buben82
07.05.2009, 21:32 |
Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten (Elektronik) |
Hallo
Eine 58W Leuchtstoffleuchte braucht mit einem verlustarmen Vorschaltgerät etwa 66W.
Meine Frage: Wie kann es sein, dass das VVG 8W braucht.Es liegt doch in Reihe zur Lampe. Dann müsste doch der Lampen strom sinken und dann würden an der Leuchstoflampe keine 58W Wirkleistung mehr abfallen.Wie verhält sich das genau.Und was verursacht die Leistungsaufnahme von 58W auf 66W in der Reihenschaltung.Mehre Widerstände in Reihe verursachen ja ein geringere Leistungsaufnahme und Parallel eine höhere.
Und Warum verbraucht ein Konventionelles Vorschaltgerät noch mehr Leistung.Das kann ja nur an den Wicklungen liegen? |
olit

Berlin, 07.05.2009, 22:12
@ buben82
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
Hallo Bube
Erst mal zur konventionellen Vorschaltdrossel. Eine Leuchtstoffröhre ist eine Gasentladungslampe. Das ionisierte Gas ist nicht in der Lage den Strom zu begrenzen, so wie ein Widerstand es könnte. Also schaltet man eine Drossel (Induktiven Widerstand) vor die Röhre. Diese begrenzt den Strom auf den Wert, der, der Röhrenleistung entspricht. Die Drossel hat auch die Aufgabe, die Röhre nach dem Einschalten, dazu zu bringen, dass das Gas ionisiert (Zündet) Die Netzspannung von 230V kann das nicht. Der Zünder, der zu solchen Lampen gehöhlt, ist anfangs kurzgeschlossen und lässt Strom über die Drossel und die Heizwendeln der Röhre Fließen. Die Heizwendeln der Röhre erhitzen das gas in Ihrer Umgebung und erleichtern das Zünden. Der Zünder hat ein Bimetall welches durch den Stromfluss erwärmt wird und den Kontakt öffnet. Die Abrupte Unteerbrechung des Stromes lässt das Magnetfeld der Drossel zusammenbrechen. Dabei entsteht eine hohe Induktionsspannung, die, die Röhre zündet. Die Drossel dient jetzt nur noch zur Strombegrenzung. Die Brennspannung der Röhre liegt am Zünder an. Der Ist ebenfalls mit gas gefüllt welches wie bei einer Glimmlampe am leuchten gehalten wird. Diese Glimmentladung erzeugt soviel Wärme, das der Bimetallkontakt weiterhin offen bleibt. Also braucht der Zünder schon ein bisschen Energie die nicht zur Erhellung des Raumes beiträgt. Diese kann man allerdings vernachlässigen. Die Drossel ist eine Drahtwicklung und Draht hat nun mal einen ohmschen Widerstand. Die Drossel ist eben doch keine ideale Induktivität. Der ohmsche Widerstand erzeugt wärme (Verlustleistung). Um solche Drossel in einer angemessenen Größe zu fertigen, wird die Spule auf einen Eisenkern gewickelt. In diesem Eisenkern entstehen durch das Magnetische Wechselfeld Wirbelströme. Eisen hat auch einen ohmschen Widerstand. Also entstehen im Eisenkern auch Verluste. Solch eine Vorschaltdrossel wird im Betrieb warm. Diese Wärmeleistung trägt nichts zur Erhellung der Leuchtkraft bei (Verlust)
Moderne, elektronische Vorschaltgeräte haben Transistoren wiederstände und solchen Kram in sich und verbraten eben auch Energie.
alles klar? |
Gast
07.05.2009, 22:35
@ olit
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» Moderne, elektronische Vorschaltgeräte haben Transistoren wiederstände und
» solchen Kram in sich und verbraten eben auch Energie.
Nö, sie nutzen die Energie zigmal effizienter. Verbraten wird die Energie bei der Drossel. |
olit

Berlin, 07.05.2009, 22:41
@ Gast
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» » Moderne, elektronische Vorschaltgeräte haben Transistoren wiederstände
» und
» » solchen Kram in sich und verbraten eben auch Energie.
» Nö, sie nutzen die Energie zigmal effizienter. Verbraten wird die Energie
» bei der Drossel.
Keine Ahnung ob die Schaltnetzteilvorschaltgeräte noch ne Drossel haben?? |
hws

