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Operationsverstärker (Elektronik)
Hallo liebes Forum,
ich habe folgendes Problem:
Zur Messung der Stärke eines Magnetfeldes habe ich eine Hallsonde zur Verfügung.
Die Hallsonde liefert kleine Spannungen welche proportional zu der Magnetfeldstärke sind.
Je nachdem mit welchem Magnetfeld ich die Hallsonde durchsetze, liefert diese mir kleine Spannungen
(minus oder plus) im mV Bereich.
Da dieses Signal in einem PC weiterverarbeitet werden soll, soll es vorher verstärkt werden.
Dafür wird ein nicht linearer Operationsverstärker verwendet.
Hier sei angemerkt: Der Operationsverstärker ist in ein Kunststoffgehäuse eingebaut.
Man versorgte ihn einfach mit +15V, GND und -15V, lieferte das Eingangssignal von der Hallsonde über
ein BNC-Kabel und konnte das verstärkte Signal wieder mit einem BNC abgreifen.
Das ganze funktionierte auch einwandfrei. Die Signale wurden je nachdem welche Verstärkund
eingestellt wurden verstärkt. Änderte man die Eingangsspannung,
so änderte sich auf die Ausgangsspannung.
Nun sollte im Rahmen einer HiWi-Stelle an der Universität die Spannungsversorgung verschiedener Geräte
(unter anderem auch dieses Operationsverstärkers) vereint werden, um Platz zu sparen.
Ich entschied mich den Operationsverstärker neu auf eine Platine zu löten um platzsparend zu arbeiten.
Ist auch nicht weiter wichtig.
Das blöde an der Sache ist: Nach meinem Nachbau geht weder der alte noch der neu
nachgebaute Operationsverstärker mehr. Ich habe ein Schaltbild angehängt.
Es handelt sich um den Verstärker: "OP07".
Zum Schaltplan: Oben liegen die +15V und -15V zum Potential GND unten. Die Widerstände und Kapazitäten
sind eingezeichnet. Der Schalter S dient dazu, die Verstärkung zu verstellen: 10x, 50x, 100x, 500x.
An "IN" wurde mit einem Lötstift einfach das Eingangssignal (Hallsonde)
angelegt und an "OUT" abgegriffen. Eigentlich klar soweit.
Nur da wo Punkte sind, besteht wirklich eine leitende Verbindung.
Folgendes habe ich probiert: Die erforderlichen Spannungen angeschlossen und ein Spannung im
mV Bereich angelegt (um die 0.01V).
Die niedrigste Verstärkung liefert dann etwa 4V. Alle höheren einen Wert von 14.5 V. Interessant ist,
dass das Eingangssignal keinerlei Auswirkungen mehr auf das Ausgangssignal hat!!!
Die Ausgangsspannungen bleiben anscheinend konstant.
Es gab zwischenzeitlich Probleme mit der Schaltung (aus anderen Gründen) wodurch es einmal
zum Kurzschluss zwischen -15V und GND kam. Vielleicht ist dadurch etwas kaputt gegangen?
Den OP hatte ich natürlich schon im Visier (dass er evtl kaputt ist), aber daran lags auch nicht.
Bin jetzt zu Hause und habe Ferien. Habe versucht (da mir keine +-15V zur Verfügung stellen)
das mit +15V zu simulieren. Den "-15V" Kanal hab ich dann auf GND gelegt.
Sollte ja keinen Unterschied machen oder? Kam genau dasselbe raus.
Konstante Spannungen - auch bei Änderung des Eingangssignales.
Hat noch jemand einen Tipp was ich noch zur Fehlersuche probieren könnte? Ich bin als
Physiker Frustationen gewöhnt, aber dieser Signalverstärker treibt mich in den Wahnsinn :D
Darum bitte ich die Elektrotechniker auf die Bühne ![]()

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