Küne
28.07.2009, 00:26 |
Ringzähler (Elektronik) |
Hallo!
Ich möchte zu einem Geburtstag eine "ganz besondere" Lampe verschenken. Und zwar sollen sich 4 verschiedenfarbige Neonröhren nacheinander in einem Takt von ca. 15 Minuten ein, bzw. ausschalten, sodass in dem Raum alle 15 Minuten ein anderes Licht herrscht. Der Hintergrund dafür spielt hier jetzt keine Rolle.
Zuerst wollte ich das mit 4 Zeitschaltuhren machen, aber die bekommt man ja nicht auf die Dauer dazu überredet immer 100% synchron zu laufen und immer wieder nachstellen ist ja auch doof.
Also habe ich mir gedacht ich mache das mit nem NE555 der nen 4017er "steuert" und dieser dann mittels Relais die Neonröhren schaltet. Jetzt hab ich das mal durchgerechnet und mit dem im Anhang befindlichen Schaltplan würde die Pausedauer ca. 15 Minuten betragen und die Impulsdauer immerhin ca. 70 Sekunden. Meine Frage ist jetzt, ob den Ringzähler diese lange Impulsdauer in irgendeiner Weise stört?
Für die Lange Pausezeit werde ich wohl einen ElKo mit ner Spannungsfestigkeit von 60V aufwärts verwenden (auch wenn er riesig wird) um die Kriechströme so gering wie möglich zu halten.
Vielen Dank im Vorraus
LG Küne
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Torsten

28.07.2009, 01:01
@ Küne
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Ringzähler |
» Meine Frage ist jetzt, ob den
» Ringzähler diese lange Impulsdauer in irgendeiner Weise stört?
Er langweilt sich vermutlich zu tode.
Aber solange die Flanken und Pegel sauber sind, wird er das klaglos über sich ergehen lassen.
» Für die Lange Pausezeit werde ich wohl einen ElKo mit ner
» Spannungsfestigkeit von 60V aufwärts verwenden (auch wenn er riesig wird)
» um die Kriechströme so gering wie möglich zu halten.
Keine sonderlich gute Idee. Besser wäre es, denn NE555 mit einer um den Faktor 2^n höheren Frequenz zu betreiben und einen Frequenzteiler dahinter zu schalten. Einen solchen Teiler kannst Du sehr leicht mit einem n-Bit Zähler bauen. Damit erreichst Du wesentlich angenehmere Bauteilwerte.
Außerdem solltest Du mit Deinen Transistoren etwas pfleglicher umgehen. Die werden sich sicherlich nicht über die Spannungsspitzen beim Ausschalten der Relais freuen.
(Dioden antiparallel zu den Relaisspulen schalten)
Gruß
Torsten |
Gast
28.07.2009, 11:10
@ Küne
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Ringzähler |
» Und zwar sollen sich 4 verschiedenfarbige Neonröhren nacheinander in einem
» Takt von ca. 15 Minuten ein, bzw. ausschalten, sodass in dem Raum alle 15
» Minuten ein anderes Licht herrscht.
Und dabei ist es gewünscht, dass der Raum im Umschaltmoment kurz dunkel wird?
Die erste Röhre schaltet ja im selben Moment aus wie die zweite einschaltet. Das heißt, Du hast für die Dauer des Startvorgangs der zweiten Lampe kein Licht.
Wenn das nicht gewünscht ist, musst Du die zweite Lampe starten, bevor die erste abgeschaltet wird. |
olit

Berlin, 28.07.2009, 12:07
@ Küne
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Ringzähler |
Hallo Kühne,
ich habe eine Ganze Sammlung von exotischen Schaltungen die mit dem 555 machbar sind. Deine funktionslose Schaltung ist mir noch nicht untergekommen. Generatorbeispiele sind im Elko genug vorhanden.
Gruß olit |
x y
28.07.2009, 12:24
@ Küne
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Ringzähler |
» Also habe ich mir gedacht ich mache das mit nem NE555 der nen 4017er
» "steuert" und dieser dann mittels Relais die Neonröhren schaltet.
Mal davon abgesehen, dass du den 555 falsch beschaltet hast, und er deshalb wohl schon kaputt ist, ist er eh ungeeignet für derart lange Zeiten. Wirf den raus, und mach einen CD4060 rein, RC-Oszillator dabei auf so 18Hz abgestimmt, das geht auch mit hübsch kleinen Bauteilen, ganz ohne Riesenelko. |
Küne
28.07.2009, 13:51
@ x y
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Ringzähler |
Hallo!
Danke erstmal für die schnellen Antworten!
Also das der Raum einige Sekunden dunkel ist und die Röhre während des Startvorganges flackert, dass stört mich nicht.
Ist mir ein bisschen peinlich mit der NE555 Beschaltung, dass habe ich aber überarbeitet und auch die Freilaufdioden mit eingearbeitet, dass sollte so eigl. richtig sein.
Das mit dem CD4060 ist auch eine nette Idee, aber ich bin noch nicht ganz durchgestiegen. Man bekommt den also über die anschlüsse F0 FY und F strich 0 mit Widerständen und einem Kondensator zum schwingen. Das ist soweit klar. Aber dann hat der ja 10 ausgänge und die teilen die Frequenz nacheinander jeweils um die Hälfte? Oder wie läuft das? Es wäre nett, wenn jemand dazu einen Link mit verständlichem Inhalt hätte....
Lieben Gruß
Küne
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hws

