Forum
Magnetspule für Klingel... (Elektronik)
Hallo Jürgen,
Wäre die Spule für Gleichspannung zu berechnen, ist der Kupferwiderstand von Bedeutung. Du möchtest sie aber mit Wechselspannung betreiben - somit geht der Blindwiderstand mit in die Berechnung ein. Um jetzt aber alles zu berechnen, bräuchtest Due die magentischen Daten des Kernes sowie die erforderliche Kraft, um den Gong zu betätigen. Mechanische Anordnung, Reibung etc. sind natürlich auch zu berücksichtigen. Da Du aber diese Daten nicht hast, sollte Dir einleuchten, daß eine nachträgliche Berechnung der Spule ein sehr realitätsferner Weg ist. Was Du machen kannst: Du nimmst die verschmorte Spule und mißt die Dicke des Drahtes (Mikrometerschraube, bei dicken Drähten geht auch ein Meßschieber). Wenn Du dann die Sule ganz zerlegst, kannst Du ausmessen, wie Groß etwa der Querschnitt der Wicklung war. Teilst Du den Querschnitt der Wicklung durch den Leiterquerschnitt und multiplizierst das ganze mit dem "Füllfaktor", erhältst Du die ungefähre Windungszahl. Der Füllfaktor ist eine Zahl <1, die berücksichtigt, daß der Draht rund ist (also Luft zwischen den einzelnen Windungen liegt) und auch nicht mit optimaler Packungsdichte gewickelt wird. Auch die Lackisolierung sollte hier mit eingehen. Einfacher ist es wahrscheinlich, die Spule einfach neu zu wickeln, quasi geliche Geometrie und genauso voll. Dazu mußt Du den Draht kaufen und Dir nen Wickelkörper bauen etc. Daher ist der Vorschalg von HWS wirklich die einfachste und wohl auch billigste Lösung. Wickeln lassen geht natürlich auch - aber wenn der Wickler nicht gerade alles parat hat, dürfte das ganze teuer werden - ich schätze um 50€ oder sogar deutlich darüber.
Nochmal: Der Rat von HWS war bestimmt richtig, vielleicht hast Du eine andere Antwort erwartet - die aber aus besagten Gründen nicht bekommen - eben weil die Fragenach der Berechnung unrealistisch ist....
Viele Grüße
Hartwig
Gesamter Thread:
