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mccracker(R)

29.07.2009,
02:08
 

Netzteil auslassten (Computertechnik)

Hi Leute.

Ich betreibe eine kleine Hardware-Testseite und habe nun meinen ersten Netzteiltest vor mir.
Da ich keine tausende von Euro besitzte um mir ne große Last zu besorgen hat man mir Drahtwiderstände empfohlen die ich dann jeweils an die 12V Leitungen hänge. Ich habe mir dann noch kleinere mit weniger Watt bestellt für die 3,3 und die 5VLeitungen.

Genauer gesagt wurden mir diese empfohlen welche ich bei Conrad bestellt hab:
WIDERSTAND DRAHT 50 W 5% 3R3
HOCHLASTDRAHTWIDERSTAND 5 W 3,3 OHM
WIDERSTAND DRAHT 25 W 5% 3R3

Nun meine Frage:
Wie kann ich die Auslasstung messen? Ich habe ein Multimeter, aber wie muss ich das machen das ich da die Gesamtauslastung des NTs erfahre?

Wäre echt toll wenn Ihr mir da helfen könntet, denn in dieser Hinsicht bin ich echt ein Noob und mache dies das erste Mal.

Gruß.

Thomas Z

29.07.2009,
07:55

@ mccracker

Netzteil auslassten

»
» Nun meine Frage:
» Wie kann ich die Auslasstung messen? Ich habe ein Multimeter, aber wie
» muss ich das machen das ich da die Gesamtauslastung des NTs erfahre?

nun jede Spannung(3,3 - 5 - 12 - -12 etc) mit 10 - 100% belasten und die Spannungswerte und den Strom messen. Damit ergeben sich die Leistungen dei einzelnen Spannungszeige und auch gleich eine Kontrolle wie gut die Regelung ist.
Sagt aber noch nix über den Wirkungsgrad des NT Alsoauch auf der netztseite die Leistung messen. Da ist allerdings ein gutes Messsystem notwendig da es sich um ein Schaltnetzteil handelt.
Google auch nach
Scheinleistung Wirkleistung Blindleistung damit du dich mit den Begriffen vertraut machst. Sollte bei einem guten Netzteil mit cos phi (auch gleich googeln) eigentlich kein Thema sein.
Da du aber testen willst musst du die guten von den schlechten NT ja unterscheiden könnnen

Für den Anfang geht das mit den Widerständen (auch wenn du sehr viele brauchst) weil ein 300W NT zu 100& belasten ist was anderes als ein 600W

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
29.07.2009,
09:16
(editiert von hws
am 29.07.2009 um 09:48)


@ mccracker

Netzteil auslasten

» Ich betreibe eine kleine Hardware-Testseite

hmpf - bei den Kenntnissen? Naja, wielleicht bist du bei Mainboard Tests, Timing-Messung von Ram-Zugriffen ja der Spezialist und hast nur bei Netzteilen Probleme.

Was genau willst du denn bei einem PC Netzteil testen?

Mit dem ohmschen Gesetz kannst du dir ausrechnen, bei welchem Widerstand an welcher Spannung wieviel Strom fließt. Und aus Spannung und Strom kannst du die Leistung errechnen.
Und mit dem Multimeter die Abweichung zur Sollspannung messen. (evtl in Abhängigkeit von der Last)
Vernünftige Aussagen kannst du machen, wenn du mit einem Oszi die Ausgangsspannung ansiehst. Auch wenn ein Multimeter exakt 5,00Volt anzeigt, können Spikes drauf sein, die den Betrieb jeden Motherboards unmöglich machen oder sogar zerstören. Und Das Regelverhalten auf impulsförmige Lastströme. Dazu reichen Multimeter und Widerstände aber nicht.

Dann beachten, dass ein Netzteil möglicherweise nur dann sauber auf den 12V Leitungen funktioniert, wenn eine Entsprechende Last an 3,3 und 5V Leitung liegt.
(Ins Netzteil Manual sehen)

Die ComputerBild ist zwar nicht die beste "Fach"Zeitschrift, aber die erklären auch für Anfänger, wie Netzteile von denen getestet werden.
Die C'T ist um Klassen besser, setzt aber auch mehr Kenntnisse voraus. Auf den Homepages mal nach "Netzteiltest" suchen.

Untersuchen von Wirkungsgrad und cos-phi.
Auch da hat Thomas schon was zu geschrieben.
Im einfachsten Falle einen "Verbrauchsmesser" aus dem Baumarkt und dort Strom, Spannung, cos-phi, Wirkleistung ablesen.
Aber Achtung, besonders im unteren Bereich messen speziell Billigdinger total daneben.
In der CT war auch dazu mal ein Test.

Nur mit Multimeter und Widerständen wirst du keine ernstzunehmende Messung hinkriegen.

» Wäre echt toll wenn Ihr mir da helfen könntet, denn in dieser Hinsicht bin
» ich echt ein Noob und mache dies das erste Mal.

Naja, kannst ja mal nen Link auf deine Testseite geben. Dann erkennt man, was du kannst und weisst und was du bisher gemacht hast. :-)
Dummerweise erkennt man aber auch, wenn der Enthusiasmus größer als das Wissen ist. ;-)

Irgendwas wirst du dabei aber sicher dazulernen.

edit: Rechtschreibung Überschrift

hws

Theo(R)

E-Mail

Düsseldorf,
29.07.2009,
11:06

@ mccracker

Netzteil auslassten

Hallo

Das dürfte eine Nummer zu gross für dich sein. Ich nehme mal an, in irgendeiner Zeitschrift sind schon mal Netzteile getestet worden, besorge dir diese Tests und ersehe daraus, welche Prüfgeräte verwendet wurden und was alles getestet wurde.

Es geht ja nicht nur darum, die einzelnen Spannungen zu belasten, sondern auch z.B. die Ausregelfähigkeit bei Laständerungen zu prüfen. Bei welcher Belastung tritt welche Temperatur auf? Bei welcher Temperatur schaltet der Kontakt für weitere Lüfter? Wie laut ist das Netzteil? usw,usw.

Das machen in der Regel Ingenieure im Prüflabor.

Theo

mccracker(R)

29.07.2009,
23:20
(editiert von mccracker
am 29.07.2009 um 23:22)


@ mccracker

Netzteil auslassten

» »
» » Nun meine Frage:
» » Wie kann ich die Auslasstung messen? Ich habe ein Multimeter, aber wie
» » muss ich das machen das ich da die Gesamtauslastung des NTs erfahre?
»
» nun jede Spannung(3,3 - 5 - 12 - -12 etc) mit 10 - 100% belasten und die
» Spannungswerte und den Strom messen. Damit ergeben sich die Leistungen dei
» einzelnen Spannungszeige und auch gleich eine Kontrolle wie gut die
» Regelung ist.
» Sagt aber noch nix über den Wirkungsgrad des NT Alsoauch auf der
» netztseite die Leistung messen. Da ist allerdings ein gutes Messsystem
» notwendig da es sich um ein Schaltnetzteil handelt.
» Google auch nach
» Scheinleistung Wirkleistung Blindleistung damit du dich mit den Begriffen
» vertraut machst. Sollte bei einem guten Netzteil mit cos phi (auch gleich
» googeln) eigentlich kein Thema sein.
» Da du aber testen willst musst du die guten von den schlechten NT ja
» unterscheiden könnnen
»
» Für den Anfang geht das mit den Widerständen (auch wenn du sehr viele
» brauchst) weil ein 300W NT zu 100& belasten ist was anderes als ein 600W

Schaut mal bitte hier:
http://www.orthy.de/index.php?option=com_content&task=view&id=5716&Itemid=85&limitstart=2

da hat er auch diese Widerstände benutzt. Ich verfüge über ein Energiemessgerät sowie ein Multimeter. Über die Begriffe werde ich mich noch schlau machen (Wirkungsgrad, Blindleistung etc). Das Ohmsche Gesetzt kenne ich auch noch, habs aber nun noch nicht angewendet.

Meine Frage bezog sich eigentlich eher darauf, wie ich das ganze Verkabeln soll. Ich habe ja das NT und dies kann ich ja mit meinem normalen Testsystem verbinden. Den Verbrauch kann ich ja dann am Energiemessgerät erlesen. Wenn ich dann die Widerstände mit an die Molexstecker hänge müsste sich ja die Leistung erhöhen oder zieht der immer volle Leistung?