59425 Unna, 28.07.2009, 14:51
@ Küne
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Ringzähler |
» .. peinlich mit der NE555 Beschaltung, dass habe ich
aber überarbeitet
Nützt nix, bei den 15 Minuten geht das nicht verünftig, auch wenn es lt Berechnung zu stimmen scheint.
» Das mit dem CD4060 ist auch eine nette Idee, aber ich bin noch nicht ganz
» durchgestiegen.
Da musst du es mal versuchen. Datenblatt run terladen un d in der Applikation nachlesen.
» Man bekommt den also über die anschlüsse F0 FY und F
» strich 0 mit Widerständen und einem Kondensator zum schwingen. Das ist
» soweit klar.
Wenn du Pin 9, 10,11 meinst. Gib nen Link auf das von DIR benutzte Datenblatt, dann sprechen wir eine gemeinsame Sprache. Es gibt auch unterschiedliche Datenblätter, jedenfalls was die Buchstabenbezeichnungen und Bilderreihenfolge betrifft.
na gut, schonmal soweit.
» Aber dann hat der ja 10 ausgänge und die teilen die Frequenz
» nacheinander jeweils um die Hälfte?
Ja, und EINEN passenden Ausgang nimmst du als Eingang für den 4017. Den, wo ein 15Minuten Takt rauskommt, wenn du den Oszillatorteil auf eine passende Frequenz anpasst.
Der komplette 4060 mit Oszillatorteil ist Ersatz für den NE555.
Du könntest das IC auch als "NE555 mit 14stufigem Untersetzungsgetriebe" betrachten.
» jemand dazu einen Link mit verständlichem Inhalt hätte....
Noch verständlicher als das Datenblatt geht eigentlich nicht. WAS fehlt denn jetzt noch?
hws |
Küne
28.07.2009, 15:41 (editiert von Küne am 28.07.2009 um 17:07)
@ hws
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Ringzähler |
Hallo HWS!
Also, ich gehe jetzt von diesem Datenblatt aus:
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/80431/NSC/CD4060.html
.
Auf Seite 4 ist die RC-Oszillatorschaltung beschrieben.
Kann ich die Frequenz dort dann wie folgt berechnen: f=1/(2*R1*C1) ?
Weil wie schon geschrieben wurden mir 18Hz empfohlen, was dann an Q14 rund 917 Sekunden machen würde und diese 17 Sekunden mehr stören mich keines Falls .
Und dann hätt' ich noch eine Frage, dauert der Impuls für den 4017er dann 1/18 Sekunde?
MFG |
x y
28.07.2009, 16:47
@ Küne
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Ringzähler |
» Und dann hätt' ich noch eine Frage, dauert der Impuls für den 4017er dann
» 1/18 Sekunde?
Nein, der dauert 450s, das stört den aber nicht. |
hws

