vit
02.06.2009, 16:38 (editiert von vit am 02.06.2009 um 16:39) |
Windgenerator selbst bauen (Elektronik) |
Hallo!
Ich möchte demnächst ein Windgenerator bauen.
Hat jemand schon so was gemacht?
Ich habe es mir so vorgestellt, dass ich den Generator (gebraucht) kaufe und die Flügel und Netzeispeisewechselrichter selbst basteln würde.
Ist die Idee nicht zu utopisch?
Wo kriege ich die Schaltung für Netzeispeisewechselrichter?
Kennt jemand die guten Internetseiten für sowas?
Für Ihre Vorschläge und Kritik bin ich dankbar. |
Thomas Z
02.06.2009, 16:46
@ vit
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Windgenerator selbst bauen |
» Hallo!
» Ich möchte demnächst ein Windgenerator bauen.
brav!
» Hat jemand schon so was gemacht?
einige Freaks wie das Internt zur genüge zeigt
» Ich habe es mir so vorgestellt, dass ich den Generator (gebraucht) kaufe
» und die Flügel und Netzeispeisewechselrichter selbst basteln würde.
Wechselrichter selber bauen - keine Chance es sei du befasst dich seit vielen Jahren mit Leistungselektronik (dann wäre dein Posting anders formuliert)
Sagt dir ENS was?
» Ist die Idee nicht zu utopisch?
Die Idee ist gut - die Umsetzung utopisch
» Wo kriege ich die Schaltung für Netzeispeisewechselrichter?
mit ENS - sehr sehr selten
» Kennt jemand die guten Internetseiten für sowas?
google und ähnliches fragen |
vit
02.06.2009, 17:11
@ Thomas Z
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Windgenerator selbst bauen |
» Sagt dir ENS was?
Nein
Dann sag mal Du was das ist
Ich bin noch ganz am Anfang und ich glaube das trotzdem irgendwie zu schaffen.
Ich verstehe etwas in Elektronik und kann auch komplizierte Schaltungen zusammenbauen. Wenn ich die Schaltung hätte, würde ich auch machen können. Von Selbstentwicklung kann natürlich keine Gerede sein. |
Thomas Z
02.06.2009, 18:00
@ vit
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ENS |
» » Sagt dir ENS was?
» Nein
» Dann sag mal Du was das ist
zwar nimmer der neueste Entwurf aber als Einstieg
Die DIN V VDE 0126-1-1 :
Selbstätige Schaltstelle zwischen einer netzparallelen Eigenerzeugeranlage und dem öffentlichen Niederspannungsnetz
ist Ende Januar 2006 erschienen und ist ab dem 01.02.2006 verbindliche Norm für die Projektierung und den Betrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz geworden. Diese Norm besitzt den Status einer Vornorm und bietet dem Errichter von Eigenerzeugungsanlagen die notwendige Planungssicherheit für sein Vorhaben.
Die Norm beschreibt die technischen Anforderungen der Sicherheitsschnittstelle zwischen der Eigenerzeugeranlage und dem Niederspannungsnetz wenn auf die dem VNB „jederzeit zugängliche Schaltstelle mit Trennfunktion“ verzichtet werden soll. Aufgabe dieser „selbsttätig wirkenden Schnittstelle“ ist es eine unbeabsichtigte Einspeisung bei Inselbetrieb zu vermeiden und dadurch Betriebspersonal, Betriebsmittel, Verbraucher und die Eigenerzeugungsanlage selbst zu schützen.
Die Sicherheitsschnittstelle misst und überwacht hierzu mehrere Netzparameter. Im Zuge der EU- Harmonisierung und der geforderten Selektivität wurden Messverfahren und Grenzwerte neu definiert.
In Punkt 4 der Norm werden die Anforderungen festgelegt. Vor der Aufschaltung der Eigenerzeugeranlage müssen sich die folgenden Parameter des Netzes für 30 s innerhalb der vorgegeben Grenzwerte befinden.
1.1 Spannungsrückgang. Die Spannung in den Außenleitern muss größer als 80% UN sein.
1.2 Spannungssteigerung. Die Spannung in den Außenleitern darf 114 % UN nicht übersteigen
1.3 Die Frequenz des Netzes muss zwischen 47,5 Hz und 50,2 Hz liegen.
Nach erfolgter Parallelschaltung werden diese Parameter weiterhin überwacht und müssen bei Über- bzw. Unterschreitung der Grenzwerte nach 1.1 bis 1.3 innerhalb 200 ms zur Trennung vom Netzt führen.
Des weiteren ist im Parallelbetrieb der Mittelwert der Netzspannung über ein Zeitintervall von 10 min. zu messen. Übersteigt der Mittelwert einen Grenzwert von 110 % UN bis 115 % UN muss ebenfalls eine Trennung vom Netz erfolgen.(Der einzustellende Grenzwert muss mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden).
Neben dem Verfahren der Netz-Impedanzmessung ist zur Erkennung des Inselbetriebes der Schwingkreistest neu aufgenomen worden. Hierbei werden den einzelnen Phasen des netzparallelgeschaltetem Generators eine genau definierte komplexe Laste (gedämpfter Schwingkreis) parallelgeschaltet. Nach Trennen der so belasteten Phase vom Netz muss das Gerät innerhalb einer Zeit von 5 s diesen Betriebszustand erkennen. Dieser Test ist an jeder Phase mit sich im Bereich von 5% änderden Werten für L oder C zu wiederholen
http://www.enbw.com/content/de/partner/_media/pdf/richtlinien/RL_Eigenerzeugungsanl_Niederspannung_2005-09.pdf
http://www.iset.uni-kassel.de/abt/FB-A/publication/wechselrichter_2001/Vortrag_01_Bd.pdf |
vit
03.06.2009, 15:07
@ Thomas Z
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ENS |
» Danke
Gang schön kompliziert
Aber jeder Anfang ist schwer... |
Elko_Scotty