Dies mit den NTs ist wirklich Neuland für mich, denn bisher war es mehr Pheripherie oder Gehäuse sowie HDD/SSD's usw. die ich getestet habe und nun wollte ich mal einen NT-Test selber machen. Da ich leider viele Testseiten kenne die "nur mal eben" so über das NT schnacken und nicht wirklich mit Lasten arbeiten wollte ich mich da ein bisschen reinfuchsen um einen Aussagekräftigen Bericht zu schreiben. Dass ich keine Laborwerte zaubere ist mir völlig klar.

Wäre Klasse wenn Ihr mir da helfen könnt.

Gruß,
Mario

Torsten(R)

E-Mail

30.07.2009,
00:56
(editiert von Torsten
am 30.07.2009 um 00:57)


@ mccracker

Netzteil auslassten

» Schaut mal bitte hier:
» http://www.orthy.de/index.php?option=com_content&task=view&id=5716&Itemid=85&limitstart=2
»
» da hat er auch diese Widerstände benutzt.

Toll, die Seite ist mit Sicherheit die Referenz schlechthin für technische sauber durchgeführte Tests.

Besonders gut gefällt mir:
» Langzeittests sind aufgrund der enormen Hitzeentwicklung der Widerstände nicht möglich, das Messen der Ribble-Spannung sowieso nicht, betrachtet werden folglich 5V und 12V-Schiene, der Stromverbauch des Gesamtsystem wird mit einem Voltcraft3000 gemessen

Ribble hin oder her, wers nicht mal richtig schreiben kann, muss sowas auch nicht messen. :-D
Außerdem sollte man meinen, jemand der Hardwaretests macht, hätte wenigstens noch einen alten CPU-Kühler auf den er die Widerstände mal kurz kleben könnte...

» es gilt die Toleranzen aller Komponenten zu beachten: die Multimeter haben von Hause aus 1%, der Energiekostenmesser 3% und die Widerstände satte 5%. Das kann sich im Idealfall ausgleichen, ich warne jedoch davor, die Werte als "in-Stein-gemeißelt" anzusehen!

Es ist zwar schön, dass er überhaupt die Toleranzen der Messgeräte nennt, aber noch schöner wäre es, wenn er auch mal mit den Toleranzen rechnen würde.
So hat er bei 100% Last einen Wirkungsgrad von 82 % ermittelt. Fairerweise müsste man also sagen, dass der Wirkungsgrad irgendwo zwischen ungefähr 79 und 85 % liegt (und selbst das unter der Annahme, dass wir nur den Fehler des Energiekostenmessgeräts betrachten und nicht auch noch den des Multimeters).
Das heißt im Klartext, wenn eine zweite Person mit ähnlichen Messgeräten den selben Testaufbau mit einem Netzteil eines anderen Herstellers nachbaut und einen Wirkungsgrad von 76 % misst, dann bedeutet das nicht zwangsläufig, dass das zweite Netzteil schlechter ist. Es könnte ebenfalls sein, dass lediglich der angegebene Toleranzbereich der Messgeräte voll ausgeschöpft wird.
Nur um es nochmal in aller Ruhe zu betonen: Du hast zwei Messwerte vorliegen - 82% und 76 % - und Du kannst keine eindeutige Aussage treffen, ob das zweite Netzteil schlechter ist als das erste.
Bei einer Toleranz der Messgeräte von 3 % müssen zum Vergleich mit Tests einen anderen Seite Abweichungen von über 6 Prozentpunkten festgestellt werden, damit eine echte Abweichung sichergestellt werden kann.
Oder mit anderen Worten: In dem üblichen Messwertbereich für die Effizienz kann mit Messmitteln dieser Genauigkeit kein aussagekräftiges Ergebnis ermittelt werden.
Aber bevor man den bösen Herstellern glaubt - die mit Sicherheit geeignete Messgeräte verwendet haben - holt man lieber die eigenen Schätzeisen raus...

