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Quarzschaltung (Schaltungstechnik)

verfasst von erikl(R) E-Mail, Prien, 29.12.2007, 18:28 Uhr

» Ok, danke. Soweit habe ich dann die Schaltung wohl verstanden.
»
» » Eine Verringerung der Stromaufnahme der Schaltung erreicht man
» » hauptsächlich durch das Einfügen von R* , womit die Versorgungsspannung
» » der Teiler-FFs herabgesetzt wird. Die ersten paar Teiler-FFs nach dem
» » Quarz verbrauchen den meisten Strom.
» Obwohl die Aussage eigentlich klar erscheint(in den ersten Teiler FFs hat
» man ja noch hohe Frequenzen=> hoher Stromverbrauch), dass man in den
» ersten Teilern den Strom mit R* begrenzt, sieht das nach dem Datenblatt
» irgendwie anders aus. Nach dem Logik Diagramm aus dem Datenblatt ist doch
» die Versorgungsspannung(Vdd' und Vss'), in der R* einefügt wird,
» ausschließlich für den einen Inverterbaustein, der zum Quarz geschaltet
» wird.

Ja, da hast Du Recht; ich hatte mir die Schaltung vorher noch nicht so genau angesehen :-(
Aber jetzt ist es klar: Genau dieser eine Inverter wird ja im Quarz-Oszillator-Betrieb (mittels des 18MOhm-Widerstands) - und auch nur in diesem Fall - als Analogverstärker betrieben, d.h. sein Ein- und Ausgang liegt spannungsmäßig etwa in der Mitte der Versorgungsspannung. Das bedeutet, er zieht *ständig* einen relativ hohen Querstrom. Das ist wohl der Grund, dass man ihm - nur im Quarzbetrieb! - per R* die Spannung verringert.

» So ganz hab ich den Sinn von R*(und die korrekte Funktion) aber noch nicht
» begriffen.

Zusätzlich werden die Anschlüsse VSS' und VDD' für den Test benötigt. VDD' steht somit ohnehin als Pin z.Verf., und damit kann man ihn zur Verringerung der Stromaufnahme benutzen.

» hier mal mein Ansatz:
» Der Inverter besteht ja eigentlich aus komplementär geschalteten MOSFETs
» die entweder gegen VDD oder VSS leiten. Beim Umschalten entstehen durch
» Kapazitätsaufladungen und dem kurzen gleichzeitigen Leiten beider MOSFETs
» hohe Strome, weshalb ein Schaltglied auch mehr Strom bei hoher
» Taktfrequenz benötigt. Fließt nun aber ein solcher hoher Strom so bricht
» doch durch R* die Spannung über dem Invertergatter zusammen, da die meiste
» Spannung an R* abfällt. So ein Gatter ist ja kein Konstantstromverbracher.
» Genau wegen diesem Problem wurde mir gesagt, sollte man
» Abblockkondensatoren (100nF) An VDD benutzen, um diesen Spannungseinbruch
» zu verhindern. Da wirkt doch R* eher kontraproduktiv, oder
»
» Wie seht ihr das

Normalerweise ist das richtig, und eigentlich müsste man hinter dem R* wieder abblocken. Ist aber hier in diesem Spezialfall nicht erforderlich - im Gegenteil: das würde den Stromverbrauch wieder hochtreiben.

--
Gruß, erikl



Gesamter Thread:

Quarzschaltung - Robert W, 29.12.2007, 01:14 (Schaltungstechnik)
Quarzschaltung - erikl(R), 29.12.2007, 02:03
Quarzschaltung - Robert W, 29.12.2007, 03:01
Quarzschaltung - hws(R), 29.12.2007, 11:16
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