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jake(R)

20.05.2009,
14:35
 

Fußometer - die etwas andere Uhr (Elektronik)

Moin Jungs!

In zwei Wochen hat mein liebes Mütterchen Geburtstag und da ich Verfechter von kreativen Geschenken bin, die gleichzeitig auch noch einen gewissen "Nutzeffekt" haben sollen, bin ich auf die Idee gekommen, ihr ein Fußometer zu bauen.
Was zu Hölle soll das sein und warum gerade sowas?

Nun, meine Mutter hat eine Fußpflegepraxis, es musste also was Praktisches im Fußdesign werden :)

Zur Beschreibung: Ein Fußometer ist im Prinzip nichts anderes als eine Uhr. Dabei werden auf einem Brett die Zahlen von 0-12 von unten nach oben angebracht. Oben befindet sich eine kleine Winde, die einen Fuß (der mit dem großen Zeh auf die jeweilige Uhrzeit zeigt) langsam nach oben zieht. Einmal bei 12 Uhr angekommen spult die Winde den Fuß sofort wieder auf 0 herunter, das Prozedere geht erneut los.

Fuß aussägen, Zahlen anbringen, all das sind Arbeiten die jeder Sepp hinbekommt. Das Problem stellt für mich die Seilwinde dar. Sie sollte klein, leicht und gleichzeititg irgendwie einstellbar sein, sodass der Prozess des "Fußaufzugs" ;) exakt 12 Stunden dauert. Anschließend muss die Winde den Fuß möglichst schnell wieder herunterlassen und automatisch von vorne beginnen.

Und da kommt ihr, die technikverständigen, ins Spiel ;)

Ich kann zwar sicherlich hier und da was zusammenlöten, nen Draht biegen und ne Batterie laden, bin aber niemand der diesbezüglich eine Ausbildung hat. Ich bin aber bereit mir Dinge anzulesen und sorgfältig zu studieren. Ich verlange NICHT von euch, dass ihr mir grundlegendes elektronisches Verständnis beibringt. Es gibt genug Bücher dazu und ich bin Willens etwas dazuzulernen!

Zum zeitlichen Rahmen:
Fertig werden müsste das Ding in ca 2 Wochen. Da ich mein Abi gerade hinter mir habe und momentan 1Monat absolute Freizeit habe könnte ich mich ohne Probleme 5std an die Werkbank stellen (oder hinter ein Lehrbuch klemmen)...

Was meint ihr?

Machbar? Wenn ja, wie?


habt schon mal ganz lieben Dank für eure konstruktiven Ideen und Beiträge!

Lg, Jakob

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
20.05.2009,
15:10

@ jake

Fußometer - die etwas andere Uhr

» Prozess des "Fußaufzugs" ;) exakt 12 Stunden dauert. Anschließend muss die
» Winde den Fuß möglichst schnell wieder herunterlassen und automatisch von
» vorne beginnen.

Hmm ja, nen Feinmechaniker / Uhrmacher wird sowas möglicherweise mechanisch hinkriegen. Rad wie ne Schnecke, das sich in 12 Stunden einmal dreht (el Uhrwerk als Antrieb) und nach 12 Stunden ist die Schnecke zu ende und der Abtaster kippt wieder auf den Anfang.

Elektronisch? Die Winde mit nem Schritmotor antreiben und um 12 Uhr wieder schnell abwickeln. Ohne µP aber kaum durchführbar - und wenn, dann mit nem Haufen Zähler und Gatter als IC Grab. Möcht ich nicht entwerfen.

hws

El-Haber

20.05.2009,
16:46

@ jake

Fußometer - die etwas andere Uhr

HI,
wenn isch das richtig gesehen habe, dann existiert Dein Fußometer als POV oder WRl-Animation.
Warum klemmst Du das ganze nicht an den Praxis-Rechner mit der 2. Grafikkarte in einen kleinen LCD-Monitor?

Ansonsten wird es eher ein Transistor (IC)-Grab mit Schrittmotor-Treiber oder Stellmotoren etc.

Auf die Idee mit dem LCD-Monitor kam ich heite Mittag - da gab es feine Pasta bei Hennes&Queens. Die haben an den Wänden in schönen Barocken vergoldeten Rahmen auch LCD's stecken. Läuft halt irgend ein VIVA-Schmarrn drauf.

Cu
Stef

jake(R)

20.05.2009,
17:39
(editiert von jake
am 20.05.2009 um 17:43)


@ jake

Fußometer - die etwas andere Uhr

Hi!


