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Maik

20.05.2009,
01:07
 

Frage zu Standbohrmaschine (Elektronik)

Hi
Also ich würde mir gerne eine Standbohrmaschine zulegen jedoch gibt es da ja viele Varianten....
Welche kann mann gut nehmen als Hobbybastler?
Hauptsächlich würde ich Platine bohren, Metallplatten/Holzplatten für Gehäuse.
(Drehstrom ist vorhanden)
Es soll ja auch was gutes sein was lange hält und ich kenne mich in dem Bereich nicht aus.....
Danke für die Tips schonmal

Torsten(R)

E-Mail

20.05.2009,
08:09

@ Maik

Frage zu Standbohrmaschine

» Hauptsächlich würde ich Platine bohren, Metallplatten/Holzplatten für Gehäuse.

Da Platinen und Metallplatten sich in ihren Eigenschaften geringfügig unterscheiden (so haben die Metallplatten überlicherweise z.B. keine Kupferbeschichtung) werden auch recht unterschiedliche Anforderungen an das Werkzeug gestellt. ;-)

Zum Platinenbohren habe ich ab und an mal eine Proxxon Micromot in einem kleinen Bohrständer (MB 140?) verwendet. Das ging sehr gut.
Es gibt aber auch eine große Auswahl ähnlicher Maschinen von anderen Herstellern. Wichtig ist vor allem eine relativ hohe Drehzahl und die Verwendung von scharfen Bohrern. Dann geht der Rest wie von selbst.

Wenn Du von Metallplatten für Gehäuse sprichst, nehme ich an, Du meinst hauptsächlich Alubleche - oder vieleicht doch Stahlblech?
Da kommst Du jedenfalls mit dem oben genannten Gerät nicht weit. Erforderlich sind wesentlich geringere Drehzahlen und ein durchzugstarker Motor.
Wenns noch halbwegs bezahlbar bleiben soll und trotzdem von akzeptabler Qualität, kanst Du ja mal einen Blick auf die Quantum B20 werfen. Wenn Dir die zu teuer ist, geh in den nächsten Baumarkt und lass Dich von einem "Fachverkäufer" beraten.
(Bei den billigen Baumarktmaschinen macht es Spaß, mal die Pinole rauszufahren und zu gucken, wie viele Millimeter Spiel sie hat. Da findet man teilweise ungelaubliche Maschinen ;-) )

Ich würde bei so unterschiedlichen Anwendungen vermutlich zu zwei getrennten Maschinen tendieren.
Ansonsten könntest Du aber noch mal dazuschreiben, was für Durchmesser Du üblicherweise so bohren musst. Schraublöcher für M3 oder M4 kann man notfalls auch mit einer kleinen Maschine in das Blech bekommen, aber gerade für Potis oder Ähnliches in Frontplatten, braucht es ja meistens schon ein ordentliches Loch...

Gruß
Torsten

otti(R)

E-Mail

D,
20.05.2009,
20:51

@ Maik

Frage zu Standbohrmaschine

» Hi
» Also ich würde mir gerne eine Standbohrmaschine zulegen jedoch gibt es da
» ja viele Varianten....
» Welche kann mann gut nehmen als Hobbybastler?
» Hauptsächlich würde ich Platine bohren, Metallplatten/Holzplatten für
» Gehäuse.
» (Drehstrom ist vorhanden)
» Es soll ja auch was gutes sein was lange hält und ich kenne mich in dem
» Bereich nicht aus.....
» Danke für die Tips schonmal

Hallo Maik,
ich habe etwa 10 unterschiedliche Bohrmaschinen (Akku, 130 V, 400V) und bisher für jeden Fall etwas gehabt.

Deine Frage ist nicht eifach zu beantworten, da die Anforderungen sehr unterschiedlich sind.

1) Platinen:
Du benötigts ein Futter, in welches ggf. noch ein 1mm Bohr eingespannt werden kann.
Bitte achte bei den Ständerbohrmaschinen auf den Abstand zwischen Bohrmitte bis zum Standrohr. Dieser Abstand ist die maximale Entfernung vom Rand eines Werkstückes bis zu dem Punkt wo Du bohren kannst. Da geht schnell die Luft aus. Auch sollte das Futter kein großes Spiel haben, das ist bei billigen Geräten nicht so einfach.
Für meinen Sohn habe ich für den gleichen Zweck eine billige Ständerbohrmaschine von Güde gekauft und das Spiel durch eine Maßnahme entfernt.
Wenn Du handwerklich geschickt bist, dann mache ich Fotos und stelle die Modifikation hier ein. Die Maschine hat im Angebot 39 Euronen gekostet (5 Geschwindigkeiten).

2) Metall/Holzplatten
Da zählt besonders der oben erwähnte Abstand. Nimm einfach mal ein DINA4-Blatt, mache in die Mitte einen Punkt und nimm das Blatt mit ion ein Geschäft und tu mal so als wenn Du da ein Loch bohren möchtest.
Hier zählt, wie bereits erwähnt die Durchzugsstärke und die Anpassung der Geschwindigkeit.
Für Bleche würde ich Dir auch die speziellen Bohrer empfehlen, wenn Dir Deine Arme lieb sind.

Frag einfach nochmals nach, wenn Du was wissen willst.

--
Gruß
otti
_____________________________________
E-Laie aber vielleicht noch lernfähig

Torsten(R)

E-Mail

20.05.2009,
22:08

@ otti

Frage zu Standbohrmaschine

» Bitte achte bei den Ständerbohrmaschinen auf den Abstand zwischen Bohrmitte bis zum Standrohr. Dieser Abstand ist die maximale Entfernung vom Rand eines Werkstückes bis zu dem Punkt wo Du bohren kannst.

