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Quarzschaltung (Schaltungstechnik)
» R0 hat primär die Aufgabe, eine zusätzliche Phasenverschiebung einzufügen.
» Bei niedrigen (Quarz)Frequenzen hat der Inverter eine zu geringe
» laufzeitbedingte Phasenverschiebung und der Oszillator würde garnicht erst
» anschwingen. Ideal sind um die 270°. Zur Schwingbedingung gehört eine
» Gesamtphasenverschiebung von 360°. Der Inverter macht 180° plus Laufzeit
» plus ca. 90° vom Quarz in Resonanz.
Lt. u.a. Motorola-Handbuch macht der Quarz bei seiner Resonanzfrequenz eine Phasenverschiebung von 0°.
» Bei höheren Frequenzen im MHz-Bereich reicht die Laufzeit des Inverters
» u.U. aus (je nach Bauart), um die 360° auch ohne R0 zu erreichen.
Das würde dann bedeuten, dass die Laufzeit des Inverters plus R0 (zusammen mit seiner kapazitiven Belastung)
die zusätzlichen 180° Phasenverschiebung aufbringen müssen.
» Mit Low-Power hat R0 nur insofern zu tun, als man für Low-Power sehr
» niedrige Quarzfrequenzen benötigt und diese Oszillatoren nur mit
» zusätzlicher Phasendrehung mittels R0 schwingfähig sind.
Sicher richtig. Allerdings wird dadurch auch die am Quarz messbare Schwingungsamplitude und damit seine Verlustleistung herabgesetzt, was man auch in der Simulation sehr schön sehen kann. Auch die Quarz-Hersteller empfehlen das Einfügen eines Vorwiderstands zwecks Verringerung der an ihm abfallenden Verlustleistung, und zwar insbesondere bei HF-Quarzen in Ultra-Miniatur-Ausführung, weil diese eben nur wenige Milliwatt vertragen.


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Gruß, erikl
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