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Frage zu SN7404 6-fach Inverter (Elektronik)
» »Hallo,
»
» » Das ist, wennst keinen Oszillator machen willst, klar - ein Unsinn.
» » Das schwingt wie verrückt, stimmt.
»
» nicht unbedingt. TTL-Inverter haben eine relativ geringe Verstärkung. Bei
» direkter Rückkopplung wird sich eher ein logisch undefinierter aber
» stabiler Zustand einstellen. Ich kann mich an Schaltungsveröffentlichungen
» erinnern, in denen Analogverstärker mit TTL-Invertern aufgebaut wurden.
» Übrigens legt man unbenutze Eingänge von TTL-Gattern oder Invertern
» vorzugsweise auf Masse, da die meisten Gatter dann weniger Strom
» verbrauchen.
»
» Jörg
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Hallo Jörg,
Ganz genau so ist es. 
Ja, das ist ja nichts anderes - die Endstufe ist ein stink einfacher komplementär Ausgang,
lediglich die Vorstufe ist etwas abgewandelt - ein Transi mit mehrere Emitter.
Wennst da mit den noch älteren Analogrechner vergleichst,
siehst wie frapierend ähnlich die OPV's zu den ECL, DTL, TTL waren / sind.
ok, die Endstufe hat auch eine leichte Änderung erfahren - angepasst auf die
gewollten Logikzustände, die beim Analogrechner nicht sind.
Habe ich auch gemacht - einen Digitreiber, bzw. Inverter als Analogverstärker zu verwenden.

7404-Innenschaltung

7405-Innenschaltung
Beide sind Inverter, nur eben der 7405 Open-Kollektor,damit spart er einen Transi und Diode ein.
Meist verwandte ich die Digis von Fairchild und Texas Instruments.
Noch ein paar Beispiele:

-->
Das logische kurzschließen würde ich trotzdem nicht machen, da unvorhersehbare Zustände passieren können.
Es ist auch tatsächlich so, dass ein Gate auf das andere ein Übersprechen hat.
Je höher die Frequenz um so niedriger die Übersprechdämpfung. eh klar....
==> Dann kommt die Meldung von Klaustal zum Tragen, fällt sogar sehr ins Gewicht.
Floatet nun ein Eingang, weil er nicht richtig abgeschlossen ist, macht er Müll auf der "Leitung",
was zB. für ein Register, bzw. FF fatal sein kann - die Flanken gesteuerten FF lieben so etwas,
sie reagieren sofort darauf.
Damit wird auch die ganze Logik-Schaltung unvorhersehbar.
TTL wird üblich gegen GND abgeschlossen. ok.
Ist aber nicht immer gewünscht, weil ich vielleicht einen passenden
logischen Zustand brauche, daher sollte man sich überlegen,
was ich gegen High, bzw. Lo abschließen will.
Dessen Ausgang kann ich dann als permanenten zudem definierten logischen Zustand verwenden.
Es ist ja ein Treiber, und die Versorgung wird anders belastet.
Plus oder GND ist nicht das gleiche wie high oder low.
Ich muss ja auch die Logik-Spannungsbereiche berücksichtigen, bei TTL vor allem den verbotenen Bereich.
Es ist auch was anderes, wenn ein Eingang gegen low - so auf 0,6V (normal)
also unter 0,8V (Herstellergarantie)oder gleich gegen 0V runtergeprügelt wird.
Die 0,6V Hub können im Feld ordentlich "rum-eiern".
Die GND - Plattform würde dann nicht mehr stimmen.
Selbst wenn gegen GND gelegt wird, sollte ein kleiner R (< 1k reicht, paar zig/hdt Ohm)
in Serie geschaltet werden, gegen Plus ein größerer R
(< zig k reicht - da sollte man schon auf Strom tüfteln) sowieso.
--> Abgesehen vom Stromverbrauch, ringen(läuten) die Eingänge, bzw. schwingen auf der Versorgung mit.
Ok, bei den alten TTL ist's sehr träge, kann aber bei hohen Frequenzen sehr wohl eine
Leiterplatten-Laufzeit verursachen.
Ok, kommt auch sehr stark auf die Anwendung an, -> ist's mehr eine statische Platte, oder doch schon
eine mit vielen und vor allem schnellen Pegelwechsel..... etc....
--> Eine stehende Welle auf der Leiterplatte, quer drüber, geht denn das?
Einen HF-Bastler wird das sicher freuen, wenn er mit seinen Messgeräten ausrücken darf.
--> Ich glaube, das war auch mit ein Grund für den Beginn / "Geburt" der EMV - Richtlinien,
die uns heute das elektronische Leben so schwer machen.
Überall wird EMV gebrüllt, und die wenigsten interessiert's.
Waren ein paar Gedanken
Grüße
Gerald
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...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER!
Feigling!"
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