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HDT(R)

E-Mail

13.04.2019,
08:34
 

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen? (Elektronik)

Hallo!
Habe ein Problem mit dem Löten von DC-Buchsen für Hohlstecker. Die Dinger sind von Lumberg (1614-09), also eigentlich gute Qualität. Lötfahnen aus Edelstahl. Leider nicht sonderlich zum Löten vorbereitet. Und somit gibt es auch Probleme.

Was wäre zu empfehlen?
Spezielles Flussmittel oder spezieller Lötdraht (bleifrei)?

Stone(R)

E-Mail

Leipzig,
13.04.2019,
09:07

@ HDT

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen?

» Hallo!
» Habe ein Problem mit dem Löten von DC-Buchsen für Hohlstecker. Die Dinger
» sind von Lumberg (1614-09), also eigentlich gute Qualität. Lötfahnen aus
» Edelstahl. Leider nicht sonderlich zum Löten vorbereitet. Und somit gibt es
» auch Probleme.
»
» Was wäre zu empfehlen?
» Spezielles Flussmittel oder spezieller Lötdraht (bleifrei)?

Die Lötfahnen sind aus Messing vernickelt.
Einfach die Oberfläche der Kontakte etwas anrauhen. (z.B. feines Sandpapier)
Dann kann Lötdraht benutzt werden.


cmyk61(R)

E-Mail

Edenkoben, Rheinland Pfalz,
13.04.2019,
10:24

@ Stone

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen?

HI,

zunächst würde ich mal den Hersteller Lumberg kontaktieren um von einem Anwendungstechniker Rat bezüglich der Lötbarkeit einzuholen.

ZUm Thema fand ich auch noch folgenden Beitrag:

https://www.hausjournal.net/nickel-loeten

Gruß
Ralf


» » Habe ein Problem mit dem Löten von DC-Buchsen für Hohlstecker. Die
» Dinger
» » sind von Lumberg (1614-09), also eigentlich gute Qualität. Lötfahnen aus
» » Edelstahl. Leider nicht sonderlich zum Löten vorbereitet. Und somit gibt
» es
» » auch Probleme.
» »
» » Was wäre zu empfehlen?
» » Spezielles Flussmittel oder spezieller Lötdraht (bleifrei)?
»
» Die Lötfahnen sind aus Messing vernickelt.
» Einfach die Oberfläche der Kontakte etwas anrauhen. (z.B. feines
» Sandpapier)
» Dann kann Lötdraht benutzt werden.
»
»
»

Sel(R)

Radebeul,
13.04.2019,
13:44

@ HDT

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen?

» Hallo!
» Habe ein Problem mit dem Löten von DC-Buchsen für Hohlstecker. Die Dinger
» sind von Lumberg (1614-09), also eigentlich gute Qualität. Lötfahnen aus
» Edelstahl. Leider nicht sonderlich zum Löten vorbereitet. Und somit gibt es
» auch Probleme.
»
» Was wäre zu empfehlen?
» Spezielles Flussmittel oder spezieller Lötdraht (bleifrei)?

Lumberg liefert eigentlich sehr gute Qualität. Absolut nicht zu vergleichen mit billigeren Produkten.

Besser löten lassen sich die Anschlußfahnen, wenn du sie vorher verzinnst. Stelle dabei die Lötkolbentemperatur auf ca. 350°C bis 380°C ein. Mit weniger Temperatur gehts wirklich schlechter. Kannst normales "verbleites" Lötzinn nehmen. Als Flußmittel zusätzlich ganz normales Kolophonium kann nützlich sein. Den Draht lötest du später mit normaler Temperatur an (ich wähle da immer 310°C).

LG Sel

--
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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

RR

13.04.2019,
17:17

@ HDT

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen?

In schwierigen Fällen nehme ich immer Löthonig
(Conrad 811114). Damit kriegt man auch die kleinen
Lötaugen auf Platinen sauber.
Gruß RR

xy(R)

E-Mail

13.04.2019,
17:28

@ RR

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen?

» In schwierigen Fällen nehme ich immer Löthonig
» (Conrad 811114).

Das ist nichts weiter als eine sehr dicke Kolophoniumlösung.

Sel(R)

Radebeul,
13.04.2019,
18:21

@ xy

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen?

» » In schwierigen Fällen nehme ich immer Löthonig
» » (Conrad 811114).
»
» Das ist nichts weiter als eine sehr dicke Kolophoniumlösung.

