Forum

Einloggen | Registrieren | RSS  

Hartwig

22.09.2009,
00:13

@ geralds

µA 748 mit 14 Pins: OP?; Nachtrag

» Kleiner Nachtrag:
»
» Signetics (Philips) hat den auch so gebaut:
»
»
» Sicher waren auch andere Hersteller an der 14 poligen Version beteiligt,
» nur habe ich momentan nichts gefunden.
»
» Gerald

Hallo,
das war damals offenbar üblich - auch TAA521 (=709), der 555 und viele andere ICs gabs im DIP14 (z. B. auch von TI). Ursprünglich hatten viele Analog-ICs ja das 8-pin TO 100 Metallgehäuse, alternativ dann DIP14. Ich kann mir vorstellen, daß das vielleicht auch durch die Bestückungsautomaten bedingt war.
HArtwig

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
22.09.2009,
00:43

@ x y

µA 748 mit 14 Pins: OP?; Nachtrag

» » Sicher waren auch andere Hersteller an der 14 poligen Version beteiligt,
»
» » nur habe ich momentan nichts gefunden.
»
» Der 748 ist eine Entwicklung von Fairchild, basierend auf dem legendären
» 702 von Bob Widlar. Kennste den noch?

---
persönlich nicht, leider.
In der Lehre hatte ich von ihm gehört.
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Widlar

Zumindest,.... es waren damals einige Highlights an Aha-Erlebnissen.
Da werde ich gleich direkt nostalgisch.
Die ITT-Austria, Alkatel, war damals voll von 'hohen' Persönlichkeiten aus der
Elektronikwelt, "Silicon Valley Austria".
So wie man die Siemens, ITT, Kapsch, Philips -Bande damals nannte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Silicon_Valley

Ich durfte in der Lehre ganz früh mit dem Intel 8008
(den durfte ich nur sehen und im Datenblatt studieren), 8080 und 8085 spielen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Intel_8008

Die Ti's 74xx waren der Standard, die CMOS 4xxx scheute ich anfangs,
weil zu heikel wegen der statischen Entladung.

Der 741er war da "überall" zu kriegen - weil "DER" OPAMP.
Es war schon auch für mich was besonderes.
Gerade die Anfänge der IC's mitzukriegen, weil aus der Welt der Relais kommend.
Diesen 741er hatte ich viel im Elektors Formant Synthesizer
(war mein erstes Bastel-Projekt) und später anders verwendet.
Ganz teuer war der Fairchild's temp. kompensierte Dual-Transistor uA726.
- Der war im VCO des Formant als Kernbauteil drinnen.
War damals auch schwer zu kriegen.

Naja, mit etwas Nachdenken kommen mir so manche Erinnerungen.

(die obigen Links waren für die anderen jüngeren interessierten
Leser gedacht; ich weiß du kennst alles)

---

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

Hartwig

22.09.2009,
00:46

@ x y

µA 748 mit 14 Pins: OP?; Nachtrag

Den 702 kenn ich nur aus Datenblättern, hab den nie in den Fingern gehabt. Der muß auch ziemlich teuer gewesen sein. Ich kenn aus der Zeit diese OPs im schwarzen Modulgehäuse von BurrBrown, Teledyne Philbrick, Analog Devices usw. Aber das war auch die "auslaufende" Röhrenzeit mit Chopperverstärkern usw. - und richtig - Analogrechner gab es ja auch noch - Mathematik zu Anfassen! Und da hörte man nach dem einschalten der Rechner so schön das Summen der Chopperverstärker (Telefunken RA741 - hatte aber wohl nix mit dem IC zu tun....)
Hartwig

x y

22.09.2009,
00:54

@ geralds

µA 748 mit 14 Pins: OP?; Nachtrag

» » Der 748 ist eine Entwicklung von Fairchild, basierend auf dem
» legendären
» » 702 von Bob Widlar. Kennste den noch?
»
» ---
» persönlich nicht, leider.
» In der Lehre hatte ich von ihm gehört.
» http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Widlar

Ich hatte eigentlich den 702 gemeint, eine üble Mimose, fast so wie Bob. Der ist allerdings nicht gleich tot umgefallen, wenn man ihn mal falsch angequatscht hat.



» Ich durfte in der Lehre ganz früh mit dem Intel 8008
» (den durfte ich nur sehen und im Datenblatt studieren), 8080 und 8085
» spielen.

Jungfuchs. ;-)

x y

22.09.2009,
00:58

@ Hartwig

µA 748 mit 14 Pins: OP?; Nachtrag

» Den 702 kenn ich nur aus Datenblättern, hab den nie in den Fingern gehabt.
» Der muß auch ziemlich teuer gewesen sein.