59425 Unna, 07.05.2009, 22:57
@ Gast
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
[elektronische Vorschaltgeräte]
» Nö, sie nutzen die Energie zigmal effizienter. Verbraten wird die Energie
» bei der Drossel.
Auch elektronische Vorschaltgeräte "verbraten Leistung" (eben den Unterschied zwischen 66Watt und 58Watt ~ 88% Wirkungsgrad)
Nur ist das wesentlich weniger (bzw besserer Wirkungsgrad) als mit den alten "Drossel-Vorschaltgeräten"
hws |
Gast
07.05.2009, 23:17
@ hws
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» » Nö, sie nutzen die Energie zigmal effizienter.
» Auch elektronische Vorschaltgeräte "verbraten Leistung"
» hws
Ein Clown  |
x y
08.05.2009, 12:45
@ Gast
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» Ein Clown 
Erzähl uns mehr über dich. |
x y
08.05.2009, 12:46
@ olit
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» Keine Ahnung ob die Schaltnetzteilvorschaltgeräte noch ne Drossel haben??
Netzteile sind das nicht, aber eine Drossel steckt auch drin, halt für 35kHz statt 50Hz. |
Harald Wilhelms

08.05.2009, 13:26 (editiert von Harald Wilhelms am 08.05.2009 um 13:26)
@ olit
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» Also schaltet man
» eine Drossel (Induktiven Widerstand) vor die Röhre. Die Drossel ist eine
» Drahtwicklung und Draht hat nun mal einen ohmschen Widerstand. Die Drossel
» ist eben doch keine ideale Induktivität. Der ohmsche Widerstand erzeugt
» wärme (Verlustleistung).
Obige Ausführungen sind richtig, nicht aber die
Ausführungen über die Funktion des Glimmzünders.
Dieser startet stets mit einer Glimmphase welche
den Bimetall erwärmt. Im Betrieb ist der Glimm-
zünder aus, da dessen Brennspannung höher als
die Brennspannung der Röhre ist.
Gruss
Harald |
olit

Berlin, 08.05.2009, 13:38
@ Harald Wilhelms
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» Obige Ausführungen sind richtig, nicht aber die
» Ausführungen über die Funktion des Glimmzünders.
» Dieser startet stets mit einer Glimmphase welche
» den Bimetall erwärmt. Im Betrieb ist der Glimm-
» zünder aus, da dessen Brennspannung höher als
» die Brennspannung der Röhre ist.
» Gruss
» Harald
Ja, stimmt!
Ich habe mich im Eifer des Gefechts etwas vergaloppiert. |
Hannes
08.05.2009, 14:01
@ olit
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» Hallo Bube
»
» Erst mal zur konventionellen Vorschaltdrossel. Eine Leuchtstoffröhre ist
» eine Gasentladungslampe. Das ionisierte Gas ist nicht in der Lage den
» Strom zu begrenzen, so wie ein Widerstand es könnte. Also schaltet man
» eine Drossel (Induktiven Widerstand) vor die Röhre. Diese begrenzt den
» Strom auf den Wert, der, der Röhrenleistung entspricht. Die Drossel hat
» auch die Aufgabe, die Röhre nach dem Einschalten, dazu zu bringen, dass
» das Gas ionisiert (Zündet) Die Netzspannung von 230V kann das nicht. Der
» Zünder, der zu solchen Lampen gehöhlt, ist anfangs kurzgeschlossen und
» lässt Strom über die Drossel und die Heizwendeln der Röhre Fließen. Die
» Heizwendeln der Röhre erhitzen das gas in Ihrer Umgebung und erleichtern
» das Zünden. Der Zünder hat ein Bimetall welches durch den Stromfluss
» erwärmt wird und den Kontakt öffnet. Die Abrupte Unteerbrechung des
» Stromes lässt das Magnetfeld der Drossel zusammenbrechen. Dabei entsteht
» eine hohe Induktionsspannung, die, die Röhre zündet. Die Drossel dient
» jetzt nur noch zur Strombegrenzung. Die Brennspannung der Röhre liegt am
» Zünder an. Der Ist ebenfalls mit gas gefüllt welches wie bei einer
» Glimmlampe am leuchten gehalten wird. Diese Glimmentladung erzeugt soviel
» Wärme, das der Bimetallkontakt weiterhin offen bleibt. Also braucht der
» Zünder schon ein bisschen Energie die nicht zur Erhellung des Raumes
» beiträgt. Diese kann man allerdings vernachlässigen. Die Drossel ist eine
» Drahtwicklung und Draht hat nun mal einen ohmschen Widerstand. Die Drossel
» ist eben doch keine ideale Induktivität. Der ohmsche Widerstand erzeugt
» wärme (Verlustleistung). Um solche Drossel in einer angemessenen Größe zu
» fertigen, wird die Spule auf einen Eisenkern gewickelt. In diesem
» Eisenkern entstehen durch das Magnetische Wechselfeld Wirbelströme. Eisen
» hat auch einen ohmschen Widerstand. Also entstehen im Eisenkern auch
» Verluste. Solch eine Vorschaltdrossel wird im Betrieb warm. Diese
» Wärmeleistung trägt nichts zur Erhellung der Leuchtkraft bei (Verlust)
» Moderne, elektronische Vorschaltgeräte haben Transistoren wiederstände und
» solchen Kram in sich und verbraten eben auch Energie.
»
» alles klar?
Danke super erklärt.
Nur ich versteh nicht warum ich 66W ziehe und nicht weniger wie 58W. Ich mein: strom steigt doch nur wenn widerstände egal ob ohmisch oder nicht parallel geschalten sind. In reihe fällt doch die Wirkleistung je mehr widerstände ich rein schalte.Ein 100ohm Widerstand brauch an 230V 529W und 2 in reihe die hälfte.Jetzt versteh ich nicht warum der stromaufnahme steigt.Sonst würde ja der Leistungsmesser nicht mehr anzeigen.Leistungsmesser zeigen ja wirkleistung an.Also UxIx Cosinus...Ich möchte nur wissen warum die wirkleistungaufnahme steigt???Ich mein die ist doch immer gleich es ändert sich doch nur Schein und Blindleistung.Was wär wenn die Spule mehr wicklungen hat dann zieht die Leuchte doch weniger Strom, Licht müsste dunkler werden.Leistungsaufnahme geht dann runter oder?
» Ich dreh ab vor lauter Leistungen und Fasenverschiebungen |
buben
08.05.2009, 14:09
@ Gast
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» » » Nö, sie nutzen die Energie zigmal effizienter.
» » Auch elektronische Vorschaltgeräte "verbraten Leistung"
» » hws
»
» Ein Clown 
Schon klar, aber wo kommt bitte schön die Leistung her, wenn die Lampe nur 58W hat, wenn ich da noch ne drossel davor baller dann geht doch die Gesamtleistungsaufnahme runter, wie mehrere widertände in Reihe da fällt auch die Gesamtleistungsaufnahme je mehr ich reinschalte.Parallel steigt die Leistungsaufnahme.Die drossel hängt doch aber in reihe. |
olit

