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Kommentar zum Newsletter 13/06 Elektronik in der Schule (Elektronik)

verfasst von jbe E-Mail, 30.12.2009, 10:53 Uhr

» :-| Hallo
» Ich muss mich nun mal zu dem Schreiben im Newslette 13/06 äussern.
» Ich habe einen Betrieb und zum September einen Lehrling eingestellt.Als
» Elektroniker hatte dieser das Schuljahr 1 vollzeit für Elektrotechnik
» schon besucht aber keine Lehrstelle gefunden. Ich wollte dem jungen Mann
» die Zukunft einfach nicht verbauen und gab ihm die chance bei uns eine
» Lehre zu absolvieren.
» Nun kommt das Problem Ich habe dann diverse Grundkenntnisse abgefragt
» (Fehlanzeige)
» Dann habe ich Reihen und Parallelschaltung von Widerständen mit ihm
» versucht zu errechnen,habe dann nach ewigen Versuchen ihm diese Rechnungen
» mit nach Hause gegeben damit er sie unter zuhilfenahme des Tabellenbuches
» lösen kann (Fazit 4-5)
» Wir haben dann gemeinsam in der Firma die Aufgaben miteinander gelöst.
» Paralellschaltung von 4 Widerständen,
» eigentlich im ersten Step nur Bruchrechnen der einfachen Art.Hier wollte
» er den um die Brüche zusammenzuzählen einen gemeinsamen Zähler ermitteln
» (hatte dies aber)somit war für Ihn die Aufgabe nicht lösbar.
» Als nächstes habe ich dann eine Aufgabe 1/2+1/4 gestellt.
» ging nicht. Dann habe ich einen halen und einen Viertelkuchen auf ein
» Blatt gezeichnet und gefragt wiviel das ergibt super 3/4 Kuchen(Nun das
» weis ja ein Kind im Vorschulalter) Der Rechenweg konnte mir auch hier
» nicht erklärt werden nur die 3/4 anhand der Zeichnung.
» In der Schule wird nun die Wechselstromtechnik behandelt
» Hier scheint er einigermasen mitzukommen,ich bin allerdings überzeugt wenn
» es tifer in die Materie geht kommt wieder das aus da einfach die
» Grundregeln nicht beherrscht werden.
» Kann mir jemand einen Tipp geben wie ich den jungen Mann zu einer
» erfolgreichen Gesellenprüfung führen kann?
» Meines erachtens muss hier eigentlich schon Fehlstände aus der Hauptschule
» ausgeglichen werden.

Hallo

Da ich selber mal Ausbildungsbeauftragter war und auch ausgebildet hatte, waren Azubis dabei, die wirklich Defizite mitbrachten. Es klingt vielleicht hart, aber ich würde erst einmal Prüfen wie gewillt dieser junge Mensch ist, den derzeitigen Beruf auszuüben. Ich habe festgestellt
das Menschen die mit Begeisterung dabei sind, solche Defizite schnell aufholen. Zeit ist das größte Problem, aber mit etwas Gedult ist meistens eine solche Situation zu Retten. Vielleicht sollte man auch an eine Lernschwäche
denken, und mit der betroffenen Person Sachlich diskutieren, ob vielleicht das Ziel verfehlt wurde.
Wenn dieser Mensch mit den mitteln die zur Verfügung stehen, Begeisterung hervorgerufen werden kann, dann kann jeder dies schaffen. Mir hatte es außerordentlich Spaß gemacht, wenn ich feststellte das der Azubi bei der Sache ist, egal ob Versäumnisse vorhanden waren. Natürlich waren auch Leute dabei, die eigentlich keinen Bock hatten, diese hatte ich dann ganz gezielt gefragt hey was geht ab, wenn ich dich hier nur durchschleifen soll, dann kannst du von mir kein engagement erwarten. Probiere es ganz einfach mit diesem jungen Menschen, finde heraus ob deine Zeit eine Investition wert ist. Gemeinsam mit dem Azubi ehrlich und Sachlich sprechen, daran merkst du ganz schnell in welche Richtung es sich bewegt. Daraus kannt du
abschätzen in wieweit es sich für beide Seten lohnt.

Patentrezepte gibt es nicht, es hängt ganz von deinem Wesen ab, wie weit du gehen willst und kannst. Ich bin Zuversichtlich und wenn der Wille des Azubis da ist, kann man alles schaffen.



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Kommentar zum Newsletter 13/06 Elektronik in der Schule - Fabian, 30.12.2009, 10:05 (Elektronik)
Kommentar zum Newsletter 13/06 Elektronik in der Schule - jbe, 30.12.2009, 10:53