Forum
Toaster Timer-Schaltung (Elektronik)
» Hallo,
»
» interessant zu erfahren.
» Kann es sein, dass andere Fehlfunktionen von Toastern auf ähnliche Gründe
» zurück zu führen sind? Fehlerhafte Nietungen und daraus resultierende
» Probleme bei der Spannungsversorgung?
» Wäre doch mal überlegenswert eine Toaster-Analyse durchzuführen. Welchter
» Toster ist wie aufgebaut - um dann einen Workaround zu ersinnen?
» Vielleicht auch noch mit einer sicheren Ersatzbeschaltung.
»
» Gruß
»
» Ralf
» » 
Da will ich mal noch schnell antworten ehe der Patrick wegen der neuerlichen Spamattacke da weiter oben wieder eine Forumssperre verhängt.
Also ich glaube nicht das es sonderlich lohnt für Toaster, die ca. 30 EUR kosten großen Aufwand zu betreiben. Eine sichere Ersatzbeschaltung für die Stromversorgung des Timers samt Haltemagnet wäre ein kleiner Winztrafo der die ca. 0,8 Watt aufbringt. Der Elektromagnet hat 240 Ohm - siehe Bild - und benötigt deshalb mit seinen ca. 60 mA den meisten Strom. Ein Kondensatornetzteil wäre vielleicht auch noch machbar. Platz genug wäre vorhanden.

Da ich nichts wegwerfen kann habe ich den alten Toaster natürlich zerlegt und Verwertbares einsortiert. Hier ein Bild von der Heizplatte mit der defekten Nietung:

Die obere Nietung ist die Anzapfung an der die 15 Volt abgegriffen werden und die untere ist die defekte. An den mit angenieteten Kabelschuh sind zwei Leitungen angeklemmt gewesen, eine für die 230V Zuleitung und die andere war die Masse- bzw. Minuszuleitung zur Elektronikplatine. Das ganze Metallkram von der Nietung, also der Niet selber, eine Unterlegscheibe und der Kabelschuh sind so weich, das ein neuerliches Nachnieten wohl auch nicht lange gehalten hätte. Man hätte die Stelle vielleicht schrauben können, aber ob das lange vorgehalten hätte weiß man nicht. Ausserdem ist dieses Glimmerzeugs auf das die Heizwicklung aufgewickelt ist so spröde, das es bei der geringsten Belastung wegbröselt. Ausserdem, wie ich schon schrieb, stinkt das ganze Ding dermassen pervers, das jede Scheibe Toast danach schmecken würde, selbst wenn sie es real nicht tut
Zum Schluss noch ein Bild von der Platine:

Obwohl rund um den verbrannten Widerstand alles ziemlich wüst aussieht, timert der Timer noch, erstaunlich.
Nebenbei gesagt, der kleine Gnubbel links neben dem verbrannten Widerstand ist ein NTC. Der Widerstand wird auch im normalen Betrieb ziemlich warm und heizt somit auch den NTC auf. Der NTC sitzt an den zeitbestimmenden Widerständen vom Timer und verändert die Toastzeit so, das auch bei kurz hintereinander stattfindenden Toastvorgängen der Bräunungsgrad immer gleich blieb. Unser neuer Siemens-Toaster, der übrigens keine Heizwicklung sondern Quarzglas-Heizstäbe hat, hat solch einen Zeitausgleich offenbar nicht. Beim zweiten Toast-Durchgang wird alles deutlich dunkler.
So hoffentlich habe ich nicht zu sehr gelangweilt. Aber wenn es wieder eine Forumssperre gibt, dann habe ich wenigstens schnell nochmal etwas geschrieben.
![]()
Gesamter Thread:
