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Signalbreite von Sensoren (Elektronik)
Hallo Jan,
ich bin nicht sicher, ob sich noch nachvollziehen läßt, wo dieser Standard her kommt. In der Steuerungs/Regelungstechnik ist die Stromschleifenschnittstelle offenbar von Beginn an eingesetzt worden, also etwa seit den 50er Jahren. Zuvor hatte man aber schon lange in der Telekommunikation gute Erfahrungen mit Stromschnittstellen gemacht (auch unser altes analoges Telefon beruht ja darauf!) Wichtig wurde dies dann bei den Fernschreibsystemen ( 40mA Stromschleife), daraus entstand dann später RS232, noch später auch mit 20mA. Die analoge Signalübertragung in der Meßtechnik kann also durchaus durch die Telekommunikation beeinflußt worden sein. Die Vorteile (Störsicherheit, siehe Posting von Thomas) liegen klar auf der Hand. Wichtig ist auch, daß der Einfluß der Leitungslänge keine Rolle spielt, so lange die treibende Spannungsquelle ausreicht. Damit ist der Vorteil der Stromschleifenschnittstelle in industrieller Umgebung wie Hüttenwerken oder Raffinerien eigentlich klar. Standard war/ist auch 0-20mA. 4-20mA (life zero) bringt weitere Vorteile: man erkennt sofort eine Leitungsunterbrechung. Auch ist auf diese Art eine Energieversorgung von z. B. Sensoren über die Signalleitung möglich, da ja auch im Ruhezustand immer Strom fließen muß. Es gibt (gab??) auch andere Standards wie z. B. 10-50mA - offenbar ist das aber nicht mehr gebräuchlich.
Ich gehe also davon aus, daß die Erfahrungen aus der Telekommunikation sowie praktische Bedürfnisse in der analogen Meßtechnik zu diesen Standards geführt haben, die eigentlich Hervorhebung von 4-20mA kann dann natürlich schon auf Marktdominanz von Herstellern oder Anwendern zurückgehen. (siehe Posting von Sebastian, nur kann ich das aus dem Link nicht nachvollziehen).
Viele Grüße
Hartwig
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