03.06.2009, 16:39
@ vit
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ENS |
Hi,
ich glaube dir wird keiner Strom abnehmen mit "Selbstbau".
Gruß
Scotty -- Nur wer nichts macht, macht keine Fehler
wer keine Fehler macht, wird befördert. |
Ritter

03.06.2009, 18:02
@ vit
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Einfälle statt Abfälle.. |
Hallo,
ich weiß ja nicht, in welchen Dimensionen Du denkst - aber was wäre mit einem 12-Netz mit Akku-Speicherung?
Das ist leicht realisierbar und entlastet auch Dein 230V-Netz!
Es gab mal eine Broschüren-Reihe namens "Einfälle statt Abfälle"; deren Autor hat sich seinerzeit Gedanken über diese Themen gemacht.
Und beispielweise aufgeführt, daß es unter Umweltgesichtspunkten sinnvoller ist, Strom aus der Steckdose zu zapfen, als ein Windrad in den Garten auf ein solides Betonfundament zu setzen.
Denn allein um die Energie zu erzeugen, die der Zement bei der Herstellung benötigte, müsste das (kleine) Windrad einige hundert Jahre laufen..
Seine Schlußfolgerungen (exotisch, aber immerhinm ziemlich konsequent): Fundament aus altem Bauholz einbuddeln; als Generator eine alte Kfz-Lichtmaschine vom Schrott etc. - also Altmaterial verwerten statt (mit Energieaufwand) neu produzierte Bauteile zu verwenden.
Gruß, - |
Thomas Z
03.06.2009, 20:46
@ Ritter
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Einfälle statt Abfälle.. |
» Denn allein um die Energie zu erzeugen, die der Zement bei der Herstellung
» benötigte, müsste das (kleine) Windrad einige hundert Jahre laufen..
berechnet oder nur geraten? |
Ritter

03.06.2009, 21:05
@ Thomas Z
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Soweit ich weiß war das annähernd berechnet... |
...aber ich habe jetzt nicht nachgeschaut, was er exakt schreibt.
Kann man ja ausrechnen, wenn man weiß, wieviel Strom die Pkw-Lichtmaschine erzeugt, wieviele Windstunden es ca. am Standort gibt - und wieviel Zement man für das Fundament benötigt und wieviel Energie ein Zentner bei der Herstellung verschlingt.
Viel Spaß beim Rechnen!  |
Gast
05.06.2009, 13:47
@ Ritter
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Soweit ich weiß war das annähernd berechnet... |
» ...aber ich habe jetzt nicht nachgeschaut, was er exakt schreibt.
» Kann man ja ausrechnen, wenn man weiß, wieviel Strom die Pkw-Lichtmaschine
» erzeugt, wieviele Windstunden es ca. am Standort gibt - und wieviel Zement
» man für das Fundament benötigt und wieviel Energie ein Zentner bei der
» Herstellung verschlingt.
» Viel Spaß beim Rechnen! 
Wenn die Herstellung wirklich soviel Energie verschlingen würde, dann wäre der Sack Zement so teuer, dass ihn keiner mehr kaufen könnte. |