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sir-ask-alot

E-Mail

10.07.2009,
00:11
 

Steckboard oder Wire - Wrap set? (Bauelemente)

Hi ELKO,

Ich würde mir gerne eine Vorrichtung kaufen, die mir das lotlose Testen von Schaltungen ermöglchen.

Da gibt es ja das klassische Steckbrett:
STECKBOARD 2K4V :: Experimentier-Steckboard 1280/400 Kontakte von Reichelt um 10€

Funktionell und Billig, nur weiss ich nicht ob man nem 10€ Produkt qualitativ vertrauen kann.


Zum anderen wäre da noch das Wire-Wrapping, oder wie auch immer das heisst. Das haben wir letztens in der Schule praktiziert und ich fand das einfach klasse. Man hatte so eine Lochrasterplatine auf welchem die gängigsten IC's, Widerstande, Trimmer und Kondensatoren montiert waren.
Zusätzlich waren noch IC - halterungen und andere Sachen vorhanden.
Die Kontakte der Bauelemente waren denn mittels Stiftleisten Leicht zugänglich und mit so einem Wickelstift and dem dünne Drähte eingefädelt werden verbindbar. Hat echt spass gemacht und würd ich mir auch selber zusammenlöten - Macht bestimmt Spass und mann kann dann auch mit dem NE555 herumexperimentieren und hat alle Bauteile zur verfügung und es hat einfach echt Laune gemacht :)

Nur der Wickelstift und der Draht sind selbst bei Reichelt noch Teuer - Stolze 40€ ohne das Lochraster oder Bauteile (Aber die wären nicht das Problem).


Ich weiss jetzt wirklich nicht wie das Steckbrett qualitativ und praktisch ist aber wenn es jetzt wirklcih nicht schlecht wäre hätte ich für 10€ auch was schönes.

Oder hättet noch eine alternative für mich?
Was würdet ihr mir empfehlen?

Maik

10.07.2009,
00:28

@ sir-ask-alot

Steckboard oder Wire - Wrap set?

Ich hab mir einfach ne Platine genommen und hab überall Schraubklemmen angelötet an die Kontakte...
Paar x Meter Litzte mit Endhülse und so gehts ohne verluste der Kabel wenn ich wieder abbaue ;)

Thomas Z

10.07.2009,
09:15

@ sir-ask-alot

Steckboard oder Wire - Wrap set?

» Funktionell und Billig, nur weiss ich nicht ob man nem 10€ Produkt
» qualitativ vertrauen kann.
würde ich nie mehr machen
klappt nur wenn die Kontakte ganz neu sind
Restrisiko wegen schlechter Kontakte ist sehr hoch und dann mühsam den Fehler zu finden
Ist es die Schaltung oder der Aufbau?
Bauteildrähte sind mitunter ganz schön ungleich im Durchmesser und wo voher ein 78xx gesteckt war wackelt dann eine 1N41xx
Die Kontakte sind schnell ausgeleiert
besser (aber mühsamer) ist Lochrasterprint und löten oder Streifenrasterprint oder halt wrapen

Hartwig

10.07.2009,
09:19

@ sir-ask-alot

Steckboard oder Wire - Wrap set?

ich habe mit Steckbrettern keine eigene Erfahrung, habe aber gehört, daß es nach einer Weile zu Kontakproblemen kommt. Das schein besonders dann der Fall zu sein, wenn Bauteile einegesetzt werden, an denen bereits gelötet wurde oder aber in den gleichen Kontakten Drähte mit unterschiedlichem Durchmesser eingesetzt werden (Die Kontaktsicherheit läßt dann bei den dünneren Drähten nach!)
Wit Wire Wrapping habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Ich kenne das noch aus Zeiten als in der Datentechnik Wirewrapping weit verbreitet war, sowohl zum Aufbau von Prototypen-Boards als auch für Modifikationen und Erweiterungen in Serienprodukten. Probleme hab ich da nie erlebt. Das setzt allerdings voraus, daß qualitativ hochwertige Pfosten und Drähte und Wickler benutzt werden (ein einfaches Hand-Tool reicht vollkommen). Diskrete Bauelemente wurden derzeit auf DIL-Sockel gelötet, diese dann in Wirewrap-fähige IC-Fassungen gesteckt. Klarer Nachteil beim Wirewrapping ist der Platzbedarf auf der Vertrahtungsseite einer Platine - aber für Experiementierzwecke dürfte das keine Rolle spielen.
Hartwig

El-Haber

10.07.2009,
10:23

@ sir-ask-alot

Steckboard oder Wire - Wrap set?