59425 Unna, 28.07.2009, 20:16
@ Küne
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Ringzähler |
» .. und diese 17 Sekunden mehr stören mich keines Falls
Die wirst du auch nicht so genau hinkreigen mit einem einfachen RC Oszillator. Das wären ca 2%. Übliche Widerstands- Kondensatortoleranzen liegen bei 1..10%.
Und wenn du's mit Fummeln an den Bauteilen tatsächlich auf 900Sekunden hingekreigt hast - dann ändert sich die Temperatur und der Wert hängt wieder daneben.
hws |
Hommel
28.07.2009, 20:49
@ hws
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Ringzähler |
» » .. und diese 17 Sekunden mehr stören mich keines Falls
»
» Die wirst du auch nicht so genau hinkreigen mit einem einfachen RC
» Oszillator. Das wären ca 2%. Übliche Widerstands- Kondensatortoleranzen
» liegen bei 1..10%.
» Und wenn du's mit Fummeln an den Bauteilen tatsächlich auf 900Sekunden
» hingekreigt hast - dann ändert sich die Temperatur und der Wert hängt
» wieder daneben.
»
» hws
Wenn DU nur negative Feedbacks geben kannst, dann ist dir wohl schon leichter.
Du bist echt das pessimistische Positron, dass mir in dieser Galaxis jemals untergekommen ist. Mir fehlen echt die Worte, um dir zu sagen wie "kaputt" du bist. Es gibt leider (oder zum Glück) auf diesem Planeten keine Zeichenfolge, die das auch nur ansatzweise vermitteln könnte.
Einsicht ist bei dir ja sowieso hoffnungslos also bleibt mir nur zu sagen "Gadtellecht".
Du wirst die Übersetzung dieses Wortes wohl kaum noch erleben (das dauern noch en bisschen wie man hier sagt)- vielleicht auch gut so.
... |
Thomas Z
28.07.2009, 21:00
@ Hommel
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Vollmond |
» Wenn DU nur negative Feedbacks geben kannst, dann ist dir wohl schon
» leichter.
ist Vollmond??
Du kanst ja schlecht hws dafür verantwortlich machen dass Bauteile einen Temperaturdrift haben.
Das sind doch genau die Infos die der OP braucht um eine stabile Zeit aufzubauen.
Wie würdest du das formulieren wenn du auf Grund deiner Erfahrung genau weißt dass die Schaltung nicht klappen wird??
Oder hast keine Erfahrung? |
x y
28.07.2009, 21:01
@ Thomas Z
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Vollmond |
» Das sind doch genau die Infos die der OP braucht um eine stabile Zeit
» aufzubauen.
So genau scheints dem OP ja gar nicht drauf anzukommen. |
hws

59425 Unna, 28.07.2009, 21:56
@ Hommel
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Vollmond |
» Du bist echt das pessimistische Positron, dass mir in dieser Galaxis
» jemals untergekommen ist. Mir fehlen echt die Worte, um dir zu sagen wie
» "kaputt" du bist.
Übersehen wir mal persönliche Beleidigungen, die auch im angeblich anonymen Internet nicht so einfach erlaubt sind.
Und wer sich dabei hinter angeblicher Anonymität verstekcne will...
Mein Hinweis an den TE ging dahin, dass er die Genauigkeit der Berechnungsformeln (bei realen Bauteilen mit Toleranzen und Temperaturdrift) nicht hinkriegt - was er aber offensichtlich annimmt.
Ob die paar Sekunden für ihn wichtig sind, ist dabei nicht die Frage.
Grundsätzlich sollte man bei einem realen RC Glied nicht die mit dem Taschenrechner ausgerechnete Zeitkonstante bis auf die 6.Stelle hinter dem Komma angeben oder erwarten.
Eine grundsätzlicher - aber oft gemachter - Fehler bei Berechnung von Schaltungen.
hws |
Küne
29.07.2009, 10:51 (editiert von Küne am 29.07.2009 um 10:52)
@ hws
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Vollmond |
Das Bauteile Abweichungen haben und somit meine Frequenz nicht die sein wird wie errechnet, das ist mir klar. Aber ob es nun 13, 15 oder 17 Minuten sind, dass ist mir egal.
Danke für all die Hilfe!!!
MFG |
hws

59425 Unna, 29.07.2009, 14:59
@ Küne
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Vollmond |
» Das Bauteile Abweichungen haben und somit meine Frequenz nicht die sein
» wird wie errechnet, das ist mir klar.
Ob es dir egal ist oder ob die Genauigkeit notwendig ist, ist nicht die Frage.
Grundsätzlich kann man nicht mit dem Taschenrechner 17,1258763 Minuten rauskriegen und erwaren, dass das in der Praxis tatsächlich der Fall sein wird.
Die Frage nach der Zeit wäre mit "ca 17 Minuten" oder "ca ne Viertelstunde" zu beantworten.
Manchmal werden taschenrechner genaue Lösungen sogar als falsch bewertet, wenn die Angabe wesentlich genauer gemacht wird, als die Eingangsvariablen sind.
siehe z.B. Ergebnis einer Rechnung bei http://de.wikipedia.org/wiki/Signifikante_Stellen
Falls du doch einmal eine sehr genaue Zeit / Frequenz brauchst: statt mit RC Oszillator lässt sich am 4060 auch ein Quarz anschließen. Siehe Datenblatt. Damit kriegt man ne Genauigkeit von 1e-5 hin.
hws |