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Dave

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07.05.2009,
21:12
 

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage (Elektronik)

Guten Abend allerseits.
also, es geht darum, das ich eine kleine Endstufe habe, welche mit maximal 28V betrieben werden kann.

nun habe ich noch einen alten Trafo gefunden, welcher einst aus einem Netzteil stammt, welches 13,8V lieferte bei 12A und kurzschlussfest war. Ist ein recht großer klotz der Trafo. dieser hat 3 Ausgänge, also einen Mittelabgriff.

mit dem Multimeter messe ich jeweils 17V wechselspannung zum mittelabgriff hin.



jetzt meine frage - wenn ich einfach den mittelabgrif wegnehme, und sozusagen nur die enden der sekundärwicklung hernehme und diese an einen brückengleichrichter hänge, so habe ich ja theoretisch um die 32V (mal angenommen jede diode verbrät 1 volt, wobei ja pro phase nur 2 dioden "aktiv" sind)

die 32V sind aber zuviel des guten. da weis ich jetzt nicht, wie ich die auf maximal 28V runterdrücken kann. wenn ich einen einfachen Linear regler hernehme, müsste dies ein unheimlich großer Festspannungsregler sein denke ich mal.
Der verstärker liefert laut angabe 4x 50W Sinus (bei 2 ohm last glaube ich - die stufe basiert auf der Tripath technik, also wird das wohl auch stimmen)


daher meine frage, wenn mir der trafo 2x 17V liefert, wie kann ich da 1x 17V draus machen, dafür doppelten maximalstrom zur verfügung stehen lassen? ich stehe da momentan etwa aufm schlauch...einfach die beiden "enden" der sekundärwicklung kann ich doch nicht einfach so zusammenlöten, oder? das würde doch einen kurzschluss geben (zumal ich zwischen den enden eine spannung von 34V messe)


was könnte ich in meinem falle machen? klar, am besten währe eben wenn ich eine höhere spannung nutzen kann, umso mehr kommt aus der stue an leistung auch raus, da die endstufe eben selber kein netzteil besitzt und die ausgangsleistung auch halwegs linear zur eingangsspannung steigt



tips?

olit(R)

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Berlin,
07.05.2009,
21:26

@ Dave

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

Hallo Dave

Lege Die Mittelanzapfung an Masse. Die anderen Beiden Enden führst du über je eine Diode.
Die Katoden schaltest du zusammen und hast eine Spitzenspannung von 17 x Wurzel 2 –0,7 = 23V. Die reichen bestimmt auch für den Verstärker.

Viel spaß

Dave

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07.05.2009,
21:42

@ olit

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

Nabend. meinst du das so wie ichs bei 1. gezeichnet habe?

ich habe mir das ursprünglich so gedacht mit 2 brückengleichrichter siehe zeichnung bei 2., damit ich wirklich die höhste effektivität erhalte. aber ob das überhaupt möglich ist?

Gast

07.05.2009,
21:55

@ Dave

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

Wo liegt da die Mittelanzapfung an Masse?
Unteres Ende an Anode einer Diode, oberes Ende an Anode einer zweiten Diode, beide Kathoden zusammen -> ist +
Mittelanzapfung ist Minus.

Dave

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07.05.2009,
22:16

@ Gast

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

das grüne ist die mittenanzapfung des Trafos, und die andern beiden blauen, das sind die beiden hauptausgänge der sekundärwicklung des trafos.

daher mein gedanke, zwei Brückengleichrichter herzunehmen, die mittenanzapfung geht an beide brückengleichrichter ran, nur das eben sozusagen L1 (ich nenns mal so, also das ist das eine ende der sekundärwicklung) an den 1. brückengleichrichter rangeht, und L2 geht an den 2. brückengleichrichter.

