Detlef
01.06.2009, 00:56 |
LED Spannung und Strom... (Elektronik) |
Hallo!
Hab mal eine absolute Anfänger Frage.
Hab mich hier so durch die Seiten gelesen und wollte denn mit den neu erfahrenen Sachen folgende simple Sache machen:
Ich hab ein Netzteil von meinem alten Telefon gefunden.
Eingang: 230V/50Hz
Ausgang: 9V/500mA/4,5VA
Nun wollte ich eine superhelle LED damit betreiben.
Farbe blau. Datenblatt oder welche das ist weiss ich leider nicht. Darum wollte ich die Diode einfach mal mit 2V Spannung versorgen und bin von nem Strom von 20mA ausgegangen. Wenn ich nun das Netzteil im Leerlauf messe, bekomme ich aufm Multimeter 13.7V angezeigt.
Hab also folgendes gerechnet:
R=U/I R=11.7V/0.02A=585Ohm
Hab also für den Widerstand nen 470Ohm Widerstand und nen 150Ohm Widerstand in Reihe geschaltet und dahinter halt die Diode.
Strom bei dem Widerstand I=U/R=11.7V/620Ohm=0.018A
Wenn ich aber nun den Strom in der Schaltung messe komme ich auf 15mA und eine Spannung von 3.2V die an der Diode anliegt...
Frage: Wo liegt mein Denkfehler?
Vielen Dank für Antworten
MfG Detlef |
x y
01.06.2009, 02:08
@ Detlef
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LED Spannung und Strom... |
» Frage: Wo liegt mein Denkfehler?
In der Annahme die Flusspannung einer blauen LED bei 20mA sei nur 2V. |
Detlef
01.06.2009, 04:19
@ x y
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LED Spannung und Strom... |
» » Frage: Wo liegt mein Denkfehler?
»
» In der Annahme die Flusspannung einer blauen LED bei 20mA sei nur 2V.
Sprich ich muss die richtige Spannung und den Strom der LED wissen, sonst kann ich nicht vernünftig rechnen?
Danke für die schnelle Antwort.
Damit sich keiner wundert, kann nicht schlafen 
MfG |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 01.06.2009, 10:33
@ Detlef
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LED Spannung und Strom... |
» » » Frage: Wo liegt mein Denkfehler?
» »
» » In der Annahme die Flusspannung einer blauen LED bei 20mA sei nur 2V.
»
» Sprich ich muss die richtige Spannung und den Strom der LED wissen, sonst
» kann ich nicht vernünftig rechnen?
» Danke für die schnelle Antwort.
»
» Damit sich keiner wundert, kann nicht schlafen 
Wegen dem LED-Spannung-und-Strom-Problem?
Cool bleiben!  -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
hws

59425 Unna, 01.06.2009, 11:16
@ Detlef
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zweites Problem |
(vermutlich)
» Wenn ich nun das Netzteil im Leerlauf messe,
» bekomme ich aufm Multimeter 13.7V angezeigt.
Du hast ein ungeregeltes Billignetzteil.
Schließ die LED an, wie du es gemacht hast und miß nochmal nach, welche Spannung aus dem Netzteil rauskommt.

