Mechachris
05.03.2005, 17:28 |
RCD-Selektivität (Elektronik) |
Hallo Zusammen!
Ich habe jetzt schon einiges über die Selektivität eines FI´s nachgelesen, jedoch noch immer nicht den AHA effekt erzielen können.
Wenn mir irgendwer die Funktion in wenigen Worten erklären könnte, wäre ich sehr dankbar.
PS.: Habe LAP am Montag... |
Thomas Z
05.03.2005, 18:04
@ Mechachris
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RCD-Selektivität |
es gibt 3 Arten von RCD
Standard = löst sofort aus ohne Verzögerung daher auch bei Überspannungsereignissen durch Gewitter weil der Summenstrom kurzfristig ungleich ist obwohl eigentlich kein Fehler vorliegt Stromstoßwelle wandert durch das Netz
Typ G "Stromstoßfest" Zeitverzögerung von 10mS daher besser geeignet
Typ S "selektiv stromstoßfest" Zeitverzögerung 40-150ms abhängig vom Fehlerstrom
Also wenn es einen Haupt FI gibt muss das ein Typ S sein und dort hängen dann die UnterFI Typ G oder Standard
Damit ist gesichert dass ein UnterFI den HauptFI nicht mit auslöst und so Teile ausfallen wo kein Fehler ist
Haupt FI schützt die Sammelschine und UnterFI die einzelnen Kreise
das gilt aber nur wenn der HauptFI 3 fach höheren Fehlerstrom als der Unter FI hat!!
Haupt FI 100mA Unter FI 30mA alles bestens
3 FI in Serie geht nicht weil die Selektivität nicht mehr gegeben ist (Ausnahme FI Relais mit einstellbarer Auslösezeit 200ms und Auslösestrom 300mA wird aber teuer und darf nicht mehr zum Personenschutz eingesetzt werden Hauptverteiler oä.) |
Mechachris
05.03.2005, 18:38
@ Thomas Z
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RCD-Selektivität |
Hallo!
Erstmals danke für deine rasche Antwort. Ich hoffe, ich habe es jetzt richtig verstanden.
Selektivität bedeutet, dass nur der FI der am nächsten zur Fehlerquelle liegt, aber nicht der "Haupt" FI fällt.
Wenn das so stimmt, hast du mir sehr geholfen.
mfg Christian |
Jürgen
Würzburg, 05.03.2005, 19:43
@ Mechachris
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RCD-Selektivität |
» Hallo!
»
» Erstmals danke für deine rasche Antwort. Ich hoffe, ich habe es jetzt
» richtig verstanden.
»
» Selektivität bedeutet, dass nur der FI der am nächsten zur Fehlerquelle
» liegt, aber nicht der "Haupt" FI fällt.
»
» Wenn das so stimmt, hast du mir sehr geholfen.
»
» mfg Christian
Also wie Christian schon erklärt hat gibt es verschiedene FIs.
Ich erklärs nur ein bischen anders:
Der FI (Fehlerstromschalter) soll, wie der Name schon sagt Ströme die durch die Phase, aber nicht wieder zurück über den Null fließen, erkennen.(Stromkreis)
Ein solcher Fehlerfall wäre dann gegeben, wenn ein Strom über den Schutzleiter zurückfließt.
Fehlerströme gibt es immer bedingt durch Staub, Feuchtigkeit und natürlich auch durch schlechte Leitungen. Somit hätte man ein Potential( oder Potenzial?) zwischen dem Gehäuse(Schutzleiter) und der Erde auf der der Mensch steht und das ist gefährlich.
Diese Differenz "misst" der FI durch eine Spule (bei ganz empfindlichen eine Elektronik) und unterbricht den Kreis.
Es kommt ganz auf den zu sichernden Bereich an, bei welchem Fehlerstrom ausgelöst werden soll.
Also in der Industrie wird man eher unempfindliche FI-Schalter einbauen (100-500mA mit hoher Abschaltzeit), da durch die Verschmutzungen immer Fehlerströme vorhanden sind. Es herrschen dort noch andere Sicherheitsvorkehrungen. Zudem trennt man die Arbeitsbereiche mit mehreren FIs. Man will ja nicht wegen jedem Sch.. die ganze Werkshalle abschalten.
In der Landwirtschaft setzt man empfindlichere FIs ein, denn das Vieh reagiert sehr empfindlich. Eine Kuh kann schon bei (Wechsel-)Strömen unter 10mA umfallen. Hier ist der FI-Einsatz besonders kritisch, da Schmutz und Feuchtigkeit besonders anfallen, und man zwischen Schutz und Nutzen einen Kompromiß eingehen muß.