Oh ja, und bekommen haben den eh nur Kunden aus MIL und Aero, ca USD 300,-/Stk., anno 1963. Der 709 (auch von Bob) war dann schon deutlich erschwinglicher, so USD 50,-/Stk., anno 1965/66.

Verdammt lang her.

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
22.09.2009,
00:59

@ Hartwig

µA 748 mit 14 Pins: OP?; Nachtrag

» » Kleiner Nachtrag:
» »
» » Signetics (Philips) hat den auch so gebaut:
» »
» »
» » Sicher waren auch andere Hersteller an der 14 poligen Version beteiligt,
»
» » nur habe ich momentan nichts gefunden.
» »
» » Gerald
»
» Hallo,
» das war damals offenbar üblich - auch TAA521 (=709), der 555 und viele
» andere ICs gabs im DIP14 (z. B. auch von TI). Ursprünglich hatten viele
» Analog-ICs ja das 8-pin TO 100 Metallgehäuse, alternativ dann DIP14. Ich
» kann mir vorstellen, daß das vielleicht auch durch die
» Bestückungsautomaten bedingt war.
» HArtwig

---
ja, soweit ich mich erinnere, stimmt es mit den Bestückungsautomaten,
so sich das so manche Firma leisten konnte.
Damals waren auch die "Geheimnisse" sehr geheim.
Und es trieb Blüten! Überall sproßten die Hersteller aus dem Boden.

Ich denke schon die ganze Zeit nach, so im Ohrklang war es so,
dass man sie einheitlich in den 14 poligen Sockel reinstecken konnte.
Sowohl die 8 poligen und 14 poligen waren "Pinkompatibel"
(Vorläufer vom JEDEC behaupte ich mal; voll durchgesetzt bei den RAM und ROM Speichern)
mit dem Nebengdanken "alles sei teuer, daher Sockel sparen".
War ziemlich sicher so oder so ähnlich gemeldet worden.

Man sparte auch am teuren Silicon-Speicher,
16KB 64KB 128KB wow! -> jetzt heute 1000GB, na und?

Dumm gelaufen war es lediglich bei den Kompensationsanschlüssen,
falls das Layout dieses nicht berücksichtigte.
Und bei den Mehrfach-IC's, wennst denkst, da ist eh ein einfacher drinnen.

Gerald

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
22.09.2009,
01:12

@ x y

µA 748 mit 14 Pins: OP?; Nachtrag

»
» Ich hatte eigentlich den 702 gemeint, eine üble Mimose, fast so wie Bob.

Hoppla, ok, -- da müßte ich in meinen Unterlagen im Keller nachsehen.
........ Die habe ich da noch irgendwo ....»
»
studieren), 8080 und 8085
» » spielen.
»
» Jungfuchs. ;-)

Tja, kann schon sein, kann aber auch nicht sein.... :cool:
Leider sehen wir einander hier nicht, um abschätzen zu
können wieviel Stirnfalten sich bereits angesammelt haben.

---

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Zürich (Schweiz),
22.09.2009,
12:34

@ Hartwig

µA 748 mit 14 Pins: OP?

» Hallo,
» wieso ur-alt??

Weil es ihn schon vor vielen Jahrzehnten gab. Das ist meinerseits keine abschätzige Bemerkung.

» Texas hat den noch als "Active" im Programm:-)

Warum nicht? Als Ersatz sind 741 und 748 bestimmt noch immer gefragt. Es wäre schlecht, wenn man nur deswegen ganze Prints wegschmeissen muss, weil ein anderer Opamp, aus welchen Gründen auch immer, als Ersatz nicht richtig arbeitet.

» Vor mir liegt hier ein ML709C, Fertigungscode 7142 im DIL14-Gehäuse.

Jaja, an den kann ich mich so anfangs der 1970er-Jahre noch erinnern. Dieser Opamp erfuellte den damaligen Spruch: Willst Du ein Verstärker, erhältst Du ein Oszillator und willst Du ein Oszillator erhältst Du ein Verstärker. :cool: :-P :cool:

» Und dann erst der BC109C im Metallgehäuse der hier auch rumfliegt -
» Erinnerungsstück, der hat mal richig Geld gekostet - wenn ich mich recht
» erinnere pro Stück 7,50DM + Umsatzsteuer, damals bei Kluxen in Hamburg....
» lange her.

