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Hawe

03.05.2009,
22:05
 

Probleme mit Lautstärkepoti (Elektronik)

Hallo,
ich habe einen Gitarrenverstärker , der prima klingt und leicht ist.
Das Teil hat nur ein Problem: der Master-Volumepoti, der die Gesamtlautsärke beider Kanäle regelt.
Dummerweise hat er einen ausgeprägten "Sprung" in seinem Regelverhalten. Erst mal kommt nichts, dann macht die Lautstärke innerhalb eines Millimeters Regelweg so einen Sprung, dass es im Prinzip von "zu leise" auf "viel zu laut" geht. Insgesamt ist der Verstärker so höllenlaut, dass ich ihn sowieso nie über "halb" auf (12Uhr) aufdrehen würde.

Als Poti eingebaut ist derzeit ein Kohleschicht-Poti A500kOhm
(http://www.ab-sachsen.de/deutsch/products/documents/RK1610N.pdf). Ich nehme mal an, dass der Sprung beim Übergang auf die Kohle auftritt.

Was könnte ich nun machen, dass sich die Lautstärke sanft und gleichmäßig hochdrehen läßt? Dabei muss, wie gesagt, nicht die ursprüngliche maximale Lautstärke erreicht werden.

Ich nehme an, das könnte man vielleicht mit irgendwelchen Zusatz-Widerständen regeln, ggf. den Potentiometer selbst austauschen plus Widerstände einlöten. Da ich nicht riskieren möchte, dass ich den Verstärker zerstöre (irgendwelche Lasten muss man ja einhalten) würde ich Euch gerne mal um ein paar Tips bitten.

Vielen Dank!
Hermann

stefan.pn

03.05.2009,
22:55

@ Hawe

Probleme mit Lautstärkepoti

Hallo,

ist der Verstärker gekauft oder selbst gebaut?
War das schon immer so, oder ist das Problem erst in letzter Zeit aufgetreten ?

lg Stefan

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
03.05.2009,
23:12
(editiert von geralds
am 03.05.2009 um 23:16)


@ Hawe

Probleme mit Lautstärkepoti

» Hallo,
» ich habe einen Gitarrenverstärker , der prima klingt und leicht ist.
» Das Teil hat nur ein Problem: der Master-Volumepoti, der die
» Gesamtlautsärke beider Kanäle regelt.
» Dummerweise hat er einen ausgeprägten "Sprung" in seinem Regelverhalten.
» Erst mal kommt nichts, dann macht die Lautstärke innerhalb eines
» Millimeters Regelweg so einen Sprung, dass es im Prinzip von "zu leise"
» auf "viel zu laut" geht. Insgesamt ist der Verstärker so höllenlaut, dass
» ich ihn sowieso nie über "halb" auf (12Uhr) aufdrehen würde.
»
» Als Poti eingebaut ist derzeit ein Kohleschicht-Poti A500kOhm
» (http://www.ab-sachsen.de/deutsch/products/documents/RK1610N.pdf). Ich
» nehme mal an, dass der Sprung beim Übergang auf die Kohle auftritt.
»
» Was könnte ich nun machen, dass sich die Lautstärke sanft und gleichmäßig
» hochdrehen läßt? Dabei muss, wie gesagt, nicht die ursprüngliche maximale
» Lautstärke erreicht werden.
»
» Ich nehme an, das könnte man vielleicht mit irgendwelchen
» Zusatz-Widerständen regeln, ggf. den Potentiometer selbst austauschen plus
» Widerstände einlöten. Da ich nicht riskieren möchte, dass ich den
» Verstärker zerstöre (irgendwelche Lasten muss man ja einhalten) würde ich
» Euch gerne mal um ein paar Tips bitten.
»
» Vielen Dank!
» Hermann

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Hallo Hermann,

Ist das Poti tatsächlich das Lautstärkepoti?
Wenn ja, dann ist es üblicher Weise mit logarithmischer Charakteristik.
Das Dumme mit dem Sufix "A" dem Wert vorangestellt,
ist nicht ganz einheitlich von Hersteller zu Hersteller.
Ich denke, dass "A" mehr als log. Poti in Verwendung kommt.
"B" wäre linear.

Was anderes:
Ist der Gitarrenverstärker ein Röhrenverstärker?
Das würde den hohen Wert für ein Lautstärkepoti erklären.

-- Einfach austauschen, mit dem selben Wert und Größe.
Die Leistung der Kohleschicht kann ein Argument sein, ist meist so ein 1/3 Watt
bis 1/2 Watt von diesen alten Potis.
Die moderneren Potis halten einiges mehr aus.
Auch die Schleifer sind besser.
Diese haben die selben Verlust-Leistungsausführungen.
Ab 1 Watt oder manchmal schon 1/2 Watt könnten Drahtpotis Verwendung finden.

Teste mal, das Poti mi dem Ohmmeter, steigt der Wert log. schnell, oder lin. schnell?

