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ein paar Anmerkungen... (Elektronik)
» Hallo Manfred!
»
» An deinen Ausführungen sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die man so
» nicht stehen lassen kann...
»
» » "Warum nimmt der Stromfluss durch eine Spule beim Aufladen langsam zu?
» » Weil der Blindwiderstand geringer wird? Warum wird dieser geringer?"
» »
» » Weil eine Spule nur ein Magnetfeld bis zur Sättigung aufbauen kann,
» danach
» » trägt nur noch der ohmsche widerstand des Drahtes.
»
» Üblicherweise verwendet man für die Spulen Kerne mit einem Luftspalt, bzw.
» Pulverkerne, damit es durch den Gleichstrom nicht zur Sättigung kommt.
»
» » Für die Anwendung eines Kondensators gilt in erster Linie der ESR. D.h.
» » der Kondensator muß eine sehr geringe induktivität (z.B.
» » Leitungsanschlüße, mechanischer Aufbau) aufweisen.
»
» Der ESR hat mit der Induktivität nichts zu tun. ESR steht für "Equivalent
» Serial Resistance" und beschreibt die Ohmschen Anteile des Kondensators.
»
» Das eigentliche Problem
» » ist, daß man in einem Kondensator gleicher Größe und Gewicht erheblich
» » weniger Energie speichern kann und deshalb Ladungspumpen nur bis 0.2A
» zur
» » Verfügung stehen.
»
» Das ist nicht wahr. Ladungspumpen lassen sich mit mehreren Ampere
» Ausgangsstrom realisieren.
»
» Die Ausgangsspannungen sind wesentlich
» » Restwelligkeitsärmer und die ganze Schaltung generiert fast keine
» » Störungen.
»
» Die Restwelligkeit wird geringer wenn du größere Kondensatoren verwendest
» (ist aber nicht besonders wirtschaftlich), oder die Schaltfrequenz
» erhöhst. Da dies für gewöhnlich mit einer rechteckförmigen Ansteuerung
» geschieht, kann von "fast keine Störungen" wohl kaum die Rede sein. Selbst
» gewöhnliche 50Hz-Netzteile verursachen hochfrequente Störungen durch den
» nicht sinusförmigen Strom, der durch die Gleichrichtung verursacht wird.
»
» hans
Hallo Hans,
"Üblicherweise verwendet man für die Spulen Kerne mit einem Luftspalt, bzw. Pulverkerne, damit es durch den Gleichstrom nicht zur Sättigung kommt."
Der Luftspalt hat mit mit der Sättigung nun garnichts zu tun!
Er hilft nur dieses Problem leichter zu behandeln. Maßgebend ist die magnetisierbare Masse und die hängt von Windungszahl und verwendetem Material ab.
ESR ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung Equivalent Series Resistance. ESR bezeichnet den inneren Verlustwiderstand eines Kondensators und nicht nur wie Du behauptest den ohmschen Anteil.
"» Das ist nicht wahr. Ladungspumpen lassen sich mit mehreren Ampere
» Ausgangsstrom realisieren."
Ich habe nicht behauptet das es nicht geht, sondern ich behaupte daß es nicht sinnvoll ist.
Nenne mir einen IC der das kann, damit meine ich natürlich eine Ladungspumpe für die gängige Elektronikversorgung!
"» Die Restwelligkeit wird geringer wenn du größere Kondensatoren verwendest
» (ist aber nicht besonders wirtschaftlich), oder die Schaltfrequenz
» erhöhst. "
Ich schrieb doch "über 1MHZ", da reichen 1µF für gängige Versorgungen im 100 ma bereich.
Ohne große Last müssen die Kondensatoren nicht vergrößert werden, sie sollen ja gerade im kleinen Strombereich eingesetzt werden! Ein induktiver Schalter produziert aber auch unter diesen Bedingungen erheblich mehr Störungen. Induktive Abstrahlung ist äußerst schwer in den Griff zu bekommen und bei einer Ladungspumpe überhaupt nicht vorhanden.
Empfindliche Ableitungsverstärker (100µV) lassen sich wesentlich einfacher in der Nähe von Ladungspumpen betreiben als in induktivem Umfeld.
Du mußt natürlich bei deinem Vergleich die Größenordnungen berücksichtigen. Dann stimmt auch die Aussage "fast keine störungen". Die Abstrahlung eines Sinusgleichrichters mit der eines Schaltwandlers zu vergleichen halte ich für abwegig.
MfG Manfred Glahe
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