Forum
Stromanstieg in der Spule (Elektronik)
» Warum nimmt der Stromfluss durch eine
» Spule beim Aufladen langsam zu? Weil der Blindwiderstand geringer wird?
» Warum wird dieser geringer?
Zur Physik der Induktivität:
In einer Induktivität wird eine Spannung induziert, die der änderung des Stromes durch diese Induktivität proportional ist. Formel:
U = L * di/dt
Die entstehende Spannung "versucht" dabei, der Stromänderung entgegen zu wirken.
Draus folgt:
1) Fließt ein Strom durch eine Spule und öffnet man den Stromkreis, so entsteht an den Spulenanschlüssen eine Spannung, die "versucht", den Strom weiter zu treiben (was dann zur Not auch durch die Luft in Form eines Funkens gelingt, wenn man den Stromkreis z.B. durch einen mechanischen Schalter aufreißt).
2) (das paßt zu Deiner aktuellen Teilfrage
Legt man an eine Spule eine konstante Spannung an, so steigt der Strom durch die Spule kontinuierlich (linear und nicht apprupt) an. Das läßt sich nach Umstellen obenstehender Gleichung berechnen:
di/dt = U/L
(Ich berücksichtige hierbei nicht die tatsächlich vorhandenen ohmschen Widerstände in realen Spulen, mir kommt es nur darauf an, das physikalische Prinzip der Induktivität zu erläutern.)
Weiter unten fragst Du, ob bei einer Spannungsverdopplung der Strom dann auf höchstens die Hälfte (Verluste!) hinunter geht. Das ist richtig. Der Energiesatz lieft es:
Leistung = U*I, es kommt sicher nicht mehr raus als reingesteckt wird, sondern tatsächlich weniger.
Gruß, Michael
Gesamter Thread:
