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MOSFET

28.07.2009,
21:14
 

Frage zu 25W Endstufe (Elektronik)

Hallo!

Erstmal der Link zur Schaltung:

http://www.redcircuits.com/Page2.htm

Habe ein paar Fragen zu der Schaltung:

Ist das Filter am Eingang so dimensioniert um die Schaltung gegen ungewollte Einspeisung von Funksignalen zu schützen?

Wozu ist R1 gut?

Q3 und Q4 bilden doch eine Stromquelle um den AP des Differenzverstärkers aus Q1 und Q2 einzustellen, aber ich habe Probleme den Strom zu bestimmen:
An R5 liegen ja die 0.6V von Q3 an, rechnet man den Strom durch Q4 nun einfach 0.6V/R5 aus?
Das wären dann ca. 1.5mA, da es ein Differenzverstärker ist muss man den für Q1 und Q2 halbieren also ca. 750µA.
Das ergäbe einen Spannungsabfall von 1.15V an R3.

Ist da nicht die Aussteuerbarkeit sehr eingeschränkt wenn am Kollektorwiderstand nur so eine geringe Spannung im Vergleich zur Betriebsspannung abfällt?

C7 und C8 sind da um Gleichspannungen voll gegenzukoppeln um die Stabilität zu erhöhen?

Wozu sind R8, C9, R11, C10 da?

Wie berechnet man die gesamte Spannungsverstärkung der Schaltung?
Ich habe mir gedacht die Verstärkung des Differenzverstärkers mal dem Rückkoppelfaktor durch den Spannungsteiler R7,R6.
Aber wie berechne ich die Verstärkung des Differenzverstärkers?

Liege ich mit meinen Überlegungen komplett daneben oder stimmt das ca.?

Danke im Vorraus!

mfg.

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
29.07.2009,
00:03
(editiert von geralds
am 29.07.2009 um 00:04)


@ MOSFET

Frage zu 25W Endstufe

» Hallo!
»
» Erstmal der Link zur Schaltung:
»
» http://www.redcircuits.com/Page2.htm
»
» Habe ein paar Fragen zu der Schaltung:
»
» Ist das Filter am Eingang so dimensioniert um die Schaltung gegen
» ungewollte Einspeisung von Funksignalen zu schützen?
»
» Wozu ist R1 gut?
»
» Q3 und Q4 bilden doch eine Stromquelle um den AP des Differenzverstärkers
» aus Q1 und Q2 einzustellen, aber ich habe Probleme den Strom zu
» bestimmen:
» An R5 liegen ja die 0.6V von Q3 an, rechnet man den Strom durch Q4 nun
» einfach 0.6V/R5 aus?
» Das wären dann ca. 1.5mA, da es ein Differenzverstärker ist muss man den
» für Q1 und Q2 halbieren also ca. 750µA.
» Das ergäbe einen Spannungsabfall von 1.15V an R3.
»
» Ist da nicht die Aussteuerbarkeit sehr eingeschränkt wenn am
» Kollektorwiderstand nur so eine geringe Spannung im Vergleich zur
» Betriebsspannung abfällt?
»
» C7 und C8 sind da um Gleichspannungen voll gegenzukoppeln um die
» Stabilität zu erhöhen?
»
» Wozu sind R8, C9, R11, C10 da?
»
» Wie berechnet man die gesamte Spannungsverstärkung der Schaltung?
» Ich habe mir gedacht die Verstärkung des Differenzverstärkers mal dem
» Rückkoppelfaktor durch den Spannungsteiler R7,R6.
» Aber wie berechne ich die Verstärkung des Differenzverstärkers?
»
» Liege ich mit meinen Überlegungen komplett daneben oder stimmt das ca.?
»
» Danke im Vorraus!
»
» mfg.

---
Hallo,

R1 ist der Abschlusswiderstand für die Eingangsschaltung.
Mit R2 und R1 wird die Basis des Transistors Q1 gegen GND abgeschlossen (DC),
damit der Transistor nicht schwingt und unkontrolliert durchsteuert.
Gleichzeitig bildet es die Eingangsimpedanz
(Wellenwiderstand) mit C1 (C1 ist damit auch eine "DC Sperre" ) zur Anpassung auf die Vorstufe.
R1 und C1 ist hier auch einen Hochpass.
R2 mit C2 bilden einen Tiefpass unter dem das Signal zum Transistor geführt wird,
und beide Pässe zusammen bilden einen Bandpass durch den das Signal läuft.

Elektor hat da gute Bücher, wie man Verstärker berechnet und baut. www.elektor.de

Hier kannst dich durchgraben. Da findest sehr viel für dein Projekt.
http://www.sengpielaudio.com/Berechnungen.htm


so mal als Anfang der Geschichte.

gerald

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

MOSFET

29.07.2009,
11:38

@ geralds

Frage zu 25W Endstufe

» Hier kannst dich durchgraben. Da findest sehr viel für dein Projekt.
» http://www.sengpielaudio.com/Berechnungen.htm

Danke für die Antwort!

