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Was wird das? (Elektronik)
» Hallo Thomas,
»
» danke für die Zusammenfassung.
» Inwieweit das auf unsere Hemisphäre übertragbar ist, gilt es nun heraus
» zu finden.
Ich fürchte, ohne eine gewisse Schönrechnerei hat der Australier das nicht hingebracht. Der Hauptstromverbraucher in einem Gefrierschrank ist ja das Kompressor-Aggregat.
Die Steuerung braucht so gut wie nichts, die Innenlampe ebenso. Höchstens die Kontrollämpchen, die aber sinnvoll sind. Ich habe zufällig so ein Aggregat herumliegen, das ich (als es noch legal war) aus einem alten Kühlschrank ausgebaut und für den Betrieb einer Airbrush genutzt habe. Laut Aufschrift hat es 148 Watt Aufnahmeleistung. Um auf 0,1 KWh pro Tag zu kommen, dürfte dieses (uralte) Aggregat 40 min. pro Tag laufen. Wie lange eine Gefriertruhe am Tag üblicherweise läuft, kann ich so nicht sagen, ist sicher jahreszeitabhängig und auch davon, wo die Kiste steht.
Also: Soll der Kompressor eine bestimmte Kälteleistung erzeugen, muss er eine bestimmte Zeit laufen. Das ist reale Physik. An dieser physikalischen Tatsache ändert der Thermostat überhaupt nichts, denn der schaltet den Kompressor ja nur ein oder aus. (Oder hat der einen Eigenverbrauch?) Somit ließe sich der Energieverbrauch mit 3 Maßnahmen beeinflussen: Bessere Isolierung / Heraufregeln der Endtemperatur / anderer Gerätetyp, also Truhe statt Schrank. Die nächste Frage wäre, wie ein externer Thermostat die Temperatur im Schrankinnern erfassen soll. Ohne einen Kältefühler geht das ja nun auch nicht. Und dann wäre noch zu fragen, ob der externe Thermostat nicht vielleicht einen Eigenverbrauch hat, der aber in der schönen Rechnung nicht mitbedacht wurde.
Mich erinnert die ganze Sache an den Versuch, beim Auto das Gaspedal auf's Dach zu verlegen, um es dem Einfluss des Fahrers zu entziehen. Energiesparen kann man damit zwar schon. Nur nicht fahren.
Edit: Die Produktion des externen Thermostats hat vielleicht mehr Energie verbraucht, als das Ding lebenslang einspart, wenn überhaupt.
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