30mA-FIs werden häufig im Haushalt eingesetzt obwohl das nicht immer nötig und sinnvoll ist. Vor allem die vielen Entstörkondensatoren (Mixer, Computer, TV, Videorec., usw.)bedingt durch die entstehenden Ableitströme können den FI ohne ersichtlichen Grund auslösen.
Also wird man in einem Wohnhaus die Heizung nicht über einen 30mA-FI sichern und die Wohnräume mit 500mA, denn man will ja nicht wegen eines def. Toasters in der Kälte sitzen. Über Vorschriften der Werte und der Einsatzgebiete eines FIs kann ich dir weniger erzählen, dazu gibts bestimmt im Forum welche die`s besser können als ich.
Ich will nur, daß du etwas Verständnis über den FI-Einsatz bekommst.
Jürgen |
Jürgen
Würzburg, 05.03.2005, 19:45
@ Jürgen
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RCD-Selektivität |
» » Hallo!
» »
» » Erstmals danke für deine rasche Antwort. Ich hoffe, ich habe es jetzt
» » richtig verstanden.
» »
» » Selektivität bedeutet, dass nur der FI der am nächsten zur Fehlerquelle
» » liegt, aber nicht der "Haupt" FI fällt.
» »
» » Wenn das so stimmt, hast du mir sehr geholfen.
» »
» » mfg Christian
»
» Also wie Christian schon erklärt hat gibt es verschiedene FIs.
Schmarrn! Ich mein natürlich Thomas. Du wirst mir verzeihen!!!!!!!!
» Ich erklärs nur ein bischen anders:
» Der FI (Fehlerstromschalter) soll, wie der Name schon sagt Ströme die
» durch die Phase, aber nicht wieder zurück über den Null fließen,
» erkennen.(Stromkreis)
» Ein solcher Fehlerfall wäre dann gegeben, wenn ein Strom über den
» Schutzleiter zurückfließt.
» Fehlerströme gibt es immer bedingt durch Staub, Feuchtigkeit und natürlich
» auch durch schlechte Leitungen. Somit hätte man ein Potential( oder
» Potenzial?) zwischen dem Gehäuse(Schutzleiter) und der Erde auf der der
» Mensch steht und das ist gefährlich.
» Diese Differenz "misst" der FI durch eine Spule (bei ganz empfindlichen
» eine Elektronik) und unterbricht den Kreis.
» Es kommt ganz auf den zu sichernden Bereich an, bei welchem Fehlerstrom
» ausgelöst werden soll.
» Also in der Industrie wird man eher unempfindliche FI-Schalter einbauen
» (100-500mA mit hoher Abschaltzeit), da durch die Verschmutzungen immer
» Fehlerströme vorhanden sind. Es herrschen dort noch andere
» Sicherheitsvorkehrungen. Zudem trennt man die Arbeitsbereiche mit mehreren
» FIs. Man will ja nicht wegen jedem Sch.. die ganze Werkshalle abschalten.
» In der Landwirtschaft setzt man empfindlichere FIs ein, denn das Vieh
» reagiert sehr empfindlich. Eine Kuh kann schon bei (Wechsel-)Strömen unter
» 10mA umfallen. Hier ist der FI-Einsatz besonders kritisch, da Schmutz und
» Feuchtigkeit besonders anfallen, und man zwischen Schutz und Nutzen einen
» Kompromiß eingehen muß.
» 30mA-FIs werden häufig im Haushalt eingesetzt obwohl das nicht immer nötig
» und sinnvoll ist. Vor allem die vielen Entstörkondensatoren (Mixer,
» Computer, TV, Videorec., usw.)bedingt durch die entstehenden Ableitströme
» können den FI ohne ersichtlichen Grund auslösen.
» Also wird man in einem Wohnhaus die Heizung nicht über einen 30mA-FI
» sichern und die Wohnräume mit 500mA, denn man will ja nicht wegen eines
» def. Toasters in der Kälte sitzen. Über Vorschriften der Werte und der
» Einsatzgebiete eines FIs kann ich dir weniger erzählen, dazu gibts
» bestimmt im Forum welche die`s besser können als ich.
» Ich will nur, daß du etwas Verständnis über den FI-Einsatz bekommst.
»
» Jürgen |
Thomas Z
05.03.2005, 20:10
@ Mechachris
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RCD-Selektivität |
genau so ist es
..... und bei Sicherungen macht man das auch so |