Ich hab mir das durchgesehen, aber nichts zur Schaltungstechnik gefunden!
Die Seite ist aber trotzdem toll, habe viele andere nützliche Dinge gefunden.

Mittlerweile habe ich mir eine Frage (denke ich) selbst beantwortet, R11 und C10 sind zur AP Einstellung der Endstufe, nur weis ich nicht ganz genau wie?

mfg.

Jüwü(R)

E-Mail

Würzburg,
29.07.2009,
12:01

@ MOSFET

Frage zu 25W Endstufe

»
» Mittlerweile habe ich mir eine Frage (denke ich) selbst beantwortet, R11
» und C10 sind zur AP Einstellung der Endstufe, nur weis ich nicht ganz
» genau wie?
»
» mfg.


Das ist der Ruhestromeinsteller und das C verhindert sprunghafte Änderungen (Kratzen) beim Einstellen.
Zum Einstellen Sinus mit ca. 20kHz anlegen, Ausgang mit Wid. ca. 5 Ohm belasten und einen Oszi dran. Am Eingang den Pegel so reduzieren, dass am LS-Ausgang gerade mal max. 2Vss rauskommen. Jetzt am R11 drehen bis der Sinus nicht mehr sauber dargestellt wird (Übernahmeverzerrung ist sichtbar), dann von da aus wieder zurück bis gerade der Sinus wieder "sauber" ist.
Jetzt ist der I-Ruhe richtig.
Etwas kränkelt an dieser Schaltung:
Ich würde statt dem 500R-Poti ein 1k nehmen und dazu parallel einen Festwid. mit 1k zusätzlich schalten.
Grund: Setzt das alleinige Poti mal aus (alterungsbedingt), steigt der Ruhestrom sprunghaft an und die Endtransistoren sterben sofort.

MOSFET

29.07.2009,
14:45

@ Jüwü

Frage zu 25W Endstufe

Danke für die Antwort!

Ich habe den Verstärker nicht wirklich aufgebaut, ich interessiere mich nur für Schaltungstechnik und schaue mir Schaltungen im Internet an und versuche sie zu verstehen!

Das mit dem Ruhestrom ist jetzt klar, es geht um die Spannungsdifferenz die an den beiden Gates anliegt oder?

Wozu sind nun R8 und C9 gut? Für den AP haben sie ja keinen Einfluss weil das Netzwerk DC-Entkoppelt ist durch C9 oder?
Es muss etwas mit der Gegenkopplung zu tun haben oder?

mfg.

Jüwü(R)

E-Mail

Würzburg,
29.07.2009,
16:00

@ MOSFET

Frage zu 25W Endstufe

»
» Das mit dem Ruhestrom ist jetzt klar, es geht um die Spannungsdifferenz
» die an den beiden Gates anliegt oder?

Ja.

» Wozu sind nun R8 und C9 gut? Für den AP haben sie ja keinen Einfluss weil
» das Netzwerk DC-Entkoppelt ist durch C9 oder?
» Es muss etwas mit der Gegenkopplung zu tun haben oder?

Bei falsch eingestellten AP werden die möglichen Übernahmeverzerrungen (HF-Anteile) dort gegengekoppelt.
Wäre das nicht müssten die Hochtöner darunter leiden.

MOSFET

29.07.2009,
16:29

@ Jüwü

Frage zu 25W Endstufe

» Bei falsch eingestellten AP werden die möglichen Übernahmeverzerrungen
» (HF-Anteile) dort gegengekoppelt.
» Wäre das nicht müssten die Hochtöner darunter leiden.

Aso, durch Übernahmeverzerrungen entstehen höhere Frequenzen durch das Clipping und die werden durch R8 und C9 gegengekoppelt, also bilden die beiden eine Art Hochpass?

Jetzt hätte ich nur noch 2 Fragen:

Folgendes habe ich schon in meinem 1.Beitrag geschrieben:


"Q3 und Q4 bilden doch eine Stromquelle um den AP des Differenzverstärkers aus Q1 und Q2 einzustellen, aber ich habe Probleme den Strom zu bestimmen:
An R5 liegen ja die 0.6V von Q3 an, rechnet man den Strom durch Q4 nun einfach 0.6V/R5 aus?
Das wären dann ca. 1.5mA, da es ein Differenzverstärker ist muss man den für Q1 und Q2 halbieren also ca. 750µA.
Das ergäbe einen Spannungsabfall von 1.15V an R3.

Ist da nicht die Aussteuerbarkeit sehr eingeschränkt wenn am Kollektorwiderstand nur so eine geringe Spannung im Vergleich zur Betriebsspannung abfällt?"

