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Trafo (Elektronik)
Hi Alexander,
schön, dass Du dich in Deinem jungen Alter (das richtige Alter um mit diesem schönen Hobby anzufangen!) schon intensiv mit der Elektrontechnik/Elektronik auseinandersetzt - und die Art, wie Du Dir dabei hier Hilfe suchst ist genau richtig!
Ganz kurz gesagt: Was du schreibst stimmt so 100% - zumindest in der Theorie. Wie hws schon sagte - in der Realität stimmts nicht so ganz - Trafos werden warm, brummen, erzeugen ein Magnetfeld... und für das alles wird Energie verwendet - also kommt hinten etwas weniger raus als man berechnet.
Und dann gibt es noch spezielle Berechnungen, wie dick so ein Draht im Trafo sein muss, wie viele Wicklungen er bei einer bestimmten Spannung mindestens haben muss usw...
Nun aber zu deinen Ampere: Ampere ist eigentlich die Maßeinheit für die Stromstärke.
Du weist, dass man sich den Strom vorstellt als kleine "Kügelchen", die man Elektronen nennt, die sich durch den Draht bewegen?
Stell Dir vor du steht auf einer Autobahnbrücke und zählst eine Minute lang, wie viele Autos unter dir durchgefahren sind. So ähnlich kann man sich das mit demStromvorstellen. Die Stromstärke beschreibt, wie viele Elektronen in einer bestimmten Zeit an einer Stelle vom Draht vorbei kommen.
Wenn Du Dir also einen Punkt auf Deinen Draht malst, und es fließt 1 Ampere,dann kommen ziemlich viele Elektronen pro Sekunde an diesem Punkt vorbei. Bei 5Ampere sind das schon 5mal so viele. Bei einem halben Ampere nur halb so viele.
In einem Punkt hast du aber was falsch verstanden:
"Und ein Gerät darf man ja immer nur mit einer gewissen Ampere-Anzahl betreiben..."
Das stimmt so nicht unbedingt!
Tatsächlich ist es eher so, dass man ein Gerätnur mit einer bestimmten Spannung (Voltzahl) betreiben darf. Wenn die Spannung richtig ist, nimmt sich das Gerät selber die passende Stromstärke. Es entscheidet also,wie viele Ampere fließen.
Problematisch wird das, wenn die Spannung zu groß ist - dann holt sich das Gerät nämlich zu viel Strom und dabei geht es unter Umständen kaputt.
Die Ampere-Angabe auf dem Gerät bedeutet also nicht, dass Du aufpassen musst, wie viele Ampere Du dem gerät gibst sondern: Die angabe sagt Dir, wie viele Ampere das Gerät "haben will", wenn du es richtig anschließt.
Das ist wichtig zu wissen, wenn man mehrere Geräte anschließt.
Zum Beispiel im Sommer zwei Elektrogrills. Wenn jeder ordnungsgemäß angeschlossen wird, wird jeder davon z.B. 10Ampere ziehen.
Wenn du beide zusammen an eine Mehrfachsteckdose machst, dann ziehen Sie zusammen 10+10=20Ampere.
Auf der Mehrfachsteckdose steht drauf, wie viele Ampere du höchstens dort "rausholen" darfst. z.B. 16Amtere.
Die Grillst ziehen also zu viel Strom. Das Kabel von der Steckdose ist dann zu dünn - so viele Elektronen, wie bei 20Ampere gleichzeitig durchfließen müssten passen garnicht durch das kabel. Innendrin "knubbelt" sich alles, das kabel wird heiß und vielleicht verschmort es oder es fängt an zu brennen.
Oder eine Sicherung fliegt raus, den im Haus sind viele Kabel nur für 16 Ampere geeignet und deswegen fliegen sicherungen raus wenn vielmehr als 16 Ampere gezogen wird.
So jetzt wirds zu viel... ich hör schon auf!
Frag ruhig weiter wenn du was nicht verstehst - und die Idee von hws ist gut - wenn Du Spaß am Thema hast, dann wünsch Dir doch nen Experimentierkasten zum Geburtstag (Weihnachten ist ja grad rum).
Grüße
Carsten
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Vermeintliche Tippfehler in diesem Posting sind keineswegs Rechtschreibfehler sondern Vorschläge für die nächste Rächtschraiprevorm ;o)
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