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telnet

26.06.2009,
16:13
 

Polung von Elko (Elektronik)

Hallo,

ich bin gerade dabei in mein Auto neue Lautsprecher einzubaun. Dabei soll vor die Hochtöner als Hochpass ein Kondensator in der +-Leitung eingelötet werden.
Der Elko, den ich hierfür habe, hat ja eine Polung. Wie rum muss ich den Elko jetzt einbauen (+ oder - zum Lautsprecher bzw. zum Radio hin) und was mich viel mehr interessiert: warum ?

Torsten(R)

E-Mail

26.06.2009,
16:33
(editiert von Torsten
am 26.06.2009 um 16:38)


@ telnet

Polung von Elko

» ich bin gerade dabei in mein Auto neue Lautsprecher einzubaun. Dabei soll
» vor die Hochtöner als Hochpass ein Kondensator in der +-Leitung eingelötet
» werden.
» Der Elko, den ich hierfür habe, hat ja eine Polung. Wie rum muss ich den
» Elko jetzt einbauen (+ oder - zum Lautsprecher bzw. zum Radio hin) und was
» mich viel mehr interessiert: warum ?

Für den Zweck nimmt man bipolare Elkos. Das sind vereinfacht gesagt zwei einzelne Elkos, deren (-)-Anschlüsse verbunden sind.
Die dürfen kann (im gewissen Rahmen) auch AC belastet werden.
Für hochwertige Autobrüllwürfel kann man sich das auch selbst aus zwei normalen Elkos der doppelten Kapazität zusammenbauen:
--+-||---||-+--

Wenn die Kapazität nicht zu groß ist, kannst Du auch Folienkondensatoren (MKP oder MKT) nehmen. Manche Leute sagen, man hört den Unterschied. Ich habe es noch nie ausprobiert. Bei Autolautsprechern dürfte es auch egal sein...

Gruß
Torsten

Hartwig

26.06.2009,
21:56

@ Torsten

Polung von Elko

Hallo Torsten,
der Vollständigkeit halber möchte ich nur noch ergänzen, dap durch die Reihenschaltung die Kapazität halbiert wird. Wenn der Elko also z. B. 4,7µF haben soll, muß man zwei Elkos a 10µF nehmen. Die sogenannten "Tonfrequenzelkos" sind genau so aufgebau, manchmal enger toleriert da normale Elkos sehr große Toleranzen haben, was für Filter ungünstig ist. Viele Grüße
Hartwig

Torsten(R)

E-Mail

26.06.2009,
23:40

@ Hartwig

Polung von Elko

» Hallo Torsten,
» der Vollständigkeit halber möchte ich nur noch ergänzen, dap durch die
» Reihenschaltung die Kapazität halbiert wird. Wenn der Elko also z. B.
» 4,7µF haben soll, muß man zwei Elkos a 10µF nehmen.

Wie ich bereits oben schrieb:
» aus zwei normalen Elkos der doppelten Kapazität zusammenbauen

telnet

27.06.2009,
01:20

@ Torsten

Polung von Elko

Hallo,

vielen Dank für die Tipps. Werde ich sicher berücksichtigen.
Aber wie gesagt habe ich bei den Leuten die so was öfters machen schon einige Male gesehen dass die Elkos verbauen und daher würde mich die Frage mit der Polung trotzdem interessieren? Wie gesagt mich würde vor allem das WARUM bei der Polung interessieren... Will ja nicht einfach was aufbauen ohne zu verstehen warum ich das so mache..

Vielen Dank !

» » Hallo Torsten,
» » der Vollständigkeit halber möchte ich nur noch ergänzen, dap durch die
» » Reihenschaltung die Kapazität halbiert wird. Wenn der Elko also z. B.
» » 4,7µF haben soll, muß man zwei Elkos a 10µF nehmen.
»
» Wie ich bereits oben schrieb:
» » aus zwei normalen Elkos der doppelten Kapazität zusammenbauen

Hartwig

28.06.2009,
20:23

@ Torsten

Polung von Elko

Tja, sorry, da hatte ich wohl nicht richtig gelesen....

Hartwig

28.06.2009,
20:49

@ telnet

Polung von Elko

Hallo,
mir ist jetzt Deine frage nicht ganz klar, aber kurz zur Kondensatorauswahl:
Folienkondensatoren gehen natürlich auch, nur wird das teurer. Ebenso werden auch Metall/Papierkondensaoren genommen, aber auch die sind relativ teuer, zumindest im Vergleich mit billigen Elkos.
Elkos bestehen aus einer festen Elektrode, meist aufgerauhtes bzw. mikroporöses Aluminium. Durch anodische oxydation wird darauf eine Oxydschicht hergestellt - das Dielektrikum. Die Gegenelektrode besteht aus einer gut leitenden Flüssigkeit (Elektrolyt). Mit diesem Aufbau ist die Polarität festgelegt - AL = Anode und Elektrolyt = Katode. Würde man den Kondensator umgekehrt betreiben (also verpolen!) würde ein Strom fließen und zum sofortigem Abbau der Oxydschicht führen - der Kondensator wäre zerstört! Legst Du Wechslespannung an einen Elko (also wie in der Frequenzweiche!), so wird dieser während einer Halbwelle mit "verkehrter" Polarität betrieben - auch so wird die Sperrschicht leitend, es fließt Strom durch Elko, am Widerstand der Sperrschicht entstehen Verluste, es kommt zu Erwärmung, Elektrolyt verdampft und ...Wummmm .... große Sauerei - deswegen haben größere Elkos auch ein Sicherheitsventil. Fazit: Ein Elko muß an Gleichspannung betrieben werden. Bei Wechselspannungsbetrieb muß ein Elko mit Gleichspannung "vorgespannt" sein damit nie eine Polaritätsumkehr stattfindet. Letzteres kann aber bei Frequenzweichen sehr schwierig werden. Bei der Gegenreihenschaltung ist es gleich, ob nun beide Katoden oder beide Anoden zusammengelegt werden. Wichtig ist, daß in beiden Varianten der Schaltung unter Wechselspannungsbelastung immer ein Elko richtig gepolt ist und somit Stromfluß verhindert. So kann im jeweils falsch gepolten Elko die Isolation nicht zerstört werden. Die Elkos schützen sich also gegenseitig.
Grüße
Hartwig