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Was beeinflusst das magnetische Induktionsfeld (Elektronik)
» Hallo Kendiman,
»
» ich beschäftige mich bisher auch nur theoretisch mit diesem Gebiet. Auf
» Schatzsuche möchte ich nicht gehen. In den entsprechenden Foren finde ich
» auch nicht die genaue Funktionsweise beschrieben. Ich suche ein Verfahren
» mit dem ich einen Gegenstand nach aufbringen einer leitfähigen Farbe
» (Silberlack) unter Wasser detektieren kann.
» Kannst Du mir vielleicht den Unterschied zwischen dem TR/IB Verfahren und
» dem VLF Verfahren erklären? Ich finde dazu nichts, was es mir verständlich
» macht? Auch ist es mit schleierhaft, wie sehr die Begrifflichkeiten von
» verschiedenen Detektoren auseinander gehen?
»
» Aber vielen Dank für Deine bisherigen guten Antworten!
» Gruß
» Matte
Hallo Matte,
wenn man etwas in einem Medium (Erde, Wasser)finden will, so muß man die unterschiedlichen Eigenschaften des zu findenden Materials gegenüber der Umgebung wissen, denn nur was sich unterscheidet kann erkannt werden.
Auch die Größe ist entscheidend. Mit unseren Fingern können wir noch Gegenstände unter 1mm erkennen. Die Augen sind jedoch effektiver, Sie können noch kleinere Gegenstände erkennen. Mit einem Mikroskop geht es dann noch etwas weiter.
Alle bisherigen Suchgeräte sind dagegen recht blind. Sie sind sehr grob in der Abtastung. Man sieht es schon daran, daß man mit einer Suchspule einen Fläche mehrfach überstreichen muß, bis man einigermaßen den Fundort lokalisiert hat, Man gräbt dann eine Fläche mit einem Durchmesser von 0,5 m um, damit man den Gegenstand findet. Genauer wird es nicht gehen. Ist der Gegenstand klein oder tieferliegend, so wird es noch schwieriger. Unmöglich wird es, wenn man ein Suchgerät verwendet, daß die unterschiedlichen Eigenschaften nicht erkennt.
Darum gibt es unterschiedliche Suchgeräte.
Ich will mal das VLF-Verfahren erklären:
Eine Sendespule sendet ein elektromagnetisches Feld. Die
Abstrahlung erfolgt überwiegend in eine Richtung. Eine Empfangsspule hat eine bevorzugte Empfangsrichtung. Man ordnet beide Spulen so an, daß die Empfangsspule nur ein Minimum der abgestrahlten Feldlinien der Sendespule empfängt. Dazu muß die Umgebung frei von jeder eletromagnetischen Beeinflussung sein. Eisenmetalle im Wirkbereich der Sendespule ändern die Ausbreitung des elektromagnetisnen Feldes. Meist wird die Richtung des Feldes abgelenkt. Die Empfangsspule befindet sich damit nicht mehr im Minimum des elektomagnetischen Feldes. Dieser Umstand kann ausgewertet werden. Um die Eindringtiefe zu erhöhen, wird eine sehr geringe Frequenz benutzt (VLF = very low frequency).
Nur sehr niedrige Frequenzen dringen in den Erdboden bzw Wasser ein. Darum ist Funkbetrieb unter Wasser oder unter der Erde (fast) nicht möglich.
Um mit getauchten U-Booten Kontakt aufnehmen zu können, werden sehr niedrige Frequenzen benutzt. Die erforderliche Sendeantennen sind dementsprechend groß. In den USA ist darum eine 5000 km lange Antenne im Erdreich vergraben.
Um Mauerreste im Erdreich detektieren zu können, die sich durch die unterschiedliche Dichte unterscheiden, kommen Bodenradargeräte zu Einsatz.
Bedenken habe ich beim detektieren von Leitsilber unter Wasser. Die Masse ist sehr gering. Zudem kenne ich keine detektierbaren Unterschiede. das wären z.B. die Dichte, die magnetischen Werte, elektrisch Werte und weitere.
Alle Geräte mit einer oder mehreren Suchspulen nutzen die magnetischen Eigenschaften des zu suchenden Objektes.
Den besten Erfolg hat man mit Eisenmetallen.
Gruß Kendiman
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