Stimmt diese Berechnung oder liege ich da falsch?

Und wie berechnet man die gesamte Verstärkung?
Also Verstärkung Diff. Verstärker * Rückkoppelfaktor.

Danke für die Beantwortung meiner Fragen!

mfg.

Altgeselle(R)

E-Mail

29.07.2009,
18:03

@ MOSFET

Frage zu 25W Endstufe

» » Bei falsch eingestellten AP werden die möglichen Übernahmeverzerrungen
» » (HF-Anteile) dort gegengekoppelt.
» » Wäre das nicht müssten die Hochtöner darunter leiden.
»
» Aso, durch Übernahmeverzerrungen entstehen höhere Frequenzen durch das
» Clipping und die werden durch R8 und C9 gegengekoppelt, also bilden die
» beiden eine Art Hochpass?
»
» Jetzt hätte ich nur noch 2 Fragen:
»
» Folgendes habe ich schon in meinem 1.Beitrag geschrieben:
»
»
» "Q3 und Q4 bilden doch eine Stromquelle um den AP des Differenzverstärkers
» aus Q1 und Q2 einzustellen, aber ich habe Probleme den Strom zu bestimmen:
» An R5 liegen ja die 0.6V von Q3 an, rechnet man den Strom durch Q4 nun
» einfach 0.6V/R5 aus?
» Das wären dann ca. 1.5mA, da es ein Differenzverstärker ist muss man den
» für Q1 und Q2 halbieren also ca. 750µA.
» Das ergäbe einen Spannungsabfall von 1.15V an R3.
»
» Ist da nicht die Aussteuerbarkeit sehr eingeschränkt wenn am
» Kollektorwiderstand nur so eine geringe Spannung im Vergleich zur
» Betriebsspannung abfällt?"
»
» Stimmt diese Berechnung oder liege ich da falsch?
»
» Und wie berechnet man die gesamte Verstärkung?
» Also Verstärkung Diff. Verstärker * Rückkoppelfaktor.
»
» Danke für die Beantwortung meiner Fragen!
»
» mfg.
Hallo,
wie wäre es, den Verstärkers z.B. mit LT-SPICE zu simulieren?
Dann kann man sich Spannungen, Ströme, Frequenzgänge
usw. anzeigen lassen. Wenn man die Bauteilparameter
ändert, kann man etwas über deren Einfluss lernen.
Grüße
Altgeselle

MOSFET

29.07.2009,
19:45

@ Altgeselle

Frage zu 25W Endstufe

Stimmt, daran hatte ich garnicht gedacht!
Danke für den Tipp und die Antworten, das werde ich mal versuchen!

mfg.

MOSFET

30.07.2009,
00:28

@ MOSFET

Frage zu 25W Endstufe

So...ich habe mal nur die Stromquelle mit Q3 und Q4 simuliert.
Mal eine prinzipielle Frage zur Funktion:

Der Strom durch Q4 und damit R5 läuft beim Einschalten hoch, da die Basis von Q4 auf Masse gezogen wird.
Solange bis die Spannung an R5 ca. 0.6V erreicht, dann beginnt Q3 zu leiten und damit erhöht sich die Spannung an R4 und der Strom durch Q4 wird weniger.
Damit ergibt sich ein konstanter Strom der sich aus 0.6V/R5
errechnet.

Stimmt das?

Wenn ja, wie berechnet man den Wert von R4?

mfg.

Altgeselle(R)

E-Mail

01.08.2009,
20:49

@ MOSFET

Frage zu 25W Endstufe

» So...ich habe mal nur die Stromquelle mit Q3 und Q4 simuliert.
» Mal eine prinzipielle Frage zur Funktion:
»
» Der Strom durch Q4 und damit R5 läuft beim Einschalten hoch, da die Basis
» von Q4 auf Masse gezogen wird.
» Solange bis die Spannung an R5 ca. 0.6V erreicht, dann beginnt Q3 zu
» leiten und damit erhöht sich die Spannung an R4 und der Strom durch Q4
» wird weniger.
» Damit ergibt sich ein konstanter Strom der sich aus 0.6V/R5
» errechnet.
»
» Stimmt das?
»
» Wenn ja, wie berechnet man den Wert von R4?
»
» mfg.
Ja, das stimmt soweit. Durch R4 fliesst der Basisstrom von
Q4 und der Kollektorstrom von Q3. R4 muss niederohmig
genug sein, um Q4 sicher leitend werden zu lassen aber
nicht zu niederohmig (Verlustleistung).
Dazwischen funktioniert die Schaltung für weite Bereiche
von R4.
Es gibt eine Faustformel für diese Art der Stromquelle:
R4 = 100*R5
Simuliere doch mal verschiedene Werte für R4, wobei die
Versorgungsspannung von 10V bis 33V ansteigt.
Grüße
Altgeselle