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NanoVNA: 47 Ohm von 50 kHz bis 60 MHz (Elektronik)
» Ich möchte meine Begeisterung zur "Vermessung der Welt" anhand aktueller
» Messergebnisse an diesem Widerstand teilen
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» Dieser Versuchsaufbau
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» zeigt in für mich beeindruckender Weise den gemessenen Widerstandswert der
» 47Ohm (bis 350 Ohm) über der Frequenz - 50kHz bis 60MHz
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Hallo,
leider sieht man nur einen Teil des Versuchsaufbaues - ob der HF- geeignet ist (bis 60MHz) kann ich nicht beurteilen, aber dieses aufgerollte Stück Coax-Kabel, das da noch rechts am Widerstand herumflattert, macht mich irgendwie skeptisch. Die Resonanz bei 11MHz könnte z.B. mit einer parasitären Kapazität von 20pF und einer parasitären Induktivität von ~ 10µH zustande kommen. Wenn ich jetzt mal bedenke, dass man normalerweise die parasitären Induktivitäten und Kapazitäten bei Widerständen eher klein halten möchte, halte ich diese Werte für eher unwahrscheinlich - ich kenne bei diesen Exemplaren im AL-Gehäuse Werte von wenigen µH und pF. Ich denke daher, dass der Versuchsaufbau da den wesentlichen Beitrag zu deinem Meßergebnis liefert. Koaxkabel hat etwa 100pF/m und eine entsprechende Induktivität. Und diese Krokoklemmen mit den bunten Strippen kann man - wenn überhaupt - für NF verwenden (die haben oft erhebliche Leiterwiderstände und die Clips kontaktieren auch nicht immer zuverlässig).
Solltest Du über ein einfaches RLC-Meßgerät verfügen, welches mit niedrigeren Frequenzen arbeitet, solltest Du mal die parasitäre Kapazität des Widerstandes (gegen das Gehäuse, die "Längskapazität" werden diese einfachen Geräte kaum messen können) messen und auch dessen Induktivität (die wird von einigen Geräten ohnehin angezeigt). so könntest Du die zu erwartende Resonanzfrequenz abschätzen. Auch wenn das Messgerät nur im kHz-Bereich misst - Strippen so kurz wie möglich und direkt an den Widerstand führen .
Was Du auch noch machen kannst:
erstmal dieses Ende Coax-Kabel, das da offenbar noch am WIderstand hängt, entfernen. So, dass wirklich nur der Widerstand zwischen den Klemmen hängt, und dann messen. Danach - möglichst ohne den restlichen Versuchsaufbau zu bewegen oder zu verschieben . den Widerstand gegen einen 47-Ohm Metallfilmwiderstand austauschen und erneut messen. Die Metallschichwiderstände 1/8 W oder 1/3 W (eigentlich egal) haben recht gute HF-Eigenschaften. Da würde ich kaum ausgeprägt Resonanzen erwarten.
Hartwig
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