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Quarzschaltung (Schaltungstechnik)
Hallo,
» Die Werte für Cs, Ct & R0 sind auch Quarz-abhängig und sollten in dessen
» Datenblatt zu finden sein. Falls nicht,
» würde ich es bei 2MHz erst 'mal mit der Hälfte der bei 50/500kHz
» angegebenen Werte versuchen. Mit R0 wird vor allem die Verlustleistung im
» Quarz festgelegt (R0 verringert die Amplitude der am Quarz anliegenden
» Sinusschwingung).
ich habe schon früher darauf hingewiesen, ist aber offensichtlich nicht so angekommen:
R0 hat primär die Aufgabe, eine zusätzliche Phasenverschiebung einzufügen. Bei niedrigen (Quarz)Frequenzen hat der Inverter eine zu geringe laufzeitbedingte Phasenverschiebung und der Oszillator würde garnicht erst anschwingen. Ideal sind um die 270°. Zur Schwingbedingung gehört eine Gesamtphasenverschiebung von 360°. Der Inverter macht 180° plus Laufzeit plus ca. 90° vom Quarz in Resonanz.
Bei höheren Frequenzen im MHz-Bereich reicht die Laufzeit des Inverters u.U. aus (je nach Bauart), um die 360° auch ohne R0 zu erreichen.
Mit Low-Power hat R0 nur insofern zu tun, als man für Low-Power sehr niedrige Quarzfrequenzen benötigt und diese Oszillatoren nur mit zusätzlicher Phasendrehung mittels R0 schwingfähig sind.
Jörg
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