Das Ding einfach auf nen Bildschirm abzubilden wäre zu einfach und nicht originell genug :-P


War vorhin bei einem H0 Menschen. Der Chef war leider nicht da, gehe also Montag nocheinmal hin. Mit dem Rede ich dann mal über die Motoren.

Ich habe das Fußometer nun etwas weitergeführt und einen Schaltkreis entworfen.

Das neue Modell beinhaltet nun zwei Motoren. Einen zum hinaufziehen und einen zum herunterlassen.
Die Schnur wird nun nicht mehr aufgewickelt sondern endlos weitergedreht, da sie einen Kreis bildet.

--> (Siehe Bild1 - Grafik des Modells)


Zu den Motoren:

Der obere Motor ist der technisch kompliziertere. Er soll langsam (ca. 10cm pro std) den Fuß nach oben ziehen.
Der untere ist technisch sehr einfach. Er zieht innerhalb weniger Sekunden den Fuß einfach wieder auf die 0Uhr Stellung zurück.


Zu der Motorsteuerung - der Schaltkreis

Irgendwie muss ich es ja nun erreichen, dass ich den einen Motor "an", den anderen gleichzeitig "aus" stelle.

Dazu habe ich folgende Schaltkreise skizziert:
--> Siehe Anhang 2 und 3 (Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich, hatte sprachliches Profil zum Abi :-P )

Folgendes Prinzip. Der Fuß hat Kontakte, die wenn er oben bzw. unten ist, den Stromkreislauf shcließen.

Ist der Fuß wie in Datei2 unten, so wird das Relais1 für den unteren Motor1 (den "Zurückziehmotor";) geschaltet, M1 ist deaktiviert und wird entkoppelt. Gleichzeitig wird relais2 aktiviert, M2 (Hochziehmotor) geht an und befördert den Fuß langsam wieder nach oben.


In Abb3 Ist der Fuß oben angekommen. Der Schaltkreis wird erneut geschlossen, Relais 1 gibt M1 frei/ Relais 2 macht M2 aus und entkoppelt ihn. Der Fuß wird nun wieder in die 0Uhr Position gebracht.


Ich hoffe man kann das nachvollziehen :-P

Bis denn, Jakob

Abb1: (Fußometer mit 2Motoren)






Abb2: (Fuß unten/oben an)


Abb3: (Fuß oben/unten an)

Elektronix(R)

20.05.2009,
18:02

@ jake

Fußometer - die etwas andere Uhr

Anderer Vorschlag: Nimm ein Uhrwerk einer alten Kuckuksuhr. Die Gewichte halten die Uhr am Laufen. Du kannst wahlweise die Seilwinde an die Zeigerachse hängen oder an die Treibgewichte.
Oder auch eine normale Uhr, bei der der Stundenzeiger auf die Seilwinde umgerüstet wird.

--
Und die Grundgebihr is aa scho drin. DOS is jo nett..

jake(R)

20.05.2009,
18:05

@ Elektronix

Fußometer - die etwas andere Uhr

» Anderer Vorschlag: Nimm ein Uhrwerk einer alten Kuckuksuhr. Die Gewichte
» halten die Uhr am Laufen. Du kannst wahlweise die Seilwinde an die
» Zeigerachse hängen oder an die Treibgewichte.
» Oder auch eine normale Uhr, bei der der Stundenzeiger auf die Seilwinde
» umgerüstet wird.


Dann würde mein Fuß aber nur hochfahren und nicht wieder herunter.. Oder übersehe ich etwas
Außerdem. Hat ein Uhrwerk die Kraft außer zeiger noch so einen Fuß inklusive Drachenschnur zu ziehen?


Fragen über Fragen...:-D

jakob

Pimpino(R)

E-Mail

21.05.2009,
00:21

@ jake

Fußometer - die etwas andere Uhr

Hallo Jakob,

ich denke wir alle wissen deinen Elan zu schätzen.
Aber einen so langsam drehenden Motor gibt es nicht. Auch mit einem Getriebe wirst du da relativ wenig Erfolg haben.

Die einzige Möglichkeit wäre wirklich ein Schrittmotor aber wie hws schon sagt, ohne Mikroprosessor wird das verdammt kompliziert.