HI,
hab selber mit den kleinen Boards gearbeitet. Solange die Bauteile sauber bis zum 'Anschlag' reingesteckt werden
können, funktioniert das ganz gut. Bei den IC's gibt es aber Probleme, da die Kontaktleisten durch die Kunststofflöcher recht tief sitzen - Abhilfe schafft da ein IC-Sockel mit etwas längeren Beinen - Aber dann bist du auch wieder beim Wire-Wrap.
Mit haben bisher die hohen Kosten von privatem Wrapping abgeschreckt. Vor allem bei vielen Kontakten (Digitaltechnik) ist ein Motorwerkzeug hilfreich. Bei Analogtechnik machen die zusätzlich zu lötenden Bauteile mehr Aufwand.
Ich habe mir für Prototypenboards und komplexere Experimentalaufbauten einen Fädelstift und Kämme zugelegt. Damit kann mit normaler Löttechnik und lackisoliertem Draht schnell ein funktionsfähiges Modell erstellt werden.
Bei hochfrequenter Digitaltechnik gibt es aber hier übersprechprobleme in den Leitungsbündeln.

CU
Stef

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
10.07.2009,
11:18

@ sir-ask-alot

Steckboard oder Wire - Wrap set?

» Da gibt es ja das klassische Steckbrett:
halt ich nix von, zu wackelig. Aber bei 10Euro hat man keinen großen Verlust, wenn man's dann wieder verschenkt.

Wire Wrap: professonelle Qualität, auch mit preiswertem Handwerkzeug.
Das ist aber nicht für mehrfaches auf und Abwickeln gedacht. Einmal wrappen, evtl einige Verbindungen korrigieren - und bis zum Verschrotten so lassen.

Lochraster, Streifenraster, Brett mit 2 gespannten Drähten und Heftzwecken und Lötkolben, loser 3dimensionaler Drahtverhau,...

hws

sir-ask-alot

E-Mail

10.07.2009,
11:56

@ sir-ask-alot

Steckboard oder Wire - Wrap set?

Danke schonmal an alle für eure Hilfe und Erfahrungswerte.

Jetzt noch eine kleine Idee von mir, die mir nach dem Lesen eurer Postings eingefallen ist.

Anstatt dem Wrapping könnt ich mir auch vorgefertigte Drähte machen die Stiftleisten als Ende haben.
Und als "Bauteil-Input" Stiftleisten Hülsen, ähnlich wie bei einem Steckboard.

Vorteil wäre aber dass ich saubere Kontakte hätte - Sprich immer der gleiche Querschnit ect und ich bräuchte kein wrapping Stift/Draht.
Ich bin jetzt wirklich nicht der Geilzhals so wärs ja nicht aber ich kann mir schon vorstellen wie oft ich neuen Wrapping Draht bestellen müsste bei meiner Bastlerei :)

Und wenn hws meint dass mehrfach wrapping eigendlich nicht der Grundphilosophie des Wrappings entspricht, glaub ich ihm das. (Hatte den Eindruck im Werkstättenuntericht aber nicht ;) )

Da wäre doch meine Idee eine gute Abhilfe oder?

Natürlich, auch bei Stiftleisten sieht man irgendwann Verschleissspuren, aber auf jedenfall sehr geringfügig.
Und im notfall kann man die Kontakte austauschen, kostet ja fast garnichts ( ~1Cent / Pol ).

Freu mich schon auf eure Postings :)

Theo(R)

E-Mail

Düsseldorf,
10.07.2009,
12:16
(editiert von Theo
am 10.07.2009 um 12:16)


@ sir-ask-alot

Steckboard oder Wire - Wrap set?

Hallo

Ich arbeite eigentlich ganz gerne mit diesem System, wenn man einige Punkte beachtet, kommt man auch länger damit zurecht.