In Prospekten findet man das unter dem Punkt "Ausladung". Typische Werte bei kleinen, billigen Maschinen sind 100 bis 150 mm. Bei den etwas besseren Maschinen (300 € aufwärts) sind es meist ca. 180 mm, bei teureren Maschinen auch deutlich über 200 mm. Den Unterschied merkt man - meistens allerdings erst dann, wenn er für das gerade geplante Loch zu klein ist.
Unter 150 mm ist es jedenfalls sehr limitierend, danach hängt es stark vom persönlichen Gebrauch ab.

Gruß
Torsten

ollanner(R)

20.05.2009,
22:55

@ Torsten

Frage zu Standbohrmaschine

» Unter 150 mm ist es jedenfalls sehr limitierend, danach hängt es stark vom
» persönlichen Gebrauch ab.

Bei Quadratischen Werkstücken über 300mm Kantenlänge hätte man da schon arge Schwierigkeiten ein Loch exakt in die Mitte zu Bohren. ;-)
Bei uns in der Firma haben wir z.T. um die 25 Jahre alte Standbohrmaschinen vom Hersteller Ixion stehen, diese verrichten ihren Dienst wie ein schweizer Uhrwerk. Dafür, dass die auch in der Mechanischen Ausbildung bei uns anzutreffen sind und Auszubildende wie Ausbilder damit täglich Arbeiten sind die wirklich noch topp in Schuss. Auch die Bohrergebnisse sind bei korrekter Drehzahl (Abhängig von Bohrerdurchmesser und Werkstoff) und wirklich scharfen Bohrern echt erstklassig, wenn man vorher an der sichtigen Stelle angekörnt hat. :-) Häufig sind Bohrer aber stumpfer als gewünscht, weil irgend ein Heiopei die Bohrer verhunzt und unangeschliffen zurück ins Magazin oder in den Werkzeugschrank packt. :-( Gibt dann so tolle dreieckige Löcher.

--
Gruß
Der Ollanner

Torsten(R)

E-Mail

20.05.2009,
23:07

@ ollanner

Frage zu Standbohrmaschine

» Bei uns in der Firma haben wir z.T. um die 25 Jahre alte Standbohrmaschinen vom Hersteller Ixion stehen, diese verrichten ihren Dienst wie ein schweizer Uhrwerk.

Danke, an einer kleinen Ixion 15 durfte ich auch schon mal arbeiten. Die sind wirklich spitze, aber selbst 25 Jahre alt wirst Du Mühe haben, die für den Preis einer Mittelklassemaschine aus China zu kriegen. :-(
Aber Ixion / Maxion, Alzmetall, Flott, Solid oder Gillardon sind für Dünnblechbohren auch ein wenig überdimensioniert. ;-)

» Gibt dann so tolle dreieckige Löcher.

Und was hast Du gegen drei- oder viereckige Löcher? Manche Menschen geben dafür viel Geld aus:
http://www.woodworking.de/cgi-bin/forum/webbbs_config.pl/noframes/read/34511

:-D

ollanner(R)

20.05.2009,
23:24

@ Torsten

Frage zu Standbohrmaschine

» Danke, an einer kleinen Ixion 15 durfte ich auch schon mal arbeiten. Die
» sind wirklich spitze, aber selbst 25 Jahre alt wirst Du Mühe haben, die
» für den Preis einer Mittelklassemaschine aus China zu kriegen. :-(

Halten dafür möglicherweise aber noch weitere 25 Jahre durch. Ich sach immer, wer einmal zu billig kauft, der zahlt nachher doppelt.

» Aber Ixion / Maxion, Alzmetall, Flott, Solid oder Gillardon sind für
» Dünnblechbohren auch ein wenig überdimensioniert. ;-)

für bis zu 4 mm Lochdurchmesser kann man auch zur Not nen Dremel nehmen. :D

» » Gibt dann so tolle dreieckige Löcher.
»
» Und was hast Du gegen drei- oder viereckige Löcher? Manche Menschen geben
» dafür viel Geld aus:
» http://www.woodworking.de/cgi-bin/forum/webbbs_config.pl/noframes/read/34511
»
» :-D

Bei Gewindekernlöchern kommt das nicht so prickelnd, wenn man den Gewindeschneider, weil Loch ausgejackelt durch das Loch durchschmeißen kann. Angenehm zu schneiden sind die denn auch nicht. :-)

--
Gruß
Der Ollanner

otti(R)

E-Mail

D,
21.05.2009,
15:23

@ Torsten

Frage zu Standbohrmaschine

» » Bitte achte bei den Ständerbohrmaschinen auf den Abstand zwischen
» Bohrmitte bis zum Standrohr. Dieser Abstand ist die maximale Entfernung
» vom Rand eines Werkstückes bis zu dem Punkt wo Du bohren kannst.
»
» In Prospekten findet man das unter dem Punkt "Ausladung". Typische Werte
» bei kleinen, billigen Maschinen sind 100 bis 150 mm. Bei den etwas
» besseren Maschinen (300 € aufwärts) sind es meist ca. 180 mm, bei teureren
» Maschinen auch deutlich über 200 mm. Den Unterschied merkt man - meistens
» allerdings erst dann, wenn er für das gerade geplante Loch zu klein ist.
» Unter 150 mm ist es jedenfalls sehr limitierend, danach hängt es stark vom
» persönlichen Gebrauch ab.
»
» Gruß
» Torsten

Hi Torsten,
deshalb gab ich ja den Tipp.:ok:

--
Gruß
otti
_____________________________________
E-Laie aber vielleicht noch lernfähig