(Noch lustiger wird diese Fehlerrechnung übrigens, wenn man sich mal die Toleranzen von integrierten Temperatursensoren in CPUs anguckt. Dann merkt man sehr schnell, wie unglaublich sinnvoll solche Vergleiche der Form "meine CPU hat 2° weniger als Deine" sind :-D )

» Ich verfüge über ein
» Energiemessgerät sowie ein Multimeter. Über die Begriffe werde ich mich
» noch schlau machen (Wirkungsgrad, Blindleistung etc). Das Ohmsche Gesetzt
» kenne ich auch noch, habs aber nun noch nicht angewendet.

Beste Voraussetzungen...

» Meine Frage bezog sich eigentlich eher darauf, wie ich das ganze Verkabeln
» soll. Ich habe ja das NT und dies kann ich ja mit meinem normalen
» Testsystem verbinden. Den Verbrauch kann ich ja dann am Energiemessgerät
» erlesen.

» Wenn ich dann die Widerstände mit an die Molexstecker hänge
» müsste sich ja die Leistung erhöhen oder zieht der immer volle Leistung?

Das Netzteile für Dich Neuland sind, glaube ich Dir sofort. Fragen wir mal so: Würde ein 500 W Netzteil immer volle Leistung ziehen, wie sollte es dann bei einer Last von 200 W einen Wirkungsgrad von über 80 % erreichen?

» Da ich leider viele
» Testseiten kenne die "nur mal eben" so über das NT schnacken und nicht
» wirklich mit Lasten arbeiten wollte ich mich da ein bisschen reinfuchsen
» um einen Aussagekräftigen Bericht zu schreiben.

Leider dürfte ein Bericht, so wie Du ihn planst, nicht sonderlich aussagekräftig werden.
Verweis für solche Tests lieber auf eine seriöse Seite, die sich intensiv damit auseinandersetzt, und beschränke Dich auf die Bereiche, die Du gut beherrscht.

Gruß
Torsten

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
30.07.2009,
11:23

@ Torsten

Netzteil auslassten

» ...und selbst das unter der Annahme, dass wir nur den Fehler
» des Energiekostenmessgeräts betrachten

Und je nach Typ kann der Fehler in der Größenordnung 50% liegen bei Leerlauf oder 5..20W Last.
Wenn das Netzteil PFC hat, reagieren die Energiekostenmeßgeräte manchmal ganz seltsam.
In der C'T wurden mal einige getestet ud auch verraten, wie die Effektivwertmessung mit welcher Güte gemacht wurde.

In dem schnellebigen Modellwechsel der Baumärkte und Discounter dürften die beschriebenen Geräte nicht mehr lieferbar sein.
Ob's ein getestetes Gerät nur im anderen Gehäuse ist, sieht man erst nach dem Aufschrauben.

Energiekostenmessgerät aus dem Baumarkt sind ungeeignet für dieses vorhaben, passende Meßgeräte (wie im CT-Test) kotsten 4-stellig statt 9Euro99.
Und ohne Oszi für die Rippelbewertung schnelles Wechseln der Last und beobachtung des Ausregelverhaltens ist so ein Test einfach nur Müll.

» Leider dürfte ein Bericht, so wie Du ihn planst, nicht sonderlich aussagekräftig werden.

Das ist aber noch sehr geschönt ausgedrückt.

hws

Thomas Z

30.07.2009,
11:41

@ mccracker

Netzteil auslassten

» Da ich leider viele Testseiten kenne die "nur mal eben" so über das NT schnacken und nicht
» wirklich mit Lasten arbeiten wollte ich mich da ein bisschen reinfuchsen
» um einen Aussagekräftigen Bericht zu schreiben.

Jetzt hast auch schon gut erkannt warum so ein Testplatz gleich mal ein paar tausend Euro kostet. Kommt ja noch dazu Klimakammer, Lautstärkemessung und EMV Messplatz (das sind aber dann nochmal 10.000 Euronen extra)

Muss halt mal definieren was ist der Zweck deiner Tests
Überlastfestigkeit
Regelverhalten
Güte der Spannung
Schutzbeschaltung
Wirkungsgrad Teillast/Vollast

Also wenn ich mit Werte von NT ansehe interessiert mich nur Wirkungsgrad Teillast/Vollast und der "Lärm" Dass die Spannungen stimmen nehme ich einfach an.
Ich weiß das das kühn ist aber wenn ein CE drauf ist vertraue ich dem Hersteller