schwingkreisbelatung damit nochmal deutlich verbessern.
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Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.
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