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Metastabilität (Schaltungstechnik)
Hallo hws,
» hws schrieb:
» Beim metastabilen Zustand werden durch die (verbotenen) Eingangszustände
» beide Ausgänge gesetzt (rückgesetzt (je nach Gattertyp des Aufbaus)
Das ist richtig, aber metastabile Zustände können auch durch nicht verbotene Eingangszustands-Änderungen hervorgerufen werden, z.B. durch (mehr oder weniger) gleichzeitige - aber nicht als solche geplante bzw. vorhersehbare - Änderungen an synchronen und asynchronen Eingängen. Natürlich könnte man solche Zustandsänderungen auch als "verboten" betrachten, aber sie lassen sich eben nicht immer vermeiden, man denke nur an hoch-priorisierte Interrupt-Eingänge.
» Diesen Zustand im Betrieb einer Schaltung zu erzeugen, sollte durch die
» Schaltungsauslegung sowieso ausgeschlossen werden.
Da bin ich mir nicht sicher, ob das immer möglich ist.
» Dieser Zustand ist auch zu nichts nützlich. Deine Untersuchung daher eher akademischen Charakters.
Nützlich ist ein solcher Zustand keineswegs. Aber da er sich nicht grundsätzlich vermeiden lässt, macht es m.E. durchaus Sinn, sich damit zu befassen, insbesondere die Dauer solcher unerwünschten Zustände in Abhängigkeit von externen Zuständen zu ergründen. Da solche metastabilen Zustände eben nicht absolut vermeidbar sind, sollte man zumindest Bescheid wissen, nach welcher (max.) Zeit sie wieder geklärt sind, sodass das FF wieder bereit ist. Ganz wichtig ist diese Angelegenheit in der Kernmesstechnik, wo es darauf ankommt, ultraschnelle Vorgänge nicht zu mis-interpretieren, aber auch nicht zu viel Zeit zu verlieren. Nicht umsonst werden in Industrie-Datenblättern gelegentlich entsprechende Angaben gemacht.
Bin deshalb der Meinung, dass solche Untersuchungen nicht nur akademischen Charakter haben.
Jetzt fällt mir noch ein ganz billiger Vergleich ein: Brände sind ebenfalls äußerst unerwünscht (man könnte auch sagen: verboten). Aber eine rein akademische Feuerwehr würde wohl nicht viel dagegen ausrichten ![]()
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Gruß, erikl
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