so nutze ich im prinzip 4 halbwellen zum gleichrichten. der Trafo ist doch nix weiter als zwei trafos in einem, oder sehe ich das falsch?
wenn man nur einen normalen trafo hätte, also wo es nur 2 ausgänge gibt, also ohne mittenanzapfung, da kann man ja auch nur einen brückengleichrichter ranhängen, nutzt so aber eben die positive, sowie auch die negative halbwelle des trafos beim gleichrichten, und muss so weniger klätten mit elkos



oder habe ich momentan ne echte denkblokade drin? *confused*



hier ist ja ein bild auf der Wiki seite, wie ihr das meint, mit den zwei Dioden:




allerdings sehe ich eben auch, das immer nur eine hälfte des trafos aktiv genutzt wird, obwohl doch in beiden seiten eine spannung induziert wird. daher mein gedanke, die andere seite auch zu nutzen, sodas wirklich beide spulen zum gleichn moment genutzt werden, und ihre spannung an die brückengleichrichter weitergeben, wo man dan am plus/minus ausgang die beiden gleichrichter nur noch parallel miteinander verbinden...so wie auf meiner neuen zeichnung hier.




geht den das nicht? finde ich etwas ineffektiv wenn immer nur ein teil des trafos effektiv genutzt wird :/

olit(R)

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Berlin,
07.05.2009,
22:20

@ Dave

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

Ich meinte es so. Man nennt es Zweiweggleichrichtung

Gast

07.05.2009,
22:33

@ Dave

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

» so nutze ich im prinzip 4 halbwellen zum gleichrichten.
Es gibt nur niemals 4 Halbwellen, nur 2, dewegen reichen 2 Dioden. Ist deine Shifttaste kaputt?

Dave

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07.05.2009,
22:38

@ Gast

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

Die Liegt etwas ungünstig die Taste hier aufm Notebook, da erwische ich meist die Capslocktaste gleich mit...naja egal.

Ja, das mit den 4 Halbwellen meinte ich ja auch eher illosorisch, aber ich meine durch die Zwei Brückengleichrichter nutze ich doch auch ständig jede Spulenseite, sodas ich doch eigentlich auch den doppelten Strom zur verfügung haben müsste, oder ist das nicht so?

Ich meine, L1 macht zur N leiter hin ein Potentialunterschied, während aber im exakt selben moment auch ein Potentialunterschied von N zu L2 existiert, und genau dies könnte man doch nutzen?
Wie gesagt, die Ausgänge heißen sicherlich nicht N, L1 und L2, weis jetzt nur nicht wie man die ausgänge da am Trafo nennt.

olit(R)

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Berlin,
07.05.2009,
22:51

@ Dave

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

Melde deine Schaltung zum Patent an! Kannste Millionär werden!

Dave

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07.05.2009,
22:58

@ olit

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

*grinz* Naja ich glaube die ist so Simpel, darauf kommt jeder. Aber mich würde das eben mal interessieren, was da passiert. Kurzschluss ist es nicht, Funktionieren müsste das auch. Ich werd einfach mal einen Versuchsaufbau machen, mal schaun was da rauskommt.

Rein vom logischem her müsste ich dadurch den doppelten Maximalstrom haben als wenn ich eine einfache Zweiwegegleichrichtung mache, weil ich eben alle beide Potentialunterschiede pro phase nutze.


Aber das ist zu einfach, da muss doch ein haken dabei sein, irgendwas darf doch da garnicht Funktionieren, sonst würde es ja jeder machen.
mano, soviel getrunken habe ich doch garnicht *blub*

hmm :-/ wo liegt hier der denkfehler?

olit(R)

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Berlin,
07.05.2009,
23:07

@ Dave

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

» *grinz* Naja ich glaube die ist so Simpel, darauf kommt jeder. Aber mich
» würde das eben mal interessieren, was da passiert.
» Aber das ist zu einfach, da muss doch ein haken dabei sein, irgendwas darf
» doch da garnicht Funktionieren, sonst würde es ja jeder machen.
» mano, soviel getrunken habe ich doch garnicht *blub*
»
» hmm :-/ wo liegt hier der denkfehler?

Ich habe keine Lust mich in deinen ------ reinzudenken!
Ziehe feuerfeste Handschuhe an und setz ne Schutzbrille auf!

