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Freeware (Computertechnik)

verfasst von ollanner(R), 25.12.2009, 21:23 Uhr

Zur ersten Frage im ersten Post:

Windows ist am meisten verbreitet, demzufolge auch attraktiverer für Hacker, Script Kiddies und andere Schädlingsschreiber. Linux/Unix/Mac/ ist weniger attraktiv, da Schädiger dort einen geringeren Allgemeinschaden anrichten können. Eine Firma mit hunderten PCs, die Windows ausführen, lahmzulegen/auszuspionieren lohnt sich für diese Leute mehr als die drei Leute irgendwo anzugreifen, die einem nichts bringen.

Zur zweiten Frage im ersten Post:

Du vergleichst da Äpfel mit Birnen. Hersteller kommerzieller Software wollen mit ihrer Software Geld verdienen. Insofern sind die Hersteller gezwungen eine Qualität zu liefern, die den Usern die Arbeit mit den Produkten so unproblematisch und stabil macht wie es geht. Dafür müssen die Hersteller der kommerziellen Software auch Support leisten, wenn die Nutzung der Software dies nötig macht. Auch in bezug auf Sicherheitslücken.
Viele Firmen sind darauf angewiesen, dass die Software reibungslos funktioniert und Fehler schnell behoben werden. Dafür haben sie ja schließlich bezahlt. Privatleute denken auch so: "Ich habe dafür teuer bezahlt, ich verlange, dass die Software auch vernünftig ist!

Außerdem gibt es da diese Lizenzmodelle, die du da mit GPL, Freeware etc. anführst:
http://de.wikipedia.org/wiki/GPL
http://de.wikipedia.org/wiki/Freeware
http://de.wikipedia.org/wiki/Propriet%C3%A4r
http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_commons
http://de.wikipedia.org/wiki/Open_source
http://de.wikipedia.org/wiki/Closed_source

Sicherlich gibs noch mehr Lizenzmodelle, aber dort hast du erst mal genug Lesestoff.

Zur dritten Frage des ersten Posts:

GPL ist kein Hersteller sondern nur ein Lizenzmodell, außerdem stellt die GPL keine Software her, sondern Lizensiert diese nur. Insofern erledigt sich die Frage.

Zu Linux und schnellem flüssigem Arbeiten:
Dies ist in der Tat nicht weit hergeholt, auch ich habe diese Feststellung gemacht, dass Linux unheimlich sparsam mit der Hardware ist und weniger RAM frisst als Windows Vista, dass schon nur wenn es gestartet ist 1 GB RAM verschlingt, aber der Linux Kernel, welcher schon mit seinen geladenen Modulen und gestarteten Prozessen an sich im Textmodus nur rund 35 MB RAM verbraucht, und man kann damit schon arbeiten. Es ist aber noch kein Programm gestartet, mit dem man im Internet surfen könnte, oder Mails lesen kann.

Auch grafisch aufwändige Benutzerumgebungen wie KDE4, die mit aktivierten Effekten Vista und Windows 7 den Rang um einiges ablaufen sind dabei mit 140 - 170 MB im RAM immer noch Sparsamer als ein Vista oder Windows 7, selbst ein XP mit SP 3 braucht heute schon fast 250 MB Ram.

Der unheimliche Vorteil bei Linux ist, dass man sich bei dem System wirkich alles selbst anpassen kann ohne irgendwelchen Fertigfraß kaufen oder nutzen zu müssen. Linux ist sowas von vielfältig, dass man als langjähriger Windows-User keinerlei Überblick hat, wenn man nicht vorhat, sich mit dem System einzulassen und dazu zu lernen, bestimmte Windows-Verhaltensmaßnahmen kann man bei Linux eh nicht gebrauchen, da diese da nicht funktionieren oder anders.

Einer meiner Kollegen sagte mir mal: "Software unter Linux ist zum Benutzen geschrieben, nicht um damit Geld zu verdienen." Da ist auch was dran. Jemand hat ein Problem, dass er mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nicht gelöst bekommt. Also schreibt der sich eine Software zur Lösung des Problems. Fertig ist die Kiste. Dieser denkt sich nun: "Vielleicht haben auch andere das gleiche Problem wie ich, ich stelle meine Software allen zur Verfügung, die dieses Problem haben. Davon profitieren alle, auch ich, wenn andere meine Software verbessern und um Funktionen erweitern."

So ist das in der Linux-Welt. Da stehen allem jede Information offen, der sich dafür interessiert. Dort kann man die Software auch immer so anpassen, dass sie auf dem eigenen System so läuft, wie man will. Man bekommt die Quelltexte offen gelegt und darf die sich selbst anpassen und compilieren.

Software muss aber auch begutachtet werden, bevor die in die offiziellen Repositories kommt, von wo sich Leute die Software besorgen und installieren können. Nicht, dass da böswilliger Schadcode im der Software verbreitet wird.

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Gruß
Der Ollanner



Gesamter Thread:

Freeware - silent_max(R), 25.12.2009, 15:18 (Computertechnik)
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Freeware - silent_max(R), 25.12.2009, 17:11
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Apropos - elektrönchen, 25.12.2009, 23:20
Apropos - ollanner(R), 27.12.2009, 17:47
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Freeware, Linux - geralds(R), 28.12.2009, 15:11
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Freeware, Linux - ollanner(R), 28.12.2009, 19:16
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