Dieser BC109C (C fuer eine Stromverstärkung bis zu 900) war damals auch wegen seinem niedrigen Rauschen einsame Klasse. Landete oft in Mikrofonverstärkerschaltungen...

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
http://tinyurl.com/timerbuch
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
http://tinyurl.com/opamp-instrumamp-buch

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Zürich (Schweiz),
22.09.2009,
12:41

@ Hartwig

µA 748 mit 14 Pins: OP?

»ganz zu schweigen von Endstufen mit dem
» 2N3055 (der von RCA hat eine geilen Klang!!),

Der von RCA hiess aber BD182 und er war nicht im Alu-Gehäuse. Er sah eher nach Deluxe aus. :cool: :ok: :cool:

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
http://tinyurl.com/timerbuch
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
http://tinyurl.com/opamp-instrumamp-buch

olit(R)

E-Mail

Berlin,
22.09.2009,
12:55
(editiert von olit
am 22.09.2009 um 13:02)


@ schaerer

µA 748 mit 14 Pins: OP?

»
» Jaja, an den kann ich mich so anfangs der 1970er-Jahre noch erinnern.
» Dieser Opamp erfuellte den damaligen Spruch: Willst Du ein Verstärker,
» erhältst Du ein Oszillator und willst Du ein Oszillator erhältst Du ein
» Verstärker. :cool: :-P :cool:
»
Mein Labornetzgerät welches ich einst mit dem A109 (µA709) baute, war ein reiner Oszillator.
Wahrscheinlich hatte ich zu wenig Erfahrung das ding zu beruhigen. Mit einer Kombination aus LM723 und einem Festspannungsregler als Stromquelle ist dieses Netzgerät immer noch im ständigen Einsatz.

x y

22.09.2009,
12:59

@ schaerer

µA 748 mit 14 Pins: OP?

» »ganz zu schweigen von Endstufen mit dem
» » 2N3055 (der von RCA hat eine geilen Klang!!),
»
» Der von RCA hiess aber BD182 und er war nicht im Alu-Gehäuse.

Der BD182 ist eine andere Liga, nur 4A, dafür höhere Stromverstärkung. Und 2N3055 gabs auch von RCA, sogar als 100V Typ.

x y

22.09.2009,
13:01

@ olit

µA 748 mit 14 Pins: OP?

» Mein Labornetzgerät welches einst mit dem A109 (µA709) baute, war ein
» reiner Oszillator.
» Wahrscheinlich hatte ich zu wenig Erfahrung das ding zu beruhigen.

Das wundert nicht, mit der zusätzlichen Leistungsstufe war das letzte Quentchen Phasenreserve flöten. ;-)

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Zürich (Schweiz),
22.09.2009,
13:22

@ olit

µA 748 mit 14 Pins: OP?

» Mein Labornetzgerät welches ich einst mit dem A109 (µA709) baute, war ein
» reiner Oszillator.
» Wahrscheinlich hatte ich zu wenig Erfahrung das ding zu beruhigen.

Wenn Du ein zweites µA709-Netzteil gebaut hättest, waer aus dem ein Netzteil geworden, - rein statistisch gesehen. :-P :-D

» Mit
» einer Kombination aus LM723 und einem Festspannungsregler als Stromquelle
» ist dieses Netzgerät immer noch im ständigen Einsatz.

Und? Hast Du mit dem LM723 einen typischen OLIT-723-Lowdrop-Spannungsregler gebaut?

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
http://tinyurl.com/timerbuch
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
http://tinyurl.com/opamp-instrumamp-buch

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Zürich (Schweiz),
22.09.2009,
13:28

@ x y

µA 748 mit 14 Pins: OP?

» » Mein Labornetzgerät welches einst mit dem A109 (µA709) baute, war ein
» » reiner Oszillator.
» » Wahrscheinlich hatte ich zu wenig Erfahrung das ding zu beruhigen.
»
» Das wundert nicht, mit der zusätzlichen Leistungsstufe war das letzte
» Quentchen Phasenreserve flöten. ;-)

Es genügte schon wenn man sich dem µA709-Ausgang zu stark näherte. Das schätzte er gar nicht. :lol: :lol2: :lol3:

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
http://tinyurl.com/timerbuch
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
http://tinyurl.com/opamp-instrumamp-buch

olit(R)

E-Mail

Berlin,
22.09.2009,
13:31

@ schaerer

µA 748 mit 14 Pins: OP?

»
» Und? Hast Du mit dem LM723 einen typischen
» OLIT-723-Lowdrop-Spannungsregler gebaut?

Lowdrop-Spannungsregler kann man nicht gerade dazu sagen!