-- Die Ursache könnte wirklich ein Leiterschichtbruch sein.
Vom Übergang Anschlussniete zur Widerstandsbahn.
Ober vielleicht ist das Poti schmutzig, so dass der Schleifer kratzt, und auf bestimmten Stellen abhebt.

Ergänzend:

Naja, was hältst von einem Schalter-Poti?
Da gibt es passende Bausätze - Ein Drehschalter mit 12 Stufen zB, und Serienwiderstände in angenehmen Stufungen.
Üblich wären zwar 3dB Schritte, aber du kannst ja für dich mogeln.


Grüße
Gerald

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

Hawe

04.05.2009,
07:47

@ Hawe

Probleme mit Lautstärkepoti

Hallo,
es ist ein neuer Transistor-Verstärker, ein paar Wochen gebraucht.
Soweit ich weiß, tritt das Problem bei diesen Verstärkern immer auf (ein Kollege hat einen, der dasselbe Problem hat).
Da das Poti auf der Platine montiert ist, ist es nicht einfach, eine andere Größe einzubauen. Ich muss mich mal schlaumachen, wie groß Stufenpotis sind.
Viele Grüße
Hermann

Theo(R)

E-Mail

Düsseldorf,
04.05.2009,
08:06

@ Hawe

Probleme mit Lautstärkepoti

Hallo

Wenn er erst ein paar Wochen alt ist, ist noch Garantie drauf. Wenn dieser Lautstärkesprung nicht schon bei der Vorführung vorhanden war, brauchst du diesen Mangel nicht hinzunehmen.

Wenn du weitere Benutzer nennen kannst die den gleichen Fehler beschreiben, ist das sehr hilfreich , dann kann sich niemend herausreden der Fehler wäre bisher noch nie aufgetreten (sehr beliebtes Argument um einen Garantiefall abzuwimmeln).

Wenn du es doch selbst reparieren möchtest, dann nehme ein passendes Poti von Alps. Listen gibts im Netz. Stufenschalter ist zwar eine sehr gute/teure/professionelle Variante wird aber hier vom Platz her nicht passen.

Theo

Theo(R)

E-Mail

Düsseldorf,
04.05.2009,
09:34

@ Theo

Nachgefragt...

Hallo

Das Poti ist ein Master-Regler der beide Kanäle regelt wie du sagst.

Dann sollte es doch möglich sein mit den einzelnen Kanalreglern die Lautstärke richtig einzustellen auch wenn Master voll aufgedreht ist. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Theo

Hawe

04.05.2009,
09:45

@ Hawe

Probleme mit Lautstärkepoti

Hallo,
der Poti ist nicht kaputt oder alt, der Effekt der sprunghaften Lautstärkeänderung ist kein Defekt, d.h. ich kann den Verstärker nicht umtauschen. Das will ich auch nicht. Er ist unschlagbar hinsichtlich Klang und Gewicht. Allerdings ist er eigentlich für "Rocker" gebaut und nicht für "Jazzer", d. h. in einer lauten Rockband stört es nicht, dass man das Teil nicht leise stellen kann.

Ich würde ihn nur gerne so modifizieren, dass er insgesamt sanft und stetig lauter zu stellen ist.
Hermann

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Kanton Zürich (Schweiz),
04.05.2009,
10:17

@ Hawe

Probleme mit Lautstärkepoti

» Hallo,
» der Poti ist nicht kaputt oder alt, der Effekt der sprunghaften
» Lautstärkeänderung ist kein Defekt, d.h. ich kann den Verstärker nicht
» umtauschen. Das will ich auch nicht. Er ist unschlagbar hinsichtlich
» Klang und Gewicht. Allerdings ist er eigentlich für "Rocker" gebaut und
» nicht für "Jazzer", d. h. in einer lauten Rockband stört es nicht, dass
» man das Teil nicht leise stellen kann.
»
» Ich würde ihn nur gerne so modifizieren, dass er insgesamt sanft und
» stetig lauter zu stellen ist.

Da wäre es eigentlich besonders sinnvoll, wenn Du dafür sorgen könntest, eine Service-Anleitung mit allen technischen Detailangaben, Schemata und Printlayout-Zeichnungen zu bekommen. Es lohnt sich nämlich, diese Schaltung genauer kennen zu lernen...

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9

otti(R)

E-Mail

D,
04.05.2009,
18:28

@ Hawe

Probleme mit Lautstärkepoti

» Hallo,
» es ist ein neuer Transistor-Verstärker, ein paar Wochen gebraucht.
» Soweit ich weiß, tritt das Problem bei diesen Verstärkern immer auf (ein
» Kollege hat einen, der dasselbe Problem hat).
» Da das Poti auf der Platine montiert ist, ist es nicht einfach, eine
» andere Größe einzubauen. Ich muss mich mal schlaumachen, wie groß
» Stufenpotis sind.
» Viele Grüße
» Hermann

Hi,
dann schreib doch mal den Namen des Amp hin und nicht nur die Bezeichnung des Poti.
Vielleicht kann Dir dann schon geholfen werden.

--
Gruß
otti
_____________________________________
E-Laie aber vielleicht noch lernfähig