Gast

07.05.2009,
23:20

@ Dave

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

» Aber das ist zu einfach, da muss doch ein haken dabei sein
Lass mal den olit weg und überlege selber bei deiner Konstruktion wo Ströme bei welcher Halbwelle fließen. Wenn du richtig ligst, bleiben 2 Dioden übrig.

BataillonDAmour

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08.05.2009,
01:13

@ Dave

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

Hi,

du hast absolut Recht. Die Trafoausnutzung von Mittelpunktschaltungen (die mit den zwei Dioden nennt man M2-Schaltung) ist natürlich kleiner als bei Brückengleichtung (4 Dioden = B2).

Man könnte den Mittelanzapfungstrafo als "3Phasen-Drehstromsystem" betrachten. Allerdings beträgt der Winkel zwischen den Phasen nicht wie üblich 120° sondern eben 180° :). Das geht tatsächlich - ist aber äusserst unüblich. Ersetze mal die jeweils 2x2 parallel geschalteten Dioden an der Mittelanzapfung durch jeweils nur eine Diode! Dann bekommst du einen ganz normalen 3Phasen-Drehstrom-Brückengleichrichter (B6: ).

Wenn der Unterschied beider Ausgangsspannungen des Trafos sehr klein ist und in ausreichendem Maße bei Belastung absinkt (Symmetrierung der beiden Wicklungen), dann kann deine Doppel-B2 (bzw. eine einfache 6-Dioden-Brücke) zu Lasten von erhöhtem Schaltungsaufwand und erhöhter Halbleiterverluste in den Dioden eine deutlich bessere Trafoausnutzung bieten. Das ist aber in der industriellen Praxis mehr als unüblich, weil man da gleich auf die Mittelanzapfung verzichtet und sich somit den erhöhten Schaltungsaufwand spart.

lg

Theo(R)

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Düsseldorf,
08.05.2009,
08:58

@ Dave

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

Hallo

Es kommt auf die Bauart des Trafos an, ob du da etwas ändern kannst.

Du hast zwei Wicklungshälften a 17V. Wie sind die am Mittelpunkt miteinander verbunden? Auf zwei getrennten Lötfahnen(Drähten) die dann miteinander verbunden sind? Das wäre ideal. Oder kommen aus einem Isolierschlauch zwei Drähte?

Es geht darum, dass du die beiden Wicklungen die jetzt hintereinander geschaltet sind, parallel schalten musst. Nur dann hast du den doppelten Strom. Es muss dir also gelingen, am mittleren Anschluss die beiden Wicklungen zu trennen.

Voraussetzung für eine Parallelschaltung ist allerdings gleiche Spannung an den beiden Wicklungen, sonst fliesst ein unzulässiger Ausgleichsstrom. Auf eine Stelle hinter dem Komma sollten sie schon gleich sein. Aber das kannst du ja vorher messen.

Theo

olit(R)

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Berlin,
08.05.2009,
12:26

@ Theo

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

» Hallo
»
» Es geht darum, dass du die beiden Wicklungen die jetzt hintereinander
» geschaltet sind, parallel schalten musst. Nur dann hast du den doppelten
» Strom. Es muss dir also gelingen, am mittleren Anschluss die beiden
» Wicklungen zu trennen.
»
» Voraussetzung für eine Parallelschaltung ist allerdings gleiche Spannung

»
Hallo Theo,
Der Trafo ist vom Hehrsteller für eine Zweiweggleichrichtung ausgelegt. Wenn du aus den Sekundeerwicklungen die doppelte Leistung rausholen willst, Klappt das nicht, weil die Primärwicklung das nicht hergibt. Durch den Spannungsfall an den Graetzbrücken wird das Resultat eher schlechter ausfallen.

Gruß, olit

Theo(R)

E-Mail

Düsseldorf,
08.05.2009,
12:39

@ olit

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage

Hallo

Zwei mal 17V/2A in Reihe = 34V/2A = 68VA

Zwei mal 17V/2A parallel = 17V/4A = 68VA

Theo