Berlin, 08.05.2009, 14:14
@ Hannes
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
Was wär
» wenn die Spule mehr wicklungen hat dann zieht die Leuchte doch weniger
» Strom, Licht müsste dunkler werden.Leistungsaufnahme geht dann runter
» oder?
Genau! deshalb steht auf der Drossel für welche Röhrenleistung diese Drossel ist.
Gruß olit |
Harald Wilhelms

08.05.2009, 14:46
@ Hannes
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» Nur ich versteh nicht warum ich 66W ziehe und nicht weniger wie 58W.
Du machst da einen Denkfehler. Du kannst Deine
Leuchtstofflampe gar nicht direkt an 230V
anschliessen, da diese dafür nicht geeignet ist.
Die Leistung von 58W ist für den Fall berechnet
worden, das Du sie an das richtige, genau für
diese Röhre berechnete Vorschaltgerät anschliesst.
Gruss
Harald |
x y
08.05.2009, 15:04
@ olit
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» Genau! deshalb steht auf der Drossel für welche Röhrenleistung diese
» Drossel ist.
Da steht nicht nur die Leistung, sondern auch der Typ der Röhre (Bauform). Die Betriebsdaten zweier Leuchtstofflampen können, trotz gleicher Leistung, sehr verschieden sein. |
hws

59425 Unna, 08.05.2009, 23:18
@ buben
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Verluste von Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffleuchten |
» Schon klar, aber wo kommt bitte schön die Leistung her, wenn die Lampe nur
» 58W hat, wenn ich da noch ne drossel davor baller dann geht doch die
» Gesamtleistungsaufnahme runter,
Richtig, dann schalte mal ne Röhre OHNE Vorschaltgerät und Drossel an die 230V und zünde sie irgendwie. Dann hat die Röhre kurzzeitig wesentlich mehr als 58 Watt. Man kann auch bei einer alten konventionellen Drossel diese überbrücken, wenn die Lampe gezündet hat. Aber bitte in voller Schutzausrüstung und nicht abends (im Dunkeln findet man die Sicherung immer so schwer.)
Also MIT Drossel oder Vorschaltgerät verballert die Röhre 58Watt. Gesamt mit Vorschaltgerät 66Watt. Also 8Watt für das Vorschaltgerät.
Und ohne Vorschaltgerät und Drossel fliegt dir das Dingen um die Ohren vor lauter Leistung.
» wie mehrere widertände in Reihe da fällt
» auch die Gesamtleistungsaufnahme je mehr ich reinschalte.
Die Röhre IST aber kein Widerstand und verhält sich auch nicht so. Die 58Watt hat sie bei PASSENDEM Vorschaltgerät oder Drossel.
hws |