Tom
29.06.2009, 02:15 |
LM317 mit Zener-Diode (Schaltungstechnik) |
Hallo!
Ich versuche gerade, eine Schaltung mit einem LM317 zu entwickeln. Nur scheine ich das Prinzip dabei nicht wirklich zu verstehen, obwohl ich mir die Mühe gemacht habe, mich durch den entspr. Minikurs zu quälen. Sehe ich das richtig, dass der Strom Iadj (zu finden im Datenblatt) AUS dem Baustein HERAUS fliesst? Welchen Sinn macht in diesem Fall der Spannungsteiler am Adjust-Pin? Irgendwas mit Referenzspannung, schon klar. Aber wie genau verhält sich ein Spannungsteiler, bei dem der Strom IN den mittleren Knoten HINEIN fliesst? So ein Setup habe ich bisher noch nirgends gesehen, geschweige denn, dass mir jemand beigebracht hätte, so etwas zu berechnen. Ach ja, noch etwas: anscheinend ist es ja so, dass die Spannung zwischen Output und Adjust sich immer auf etwa 1.25 volt einregelt. Könnte man dann zur Bereitstellung besonders stabiler Spannungen Zener-Dioden benutzen(irgendwie so in etwa wie in dem angehängten Schaltplanschnipsel)?
Wichtiger Hinweis an die Pedanten in diesem Forum: Die angehängte Darstellung ist keinesfalls als Vorschlag für eine reale Schaltung zu werten. Sie dient lediglich der prinzipiellen Illustration oben erwähnter Idee. Ich bin mir bewusst, dass das so höchstwahrscheinlich nicht funktionieren wird, und ich habe oben schon geschrieben, dass mir die Einsicht fehlt zu erkennen, warum meine Idee hahnebüchener Blödsinn ist. Es ist demnach also überflüssig mich auf die erwähnten Tatsachen, insbesondere auf meine fehlende Einsicht oder die hahnebüchene Blödsinnigheit angehängter Schaltung hinzuweisen. Ja, ich kenne meine Papenheimer...
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Hartwig
29.06.2009, 06:28
@ Tom
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LM317 mit Zener-Diode |
Hallo,
der LM317 braucht ja auch etwas Strom um zu "leben", daher also ein Stromfluß in den Eingang hinein und bei Adj wieder raus. Ohne dem geht es halt nicht. Und daher ist der Strom relativ klein und fast konstant. Der 317 hat eine interne Referenz von 1,25V. Zwischen Adj und Ausgang werden diese 1,25V zwingend eingestellt. Damit ist der Spannungsabfall am Widerstand zwischen Ausgang und Adj vorgegeben, und somit natülich der Strom. Über den unteren Widerstand des Spannungsteilers fällt jetzt die gewünschte Ausgangsspannung -1,25V ab. Damit kannst Du den erforderlichen Widerstand berechnen (gleicher Strom wie durch den "oberen" Widerstand plus der Strom aus Adj).
Grundsätzlich ist es möglich, die Z-diode wie von dir vorgeschlagen einzubauen. Für normale Anwendungen dürfte das wenig Sinn machen, aber in den Applikationsschriften steht glaube ich mehr dazu. Die 1,25V sind ja eigentlich schon hervorragend stabilisiert. Ich kann mir vorstellen, daß durch den Einbau einer Z-diode die Eigenschaften der Schaltung nicht zwangsläufig besser werden.
Viele Grüße
Hartwig |
hws

59425 Unna, 29.06.2009, 09:31
@ Tom
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LM317 mit Zener-Diode |
» ... Sie dient lediglich der prinzipiellen Illustration oben erwähnter
» Idee.
hmmm .. du legst in deinem Auto den serienmäßigten Benzinmotor still, baust einen zusätzlichen Elektromotor ein und füllst den Kofferraum mit Batterien.
Klar, kann man machen - aber wozu?
Glaub einfach den Entwicklern des LM317, dass die das schon richtig gemacht haben. Und in ausführlichen Applikationen hab ich auch schon Berechnungen gesehen, in denen dieser Strom durch das Adj-Pinchen mit eingerechnet wurde.
Vergleicht man beide Ergebnisse, kommt man zu dem Schluss, dass man den Einfluß dieses Stromes knicken kann. Einflüsse der Widerstandstoleranzen sind größer.
hws |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 29.06.2009, 15:13
@ Hartwig
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LM317 mit Zener-Diode |
» Die 1,25V sind ja
» eigentlich schon hervorragend stabilisiert.
