Joe-Hannes

Dresden, 19.05.2009, 10:55 |
-9 V aus +9V (Elektronik) |
Hallo
Ich bin gerade bei der Diplomarbeit und soll auf einer Testplatine mehrere Spannungswandlder vergleichen, die allesamt aus 3,3V -9V machen sollen.
Jetzt habe ich schon zwei, die direkt die -9V liefern.
Nun würde ich gern wissen, ob man bei einem ganz normalen Spannungswandler einfach Vout und GND vertauschen kann? Ich glaube ja, dass geht eher nicht, weil alleine schon der GND für Vin und Vout derselbe ist.
Gibt es evtl. die Möglichkeit einer Potenzialverschiebung?
Ich hatte mir gedacht, einfach an +9V eine invertierenden Spannungsfolger zu koppeln. Würde das hinhauen?
Dankeschön |
x y
19.05.2009, 11:20
@ Joe-Hannes
|
-9 V aus +9V |
» Ich bin gerade bei der Diplomarbeit
Fachbereich?
» und soll auf einer Testplatine mehrere
» Spannungswandlder vergleichen, die allesamt aus 3,3V -9V machen sollen.
Belastbarkeit?
» Jetzt habe ich schon zwei, die direkt die -9V liefern.
» Nun würde ich gern wissen, ob man bei einem ganz normalen Spannungswandler
» einfach Vout und GND vertauschen kann?
Nein, es sei denn es handelt sich um einen isolierten Wandler. Bei vielen Schaltregler gibt es allerdings Vorschläge der Hersteller wie man sie für verschiedene Aufgaben nutzen kann. Siehe z.B. MC34063A.
» Gibt es evtl. die Möglichkeit einer Potenzialverschiebung?
??
» Ich hatte mir gedacht, einfach an +9V eine invertierenden Spannungsfolger
» zu koppeln. Würde das hinhauen?
Mal abgesehen davon, dass 'invertierender Spannungsfolger' ein Oxymoron ist, woher bekommt der seine negative Versorgungsspannung? |
Joe-Hannes

19.05.2009, 11:43
@ x y
|
-9 V aus +9V |
FB Elektrotechnik
300mA muss er schaffen.
bzgl. Potenzialverschiebung: hab ein paar Ideen hier im Internet gefunden, einen Spannungsteiler zu nutzen und das GND-Potenzial zw. die beiden Widerstände zu legen. Aber auf dem Gebiet bin ich halt nicht so fit, deswegen will ich hier erst mal alle Möglichkeiten abklären.
Ok, hab mir die Spannungsfolger-Schaltung grad nochmal angeschaut. Ich meinte wohl eher einen invertierenden Verstärker mit 1 als Verstärkungsverhältnis. |
x y
19.05.2009, 12:21
@ Joe-Hannes
|
-9 V aus +9V |
» 300mA muss er schaffen.
Bei 3,3V Eingangsspannung fließt da schon ganz nett Spitzenstrom, da sollte man als Schalter schon einen p-MOSFET vorsehen, oder einen Trafo. Bei 9V Eingangsspannung schafft das sogar ein MC34063A.
» bzgl. Potenzialverschiebung: hab ein paar Ideen hier im Internet gefunden,
» einen Spannungsteiler zu nutzen und das GND-Potenzial zw. die beiden
» Widerstände zu legen.
So findest du das z.B. im Datenblatt des MC34063A.
Bei der Aufgabenstellung solltest du übrigens den Cuk-Konverter nicht außer Acht lassen, sehr elegante Topologie. |
Joe-Hannes

19.05.2009, 13:42
@ x y
|
-9 V aus +9V |
Was bedeutet bei dir Spitzenstrom?
Was soll der MOSFET bzw. Trafo denn schalten?
Meinst du die Bsp-Schaltung auf Seite 11/15 im Datenblatt?
Dort erkenn ich zwar auf dem unteren Bild den Spannungsteiler, aber was ist mit dem Bild darüber? |
x y
19.05.2009, 15:22
@ Joe-Hannes
|
-9 V aus +9V |
» Was bedeutet bei dir Spitzenstrom?
Der maximal auftretende Strom.
» Was soll der MOSFET bzw. Trafo denn schalten?
Trafos schalten nicht, sie übertragen. Und der MOSFET soll den Strom schalten, solcherlei Zeug heißt nicht ohne Grund Schaltregler.
» Meinst du die Bsp-Schaltung auf Seite 11/15 im Datenblatt?
Link aufs Datenblatt, sonst redet man nur aneinander vorbei.
Du hast dich offenkundig noch recht wenig mit Schaltregler befasst, solltest erst mal ein entsprechendes Grundlagenbuch lesen. |
Joe-Hannes