Das System ist gemacht für Steckbrücken und Bauteile mit ca. 0,4mm Durchmesser. Den haben die mitgelieferten Brücken und auch ICs. Die ersten beiden Kontaktreihen von der Mitte aus betrachtet, sollten grundsätzlich nur solchen Bauteilen mit diesem Stiftdurchmesser vorbehalten sein. Dann werden ICs auch nicht wackeln.

Alle dickeren Anschlussstifte bis ca. 0,6mm (Spannungsregler/Leistungstransistoren) kommen in die äusseren Reihen.

Bauteile mit Lötresten an den Stiften werden nicht eingesteckt, oder nur über externe Klemmverbinder.

Alles mit dickeren Anschlussdrähten wird konsequent über (selbst herzustellende) Verbindungsleitungen mit dem Board verbunden.

Ich benutze auch ältere ausgeleierte kleine Boards manchmal für Testaufbauten, da sind dann aber nur Bauteile mit dicken Drähten drin, keine ICs.

Für den schnellen Test gibt es meiner Meinung nach nichts praktischeres als dieses System. Auch wenn man die Tipps oben beachtet leiern die Kontakte mit den Jahren aus oder nutzen ab. Aber bei dem geringen Preis kann man sich ja ab und zu ein neues gönnen.

Theo

stefan.pn

10.07.2009,
13:13

@ Theo

Steckboard oder Wire - Wrap set?

» Hallo
»
» Ich arbeite eigentlich ganz gerne mit diesem System, wenn man einige
» Punkte beachtet, kommt man auch länger damit zurecht.
»
» Das System ist gemacht für Steckbrücken und Bauteile mit ca. 0,4mm
» Durchmesser. Den haben die mitgelieferten Brücken und auch ICs. Die
» ersten beiden Kontaktreihen von der Mitte aus betrachtet, sollten
» grundsätzlich nur solchen Bauteilen mit diesem Stiftdurchmesser
» vorbehalten sein. Dann werden ICs auch nicht wackeln.
»
» Alle dickeren Anschlussstifte bis ca. 0,6mm
» (Spannungsregler/Leistungstransistoren) kommen in die äusseren Reihen.
»
» Bauteile mit Lötresten an den Stiften werden nicht eingesteckt, oder nur
» über externe Klemmverbinder.
»
» Alles mit dickeren Anschlussdrähten wird konsequent über (selbst
» herzustellende) Verbindungsleitungen mit dem Board verbunden.
»
» Ich benutze auch ältere ausgeleierte kleine Boards manchmal für
» Testaufbauten, da sind dann aber nur Bauteile mit dicken Drähten drin,
» keine ICs.
»
» Für den schnellen Test gibt es meiner Meinung nach nichts praktischeres
» als dieses System. Auch wenn man die Tipps oben beachtet leiern die
» Kontakte mit den Jahren aus oder nutzen ab. Aber bei dem geringen Preis
» kann man sich ja ab und zu ein neues gönnen.
»
» Theo


Dem kann ich nur zustimmen. Wenn man drauf aufpasst, ist es ein super System, ich arbeite nur damit!

lg Stefan

Gast

10.07.2009,
15:42

@ stefan.pn

Steckboard oder Wire - Wrap set?

Man muss auch guten wo man sein Steckboard kauft.
Ich hab eins von Reichelt und eins von Conrad
und das von Conrad ist viel besser und stabiler.
Allein schon die 4mm Buchsen, die wackeln nicht so
blöd wie beim Reichelt Breadboard.
Aber Conrad ist teuer und da werd ich nie bestellen,
ist letztenendes auch gar nicht mein Board :-P

Jogi(R)

Da,
10.07.2009,
15:43

@ sir-ask-alot

Steckboard oder Wire - Wrap set?

Es gibt unendlich viele Alternativen um was versuchsweise aufzubauen, lediglich begrenzt durch den eigenen Einfallsreichtum.

Es kommt halt auf den Zweck an.