Es ist eine Bandgap-Spannungsreferenz.
» Ich kann mir vorstellen, daß
» durch den Einbau einer Z-diode die Eigenschaften der Schaltung nicht
» zwangsläufig besser werden.
Mit einer Z-Diode auf keinen Fall, höchsteans mit einer weiteren einstellbaren Bandhap-Spannungsreferenz, z.B. mit LM385. -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
Hartwig
29.06.2009, 16:25
@ schaerer
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LM317 mit Zener-Diode |
Hallo Thomas,
vielen Dank für die Ergänzung - ich hatte das heute früh so mal schnell hingeschrieben. Irgendwo hatte ich allerdings noch in Erinnerung, mal eine Schaltung mit einer Z-Diode im unteren Zweig des Spannungsteilers gesehen zu haben - was als Z-diode gezeichnet war, war ein LM129.....
Viele Grüße
Hartwig |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 29.06.2009, 19:34
@ Hartwig
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LM317 mit Zener-Diode |
» Hallo Thomas,
» vielen Dank für die Ergänzung - ich hatte das heute früh so mal schnell
» hingeschrieben. Irgendwo hatte ich allerdings noch in Erinnerung, mal eine
» Schaltung mit einer Z-Diode im unteren Zweig des Spannungsteilers gesehen
» zu haben - was als Z-diode gezeichnet war, war ein LM129.....
BTW:
Wenn man den Adjust-Eingang des LM317 mit einer negativen Spannung von -1.3 VDC - ebenfalls empfehlenswert mit einer Bandgap-Referenz - vorspannt, kann man die Ausgangsspannung bis auf 0 VDC hinunter steuern. -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
Tom
29.06.2009, 23:11
@ Hartwig
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LM317 mit Zener-Diode |
» Grundsätzlich ist es möglich, die Z-diode wie von dir vorgeschlagen
» einzubauen. Für normale Anwendungen dürfte das wenig Sinn machen, aber in
» den Applikationsschriften steht glaube ich mehr dazu.
Ok, nur zum Verständnis: wenn ich also z.b. in obige Beispielschaltung eine 5.1V-Zenerdiode einbaue, bekomme ich welche Ausgangsspannung? 6.35V? Oder 5.1V? Sorry, ich steh jetzt grad bissel aufm Schlauch, was wohl auch daran liegt, dass ich schon bissel rumgefragt hab und jeder was anderes behauptet... (Im Zweifelsfalle glaub ich euch^^) |
x y
29.06.2009, 23:39
@ Tom
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LM317 mit Zener-Diode |
» Ok, nur zum Verständnis: wenn ich also z.b. in obige Beispielschaltung
» eine 5.1V-Zenerdiode einbaue, bekomme ich welche Ausgangsspannung? 6.35V?
» Oder 5.1V?
Unter der Annahme einer idealen Z-Diode: 6,35V. |
Tom
30.06.2009, 00:02
@ x y
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LM317 mit Zener-Diode |
» » Ok, nur zum Verständnis: wenn ich also z.b. in obige Beispielschaltung
» » eine 5.1V-Zenerdiode einbaue, bekomme ich welche Ausgangsspannung?
» 6.35V?
» » Oder 5.1V?
»
» Unter der Annahme einer idealen Z-Diode: 6,35V.
Ok, ich glaube jetzt hab ich's kapiert. Die Ausgangsspannung ist also immer 1.25V größer als die Spannung an dem unteren Widerstand/Diode/wasauchimmer. Richtig? |
x y
30.06.2009, 00:15
@ Tom
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LM317 mit Zener-Diode |
» Ok, ich glaube jetzt hab ich's kapiert. Die Ausgangsspannung ist also
» immer 1.25V größer als die Spannung an dem unteren
» Widerstand/Diode/wasauchimmer. Richtig?
Richtig, solange ausreichend Eingangsspannung vorhanden ist. |
Hartwig
30.06.2009, 15:08
@ Tom
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LM317 mit Zener-Diode |
Hallo,
aber berücksichtige, daß du mit einer "normalen" Z-diode wahhrscheinlich einen wenige stabilen Regler hinbekommst, als wenn Du den 317 alleine mit einem Widerstands-Spannungsteiler benutzt.
Hartwig |