19.05.2009, 15:44
@ x y
|
-9 V aus +9V |
» da sollte man als Schalter schon einen p-MOSFET vorsehen, oder einen Trafo
Klar weiß ich, dass ein Trafo nicht schaltet, aber du hast es doch selbst do geschrieben.
Ehrlich gesagt, weiß ich auch grade nicht, wo du den MOSFET unterbringen würdest, denn ich habe ja auch schon andere Datenblätter durchgeforstet und da hab ich keinen MOSFET gesehen.
Ja mit Schaltreglern habe ich mich tatsächlich erst mit Beginn dieser Diplomarbeit befasst. Damit die Arbeit einen gewissen wissenschaftlichen Anspruch hat, hat mein Betreuer den Wandlervergleich mit reingenommen.
Das ist aber nicht Hauptbestandteil meiner Arbeit. Ich möchte einfach nur schnellstmöglich diese Platine aufbauen damit ich danach Widerstände, Induktivitäten und Kapazitäten variieren kann um die Stabilität bei Last zu untersuchen.
http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20090519154401.pdf
http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20090519154418.pdf |
x y
19.05.2009, 15:58
@ Joe-Hannes
|
-9 V aus +9V |
» Klar weiß ich, dass ein Trafo nicht schaltet, aber du hast es doch selbst
» do geschrieben.
Du hast das missverstanden, entweder einen p-MOSFET als Schalter, dann hat man trotz des hohen Spitzenstroms erträgliche Verluste. Oder aber einen Trafo einsetzen, dann kann man die auch auf ein mit Bipolartransistren erträgliches Maß drücken.
» Ehrlich gesagt, weiß ich auch grade nicht, wo du den MOSFET unterbringen
» würdest, denn ich habe ja auch schon andere Datenblätter durchgeforstet
» und da hab ich keinen MOSFET gesehen.
Es gibts jede Menge Schaltregler-ICs, die den Schalttransistor nicht on Chip haben, und da kommt dann häufig ein MOSFET zum Einsatz. Du solltest mal die parametrische Suche bei den Herstellern einsetzen.
» Ja mit Schaltreglern habe ich mich tatsächlich erst mit Beginn dieser
» Diplomarbeit befasst. Damit die Arbeit einen gewissen wissenschaftlichen
» Anspruch hat, hat mein Betreuer den Wandlervergleich mit reingenommen.
» Das ist aber nicht Hauptbestandteil meiner Arbeit. Ich möchte einfach nur
» schnellstmöglich diese Platine aufbauen damit ich danach Widerstände,
» Induktivitäten und Kapazitäten variieren kann um die Stabilität bei Last
» zu untersuchen.
Und sowas gibt heutzutage eine Diplomarbeit zusammen?
» http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20090519154401.pdf
Greif dir das Datenblatt von Onsemi, das ist ausführlicher, die haben den ja auch erfunden. |
Joe-Hannes

19.05.2009, 16:27
@ x y
|
-9 V aus +9V |
» Und sowas gibt heutzutage eine Diplomarbeit zusammen?
Nein, habe ja auch nur geschrieben, dass das ein kleiner Bestandteil ist.
Ich muss 2 Platinen designen, wo mehrere Displays draufkommen, dann ne Schaltung basteln, die analoge Werte für nen FPGA aufbereitet und dann diesen noch programmieren. |
x y
19.05.2009, 16:46
@ Joe-Hannes
|
-9 V aus +9V |
» » Und sowas gibt heutzutage eine Diplomarbeit zusammen?
»
» Nein, habe ja auch nur geschrieben, dass das ein kleiner Bestandteil ist.
»
» Ich muss 2 Platinen designen, wo mehrere Displays draufkommen, dann ne
» Schaltung basteln, die analoge Werte für nen FPGA aufbereitet und dann
» diesen noch programmieren.
Aha, der Schaltregler dient also nur zum Aufblähen.
Dann bleibts bei meiner Empfehlung zum Cuk-Konverter. Du findest bei Maxim dazu eine ausführliche Beschreibung, und geeignete Chips. Bei Maxim ist es auch kein Problem kostenlose Muster für deine Zwecke zu bekommen, so du nicht eh einen bei hiesigen Distris gut verfügbaren Chip nimmst. |
Joe-Hannes

20.05.2009, 16:18
@ x y
|
-9 V aus +9V |
Aber bei diesem Cuk-Konverter braucht's doch auch wieder einen Takt der diesen Schalter umlegt.
Ich hätte aber gern eine Lösung, die einfach aus ein paar Bauelementen besteht.
Gibt's da was? |
x y
20.05.2009, 18:57
@ Joe-Hannes
|
-9 V aus +9V |
» Aber bei diesem Cuk-Konverter braucht's doch auch wieder einen Takt der
» diesen Schalter umlegt.
z.B. MC34063A.
» Ich hätte aber gern eine Lösung, die einfach aus ein paar Bauelementen
» besteht.
» Gibt's da was?
Das sind nur ein paar Bauelemente. |