Eben. Deswegen kann man gleich festes Kolophonium mitsamt Lötzinn und Lötkolben an die Lötaugen halten. Auch wenn man den Lötkolben ins (feste) Kolophonium tunkt, dann bleibt ein Tropfen hängen, den man zum Löten benutzen kann, für paar Sekunden ist der Tropfen verwendbar.
Andere Variante wäre zu Pulver zerstoßenes Kolophonium zu verwenden (kann man in einem Mörser machen). Das ist aber eine klebrige Angelegenheit. Ich verwende pulvriges Kolophonium, wenn ich widerspenstige Litze verzinnen möchte.

LG Sel

--
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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

HDT(R)

E-Mail

13.04.2019,
19:09

@ Sel

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen?

» » » In schwierigen Fällen nehme ich immer Löthonig
» » » (Conrad 811114).
» »
» » Das ist nichts weiter als eine sehr dicke Kolophoniumlösung.
»
» Eben. Deswegen kann man gleich festes Kolophonium mitsamt Lötzinn und
» Lötkolben an die Lötaugen halten. Auch wenn man den Lötkolben ins (feste)
» Kolophonium tunkt, dann bleibt ein Tropfen hängen, den man zum Löten
» benutzen kann, für paar Sekunden ist der Tropfen verwendbar.
» Andere Variante wäre zu Pulver zerstoßenes Kolophonium zu verwenden (kann
» man in einem Mörser machen). Das ist aber eine klebrige Angelegenheit. Ich
» verwende pulvriges Kolophonium, wenn ich widerspenstige Litze verzinnen
» möchte.
»
» LG Sel


Danke euch allen!
Dass das Messing vernickelt ist, war mir entgangen. Danke für den Hinweis!
Da nicht nur ein paar Stück zu Löten sind, entfallen zeitaufwändige Vorbereitungen. Trotzdem hatte ich vorige Woche bei zwei Stück schon das Vorverzinnen versucht. Heiß und schnell (450 Grad) und mit meinem Lieblingsflußmittel "Löthonig". Die Folge war, dass die beiden Buchsen danach ruiniert waren, und zwar hatten sie keinen guten Kontakt mehr am Mittelpin. (Der ist mit einer Art Hohlniete am Kunststoff angepreßt und das verträgt die Hitze nicht.) Mich an Lumberg zu wenden, werde ich mir ersparen.

Die Lötfahnen liegen an zwei auf der Platine eingelöteten Stiften an und werden dort nur noch angelötet. Das geht eigentlich in 2 bis 3 Sekunden mit 450 Grad. nur hatten wir bisher bei der Serienfertigung auf Löthonig oder sonstiges verzichtet. Ich denke, mit Löthonig muß es eigentlich gehen. Es erfordert nur mehr Aufmerksamkeit und auch Endkontrolle, als gedacht. Insgesamt: Das bleifreie Löten macht keine große Freude. Hab schon extra Lötdraht mit hohem Silberanteil, vielleicht ist gerade das für Nickel verkehrt. Da muß ich experimentieren.

Sel(R)

Radebeul,
13.04.2019,
19:42

@ HDT

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen?

»

Ohne Vorverzinnen kommst du nicht weiter. Die Kontaktflächen sind zu unterschiedlich! Und 450°C ist wirklich zuviel.

LG Sel

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simi7(R)

D Südbrandenburg,
14.04.2019,
12:23

@ Sel

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen?

» »
»
»
» Ohne Vorverzinnen kommst du nicht weiter. Die Kontaktflächen sind zu
» unterschiedlich! Und 450°C ist wirklich zuviel.
»
» LG Sel

Heißer Tip (Achtung, Wortspiel):
Zinnbad verwenden. Gibt auch bei niedrigeren Temperaturen schnell viel Wärme ans Lötgut ab.
Lötstellen vorher mit Flussmittel versehen, dann kurz eintauchen. Da sollte nichts kaputt gehen.

xy(R)

E-Mail

14.04.2019,
13:42

@ simi7

Lötdraht oder Flussmittel für schwer lötbare Lötfahnen?

» Heißer Tip (Achtung, Wortspiel):
» Zinnbad verwenden. Gibt auch bei niedrigeren Temperaturen schnell viel
» Wärme ans Lötgut ab.
» Lötstellen vorher mit Flussmittel versehen, dann kurz eintauchen. Da sollte
» nichts kaputt gehen.

Nach dem eintauchen mit Gebläse kühlen, oder durch eintauchen in Spiritus kühlen.