Professionell, Firma, zeitkritische, schnelle Schaltungen, hohe Taktfrequenzen usw. dann kann man das Steckbrett vergessen, man handelt sich nur unnötige Probleme ein und die spätere Leiterplatte funktioniert mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit völlig anders als geplant. Wir haben folglich im Entwicklungslabor gewrapt und gelötet, auch in Kombination. Vorhandene Steckbretter haben wir direkt entsorgt, eh da noch ein Werkstudent Kokolores mit macht.

Bastelt man zu Hause was niederspannungsmäßiges - für hochohmige Hochspannungstechnik, Röhrenbasteleine u.ä. sind Steckbretter auch schlecht geeignet - sagen wir Verstärker und Radioschaltungen, diese allseits beliebten LED-Spielereien u.ä., dann kommt man mit Steckboards die noch nicht ausgeleiert sind sehr gut aus und bis gut und gerne in den unteren KW-Bereich (bis etwa ins 49m-Band), mit etwas sinngerechter Planung auch noch höher, aber sowas kann man nur noch als Freizeitbastelei verantworten, und keineswegs mehr als professionelle Arbeit abliefern.
Für den Zweck reichen dann auch die preiswertesten, etwas ruppiger und klemmiger zu steckenden, Bretter von Reichelt oder Pollin. Sind sie ausgeleiert - hab in all den Jahrzehnten bisher kein einziges total verleiert - dann schmeißt man sie eben weg.

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

El-Haber

10.07.2009,
16:05

@ sir-ask-alot

Steckboard oder Wire - Wrap set?

Hi,
sowas hab ich mal als Baukasten konzipiert.

Alle komplexeren Bauteile kommen angelötet auf eine kleine Platine (Lochraster oder Streifenraster) und werden mit je 2 Steckstiften (1,2mm-versilberte Platinennägel) pro Anschluß versehen.

Dazu gibt es kurze und lange Leitungen, die mit den passenden Steckhülsen versehen sind. 100er-Pack ist für wenige EUR zu haben.
2-polige Bauteile können auch wie Verbindungsleitungen mit Schrumpfschlauch und Steckhülsen versehen werden.

Dazu noch ein Stück Isolierschaum, in das die Platinchen mit Board-Nägeln oder Stecknadeln fixiert werden.
Übersichtlicher Aufbau - Fast-Schaltplan-Design möglich.
Angelehnt an die großen Experimentierboards von Phywe, Leybold, Busch, Kosmos, etc.

CU
Stef

stefan.pn

10.07.2009,
20:54

@ Gast

Steckboard oder Wire - Wrap set?

» Man muss auch guten wo man sein Steckboard kauft.
» Ich hab eins von Reichelt und eins von Conrad
» und das von Conrad ist viel besser und stabiler.
» Allein schon die 4mm Buchsen, die wackeln nicht so
» blöd wie beim Reichelt Breadboard.
» Aber Conrad ist teuer und da werd ich nie bestellen,
» ist letztenendes auch gar nicht mein Board :-P

Ja das stimmt auch. Meine Bretter waren sau teuer, sind dafür aber auch ziemlich robust.

lg Stefan

Björn(R)

E-Mail

Dortmund,
11.07.2009,
14:55

@ Gast

Steckboard oder Wire - Wrap set?

» Man muss auch guten wo man sein Steckboard kauft.
» Ich hab eins von Reichelt und eins von Conrad
» und das von Conrad ist viel besser und stabiler.
» Allein schon die 4mm Buchsen, die wackeln nicht so
» blöd wie beim Reichelt Breadboard.
» Aber Conrad ist teuer und da werd ich nie bestellen,
» ist letztenendes auch gar nicht mein Board :-P

Hallo,

ich arbeite auch viel mit einem Steckboard, ebenfalls das Modell von Conrad. Die Kontakte federn recht gut und greifen auch nach vielen Steckzyklen noch, wenn man nicht allzu dicken Draht reinsteckt.

Wire Wrap ist bzw. war eine Fertigungsmethode für industrielle Produkte, die besonderen Ansprüche genügen mussten z.B. Haltbarkeit bei Vibrationen, wo Lötverbindungen über kurz oder lang brechen würden. Wire Wrap erlaubt zwar gelegentliche, nachträgliche Umverdrahtungen, ist aber eher nicht für Testaufbauten mit sehr häufigen Umverdrahtungen gedacht.

Schöne Grüße,
Björn