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Steuerspannung am IC Amp TDA 1013 B (Elektronik)
» Hi,
»
» ich habe vor einen Verstärker mit dem dem Amplifier-IC TDA 1013 B zu
» bauen. Dieser hat einen Eingang für eine Steuerspannung zur regulation der
» Verstärkung.
»
» Datenblatt:
» http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/philips/TDA1013B_CNV_2.pdf
»
» Dem Diagramm auf Seite 8 entnehme ich, dass der IC bei einer
» Steuerspannung von mehr als 6,5 V die maximale Verstärkung erreicht.
»
» Da ich keine zusätzliche Lautstärkeregelung benötige, stellt sich mir die
» Frage ob ich den IC zerstöre wenn ich an eben diesen Steuereingang einfach
» meine 12-18V Versorgungsspannung anlege. Und falls ja, wie kann ich
» berechnen wie groß ein entsprechender Vorwiderstand sein müsste?
»
» Ist es überhaupt sinnvoll mit der Steuerspannung auf oder sogar über 6,5V
» zu gehen oder treten dann Komplikationen wie Übersteuerung etc. auf?
»
» Gruß
» MKM aka Michel
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Hallo Michel,
Schau mal auf Seite 8:
Da findest das passende Diagramm.
Die Steuerpannung geht von 2V bis 6,5V lt. Diagramm-Ausdruck.
Bis ca. 5,5V ist Verstärkung - eher Abschwächung ziemlich linear und landet dort bei Vollaussteuerung - 0dB.
Darüber ist die Aussteuerung der Verstärkung stark gekrümt und dreht in den Strombereich.
Bei über 6,5V (das ist der Messwert - Endwert, wo der Hersteller aufgehört hat zu messen, weil dann bis zur Zerstörung sich nur mehr der Strom und nicht die Verstärkung ändert.
Der Verstärker ist damit in Sättigung.
Legst nun die volle Versorgung an, kannst damit rechnen, dass er zerstört wird.
Bis 6,5V wurde gemessen, und berechnet(gemessen), dass dann eine Verstärker-Verlustleistung von 4Watt mit einem Klirrgrad von 10% erreicht sind. Da brauchst auch das Bild 7 dazu.
Ab 5,5V übersteuert der Verstärker (so bei knapp über 3Watt, Bild 7 mit Bild 8 zusammenführend).
Beide Oszilloramme gehören zusammen.
Das wäre der Gedanke danach, unter einem Klirrgrad von 10% zu bleiben.
Auf der rechten Hälfte hast noch das Diagramm wieviel Steuerstrom per Aussteuerung fließt.
Gleichzeitig siehst auch in Bild 7 die Harmonischen Verzerrungen, bis 3Watt unter 1% (auch lt. Seite 2 ist die Kante gut sichtbar mit bis 2,5W unter 0,15%)
- entspricht dem Bild 8 die lineare Kurve der Verstärkung.
Und danach schnellt sie hoch in die Übersteuerung.
Unter 2V hast keine Verstärkung, da ist der Verstärker zu.
=> Wennst die Beschreibung liest, entnimmst dann, dass er einen spannungsgesteuerten Verstärker (VCA) eingebaut hat
-- der regelbare Vorverstärker).
Der hat dazu schon die logarithm. Steuerkurve, so dass nur mehr ein lineares Poti benötigt wird.
Die notwendigen Referenzspannungen bietet der VCA mit an.
Die Endstufe ist getrennt ausgeführt, damit kannst eine kapazitive Kopplung (musst sogar) machen, bzw.
auch Kondi-getrennt externe Signalquellen in die Endstufe einspeisen. ZB. via Mehrfach-Drehschalter, wie es oft gemacht wird.
Grüße
Gerald
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