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Operationsverstärker - brauche bildhaftes grundverständnis (Bauelemente)
Hallo,
der unbeschaltete OPV hat im Idealfall unendliche Verstärkung. D. h. eine minimale Spannung zwischen den +/- Eingängen führt zu "Vollausschlag" am Ausgang.
Für einen Verstärker ist das ein unbrauchbares Verhalten.
Da kommt die Gegebkopplung ins Spiel:
Man führt das Ausgangssignal über einen Widerstand auf den Eingang zurück.
Betrachten wir jetzt den invertierenden Eingang (-), so erzeugt dort ein positives signal einen negativen Ausschlag am Ausgang. Wird der Ausgang also auf den -Eingang zurückgeführt, kompensiert das Ausgangssignal das EIngangssignal. Wie stark - das hängt von dem Widerstand ab.
Als Beispiel: dei Eingangswiderstand sei 10k, dort liegen 1V an. Gehen wir jetzt mal davon aus, dass am -Eingang eine sehr niedrige Spannung (fast null)liegt, so fliessen durch den Eingangswiderstand 100µA. Das bewirkt aber eine Eingangsspannung mit sofortiger Reaktion am Ausgang. Ist dieser ebenfalls über 10k auf den -Eingang zurückgeführt, so wird jetzt die Ausgangsspannung ansteigen, bis kein einganssignal mehr vorliegt. Dass ist dann der Fall, wenn durch den Rückführungswiderstand genau der gleiche Strom fliesst wie durch den Eingangswiderstand. Da beide Widerstände gleich gross sind, ist das bei einer Ausgangsspannung von -1V der Fall. Negativ, da sich die Ströme ja aufheben müssen. Machst Du den Rückführungswiderstand grösser, dann brauchst Du am Ausgang mehr spannung, um den Eingangsstrom zu kompensieren.
Die Erklärung ist nicht vollständig, könnte aber helfen. Nur muss ich jetzt weg....
Grüsse
Hartwig
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