hws |
x y
01.06.2009, 12:41
@ hws
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zweites Problem |
» Du hast ein ungeregeltes Billignetzteil.
Hat er zweifellos, aber bei 500mA Nennbelastbarkeit macht die eine 20mA LED noch nichts relevantes aus. Um geschätzte 0,2V wird die Spannung einbrechen. |
Detlef
01.06.2009, 13:03
@ schaerer
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LED Spannung und Strom... |
» Wegen dem LED-Spannung-und-Strom-Problem?
» Cool bleiben! 
Hmmmm.. jojo bin ja cool Aber mich nervt halt, dass ich nich die Daten nachmesse, die ich mir ausgerechnet hab.
Also hab noch mal nen bisschen geguckt und bei diesem LED-Vorwiderstandsberechner auf der Seite hier steht ja, dass ne blaue LED 2.9V Vdd hat. Also mit 2.9V und 20mA rechnen?
Achso, mit dem Netzteil, wurd ja auch noch einmal angesprochen, ist das nun richtig das ich mit 13.7V gerechnet habe oder war das völliger quatsch?
(Siehe erster Post)
MfG |
Zwinkerle
01.06.2009, 13:58
@ Detlef
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LED Spannung und Strom... |
» Aber mich nervt halt, dass ich nich die Daten
» nachmesse, die ich mir ausgerechnet hab.
Eine LED ist halt kein ohmscher Widerstand. Geh immer von der Flussspannung aus, zur Not vorher mit Vorwiderstand (Dekade) in Reihe messen, dann klapps auch. -- Don't feed Trolls!!! |
x y
01.06.2009, 14:50
@ Detlef
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LED Spannung und Strom... |
» Hmmmm.. jojo bin ja cool Aber mich nervt halt, dass ich nich die Daten
» nachmesse, die ich mir ausgerechnet hab.
Eben falsch gerechnet.
» Also hab noch mal nen bisschen geguckt und bei diesem
» LED-Vorwiderstandsberechner auf der Seite hier steht ja, dass ne blaue LED
» 2.9V Vdd hat. Also mit 2.9V und 20mA rechnen?
Nein, mit den Daten aus dem Datenblatt der LED. 2,9V sind für die aktuell üblichen blauen LEDs eh unrealistisch, da fließt kaum nennenswerter Strom.
» Achso, mit dem Netzteil, wurd ja auch noch einmal angesprochen, ist das
» nun richtig das ich mit 13.7V gerechnet habe oder war das völliger
» quatsch?
In dem speziellen Fall nicht, wegen sehr geringer Last. Wenn du mehr als nur die eine LED dran hängst wird die Spannung zusammenbrechen, bei 25*20mA=500mA auf etwa 9V. Aber die Ausgangsspannung deines Netzteils hängt ja auch noch von der Netzspannung ab, und die darf um bis zu 10% vom Nennwert abweichen. |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 01.06.2009, 15:18
@ Detlef
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LED Spannung und Strom... |
» » Wegen dem LED-Spannung-und-Strom-Problem?
» » Cool bleiben! 
» Hmmmm.. jojo bin ja cool Aber mich nervt halt, dass ich nich die Daten
» nachmesse, die ich mir ausgerechnet hab.
Wer misst misst Mist. Das ist immer so. Grundsätzlich. Aber es gibt kleine und grosse Abweichungen.
» Also hab noch mal nen bisschen geguckt und bei diesem
» LED-Vorwiderstandsberechner auf der Seite hier steht ja, dass ne blaue LED
» 2.9V Vdd hat. Also mit 2.9V und 20mA rechnen?
Jaaaa, aber steht dort auch, dass diese 2.9 V auf 20 mA referenziert sind?
Gibt es denn zu dieser LED kein Datenblatt mit einem Diagramm wo ueber dem ganzen zulässigen Strombereich die LED-Spannung angegeben ist?
Die LED verhält sich widerstandsmässig wie eine typische Diode sehr nichtlinear. Trotzdem ist die Fluss-Spannung bis zu einem gewissen Grad stromabhängig.
» Achso, mit dem Netzteil, wurd ja auch noch einmal angesprochen, ist das
» nun richtig das ich mit 13.7V gerechnet habe oder war das völliger
» quatsch?
» (Siehe erster Post)
Dieses Netzteil liefert bei 500 mA 9 VDC und im Leerlauf ganze 13 .7 VDC. Das Netzteil besteht also nur aus Trafo, Brückengleichrichter und Siebelko.
Wenn Du weisst, wieviel Strom die LED verbrauchen soll, belastet Du dieses Netzteil mittels einstellbarem Widerstand (Kleinleistungspotmeter) so stark, dass sich der Strom einstellt, der die LED mit Vorwiderstand verbrauchen wird. Dann misst Du die Netzteilspannung und berechnest daraus den Vorwiderstand fuer die LED beim selben Strom.
Es geht aber auch einfacher: Es ist unklar, wieviel das Netzteil bei welchem Strom an Spannung liefert. Nimm doch einfach ein Potmeter zwischen LED und Netzteil und drehe daran bis sich der gewünschte Strom einstellt und dann setze an stelle des Potmeter einen Widerstand mit dem selben Wert ein den Du am Potmeter gemessen hast. Dieses Potmeter muss nicht allzu viel Leistung aushalten. Bei 10 VDC und 50 mA sind es also 0.5 W.
Uebrigens Widerstandsdekaden sind für sowas ein feines Werkzeug. Die sind bei Farnell saumaessig teuer. Gibts wesentlich billiger beim ELV. Ich habe mal rasch nachgeschaut und habe da eine gefunden die mit 1 Watt belastbar ist:
http://www.preisroboter.de/ergebnis4036261.html
http://www.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&detail=10&detail2=6998&refid=affilinet&partnerid=172452&affmt=2&affmn=18
So eine Widerstandsdekade ist nicht rausgeworfenes Geld. Du wirst das in Deiner zukünftigen Praxiserfahrung immer wieder gebrauchen können.
Das folgende Bild zeigt Dir so eine Widerstandsdekade:

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
Detlef
01.06.2009, 21:23
@ Detlef
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LED Spannung und Strom... |
Vielen Dank an alle! Super das ihr mir so toll weitergeholfen habt und ich denke auch das ich es verstanden habe!
Ja leider habe ich die Datenblätter nicht mehr und bei dem Elektrogrosshändler wo ich die her hatte, scheint es diese Artikel nicht mehr zu geben. Ist auch schon ne Weile her das ich mir die LEDs besorgt habe.
Also denn
Allen noch ein frohes schaffen
1000-Dank
Detlef |