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Verzerrerschaltung verstehen (Elektronik)

verfasst von klausthal(R), 17.02.2011, 16:09 Uhr
(editiert von klausthal am 17.02.2011 um 18:28)

» hallo alle zusammen, ich bin neu hier im Forum;)
» Ich versuche die Schaltung momentan genau nachzuvollziehen
» http://fuzzcentral.ssguitar.com/fuzzface.php
» es ist ein Verzerrer für eine Gitarre.
» Ich habe aber ein paar Verständnisschwierigkeiten;)
» 1. die Verzerrung entsteht durch Übersteuerung. Aber wie kann ich mir
» anschaulich erklären, dass das Signal verformt wird (Rechteck). Eine
» Erklärung ist mir begegnet, die besagt, dass das Signal durch den ersten
» Transistor so verstärkt wird, asss der zweite es nicht mehr wiedergeben
» kann, weil es dann höher als die Betriebsspannung wäre.
» die zweite Erklärung war, dass das Signal bei seinen Spitzenwerten so groß
» ist, dass es beim 2. Transistor in den nichtlinearen Kennlinienbereich
» fällt und dadurch nicht mehr richtig verstärkt wird und abflacht. Aber was
» passiert bei dieser Variante mit dem anderen Teil der Halbwellen??denn nach
» meinen Kenntnissen ist die Kennlinie erst für hohe Eingangssignale nicht
» linear...
»
» 2. Ein Rechtecksignal ist aus einem Grundton und einer (unendlichen) Zahl
» seiner Oberwellen zusammengesetzt. DASS also bei der Verzerrung Oberwellen
» entstehen müssen, lässt sich mathematisch begründen, aber kann man es auch
» physikalisch erklären, also warum entstehen in der Schaltung physikalisch
» neue Frequenzen???
»
» 3. Mit dem Kondensator und dem Poti "unten" in der Schaltung lässt sich
» der Verzerrungsgrag einstellen. Wie funktioniert das genau??also warum
» wird ein Kondensator zur Regelung der Rückkopplung benutzt??also was genau
» Macht dieser Kondensator mit der Rückkopplung und wie macht er es???
»
» Mir ist klar, dass das einige Fragen sind die zudem auch noch sehr
» speziell sind, aber ich würde mich tierisch über Hilfe freuen!!
» Vielen dank schon mal;)

###########

3. stelle dir den schleifer des potis nach unten auf GND gedreht vor. da ist der kondi wirkungslos. das signal wird über den 100k widerstand auf die basis des ersten transi zurückgeführt --> pos. rückkopplung und erhöhung des eingangspegels.

drehe den schleifer nach oben. da schließt der kondi das signal, das eigentlich pos rückgekoppelt werden soll, gegen GND kurz, so daß es nicht auf die basis des ersten transi pos. rückgekoppelt wird.

1. beide erklärungen sind richtig. es leuchtet ja ohne weiteres ein, daß der output der schaltung hier weder die +Ub betriebsspannung über- noch die -Ub betriebsspannung unterschreiten kann. ein sinus zB mit zu großer amplitude muß demzufolge oben wie unten mehr oder minder abrupt geclippt werden, dh seine extrema werden abgeschnitten, grenzfall: rechteck.

2. daß das signal bei übersteuerung verändert wird, ist ja unstrittig. es passiert, physikalisch gesehen, etwas mit dem signal. welche möglichkeiten hat die physik, dieser tatsache ausdruck zu verleihen? die frequenz ändert sich nicht, die amplitude ändert sich nur unwesentlich, die phasenlage bleibt gleich. das ergebnis ist halt, daß jede nicht-sinusschwingung aus sinusschwingungen verschiedener amplituden und geradzahligen vielfachen der grundwelle zusammengesetzt ist. - man kann es halt nicht anders als herr fourier ausdrücken, und deine fragestellung ist im grunde unphysikalisch...

klausthal



Gesamter Thread:

Verzerrerschaltung verstehen - telloum(R), 17.02.2011, 14:43 (Elektronik)
Verzerrerschaltung verstehen - klausthal(R), 17.02.2011, 16:09
Verzerrerschaltung verstehen - telloum(R), 17.02.2011, 20:16
Verzerrerschaltung verstehen - hws(R), 17.02.2011, 20:34
Negative Rückkopplung! - PeterGrz(R), 18.02.2011, 13:10
Negative Rückkopplung! - klausthal(R), 18.02.2011, 15:18
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