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Stepup/Kaskade für Micro-Energy-Harvesting (Elektronik)
Zur Mikrowellenkanone:
Das kann so nicht funktionieren.
1. ist ein handelsüblicher Spiegel für Sat-Anlagen zu klein, für eine gute Bündelung müßten es mehr als 2 Meter Durchmesser sein
2. würden die Blechteile der Autokarosserie den größten Teil der Mikrowellenstrahlung reflektieren und nur einen Bruchteil durch die Ritzen hineinlassen
3. ist die Wummerelektronik überraschend einstrahlungsfest (bei manchen Leuten müßten sonst 20* am Tag die Scheiben platzen wenn einer anruft, das wäre mal ein etwas anderer Handy-Klingelton)
Zur Energiegewinnung durch Schall:
Was man für gewöhnlich als Lärm empfindet hat Leistungen von weniger als 1mW / m^2 , da kann auch das beste Mikrofon nichts brauchbares mehr herausholen. Das einzige was funktionieren könnte wäre ein paar von diesen Körperschallschwingern neben eine Autobahn zu legen.
Zum eigentlichen Thema:
Ich habe die c't nicht gekauft oder gelesen und kann zu deren Artikel nichts sagen, aber exakt das gleiche Experiment wurde vor ein paar Wochen erst in "Forschung Aktuell" auf dem Deutschlandfunk beschrieben. Ein ähnlicher Effekt wurde vor ein paar Jahren auch schon mal in der Zeitschrift "Spektrum der Wissenchaft" beschrieben, da entstand die Spannung zwischen einer Metallplatte die im Wasser hing und einer zweiten gleichen die im Schlamm eingebettet lag.
Das alles fällt unter den Oberbegriff "biologische Brennstoffzelle", andere schöne Suchbegriffe sind z.B. "Membranpotential"; "Konzentrationskette" oder auch "Sedimentbatterie".
Die Spannungsdifferenz entsteht dadurch daß lebende Zellen zwischen zwei verschiedenen Räumen z.B. Erdboden und Baumstamm verschiedene Ionen transportieren und somit Konzentrationsunterschiede schaffen.
Leider wird sich aber trotz der biologischen Energiequelle auch weiterhin eine der beiden Eisenelektroden auflösen und zwar der Minuspol, dauerhaft funktionieren würde es nur mit Elektroden aus Platin; Grafit und ähnlichen Edelmetallen.
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