Mein Vorschlag wäre daher, deinen filigranen Aufbau mit dem bewegten Pfeil etwas zu vereinfachen:
Es gibt einfache, kleine und sehr preiswerte Uhrwerke fertig zu kaufen.
(z. B. www.reichelt.de -> Artikel-Nr.: QUARZWERK)
Wenn du nun einen einfachen Fuß aus gutem Holz aussägst, schön lackierst und anschließend das Uhrwerk dahinter anbringst, wäre das sicherlich auch sehr passend für eine Fußpraxis.

Viel Erfolg und berichte mal was aus deinem Projekt geworden ist!

Gruß von einem ebenfalls "beurlaubten" Abiturienten ;-)

A-Freak(R)

Homepage E-Mail

21.05.2009,
09:28

@ jake

Fußometer - die etwas andere Uhr

Ein Taktgeber für einen Schrittmotor kann ziemlich einfach werden - auch ohne µC.

Nimm einen 32768Hz-Uhrenquarz und einen '4060 als Oszillator und Frequenzteiler, heraus kommen 2Hz. Darauf folgt ein weiterer Teiler z.B. mit dem '4040 der das noch einmal weiter herunterteilt.

Als dritten im Bunde nimmst du ein XOR-Gatter, z.B. aus einem '4030 mit dem du dir ein zweites Rechteck mit Phasenverschiebung bastelst. Wenn z.B. an Q4 vom Zähler ein Rechteck mit 1/8 Hz herauskommt, dann liefert Q4 XOR Q3 das gleiche Rechteck mit 1/8Hz und 90° Phasenverschiebung.

Die beiden Rechteckspannungen werden von je einem Paar BC328 / BC338 als Emmitterfolger gepuffert und an die beiden Wicklungen eines Schrittmotors angeschlossen, am besten über einen Kondensator damit kein Ruhestrom fliest sondern nur ein kurzer Impuls um den Motor einen Viertelschritt weiter zu drehen.

Alles in allem dreht der Schrittmotor sich damit z.B. alle 8 Sekunden um eine Schrittweite. Hat er z.B. 450 Polpaare (0,8° Schrittwinkel) ist das genau eine Umdrehung in der Stunde. An die Motorachse selbst kannst du in diesem Spezialfall auch noch einen Minutenzeiger befestigen, passen Taktfrequenz und Schrittwinkel nicht so gut zusammen funktioniert nur der Stundenzeiger.

Jetzt mußt du nur noch die obere Seilrolle auf den passenden Durchmesser abdrehen (lassen) damit dein "Zeiger" sich nach 12 Umdrehungen um 12 Stunden auf der Skala bewegt hat. Am einfachsten wird die Mechanik wenn er frei umlaufen kann, z.B. so aufgeteilt daß links und rechts die Tages- bzw. Nachtstunden angezeigt werden.

Wenn ich so etwas bauen würde dann würde ich Seilrolle und Schnur durch Zahnrad und Kette ersetzen, damit wäre das Teilerverhältnis auch hier digital festgelegt.

Carsten Wallner(R)

21.05.2009,
22:21

@ jake

Fußometer - die etwas andere Uhr

Hi,

schöne Idee - Scheiß-Arbeit ;oP

Ohne viel Aufwand käme vielleicht in Frage, das fertige Uhrwerk zu nehmen, zwei Füße zu basteln und immer einen vorne hoch fahren zu lassen - bei der Umlenkung kippt der hinten runter und unten kommt der andere Fuß hoch. Durch die beiden Füße hast Du auch ein Gegengewicht so dass es das Urwerk schaffen müsste.
Ansonsten würde auch ich an der Stelle "Microprozessor" sagen.

Gruß
Carsten

--
Vermeintliche Tippfehler in diesem Posting sind keineswegs Rechtschreibfehler sondern Vorschläge für die nächste Rächtschraiprevorm ;o)

jake(R)

24.05.2009,
23:21

@ jake

Fußometer - die etwas andere Uhr

habt Dank für eure Antworten Jungs!


Ich bleibe am Thema dran und berede das ganze morgen noch einmal mit einem Modellbahnmenschen, so ganz aufgegeben habe ich mit meinem Versuch noch nicht.
Sicherlich, einen so langsamen Motor gibbet nicht, leider. Mal schauen was mir als Alternative einfall ;)

Ich lasse nach Fertigstellung wieder von mir hören, hoffentlich mit einem gelungenem Ergebnis ;)


Bis dahin, Jakob *nichtsistunmöglich-abermanchmalebendoch* :-P