Blaubart
04.04.2009, 19:37 |
Overload-Sicherung für Elektromotor (Elektronik) |
Hallo,
ich habe unter zur Hilfenahme des Elektronikkurses:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/elecfuse.htm
in meine Schaltung zur Steuerung zweier Elektromotoren einen Überlastschutz eingebaut. Nun habe ich aber das Problem, dass mir der LF351 ständig durchbrennt. Egal ob am Pin 2 oder 3 das höhere Potential anliegt, der Pin 6 bleibt auf High. Manchmal funktioniert die Schaltung ein paar Schaltzyklen, bis der LF351 schlißlich wieder kaputt geht. Ich habe den Schaltplan als PDF angehängt. Ich wäre euch sehr dankbar, wenn jemand eine Idee hätte.
http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20090404193723.pdf |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 04.04.2009, 19:57
@ Blaubart
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Overload-Sicherung für Elektromotor |
Hallo Blaubart,
» ich habe unter zur Hilfenahme des Elektronikkurses:
» http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/elecfuse.htm
» in meine Schaltung zur Steuerung zweier Elektromotoren einen
» Überlastschutz eingebaut.
Diesen Elektronik-Minikurs habe ich "verbrochen".
» Nun habe ich aber das Problem, dass mir der
» LF351 ständig durchbrennt. Egal ob am Pin 2 oder 3 das höhere Potential
» anliegt, der Pin 6 bleibt auf High. Manchmal funktioniert die Schaltung
» ein paar Schaltzyklen, bis der LF351 schlißlich wieder kaputt geht.
» Ich verstehe Deine Schaltung erstmal nur schwach. Du hast überall Symbole für Relaisspulen gezeichnet. Das verwirrt. Sind die grossen Relaisspulen die Motorspulen?
Well, wie auch immer, ich stelle fest, dass keine dieser Spulen Schutzdioden in Sperrichtung enthalten, um im Abschaltmoment, die induktiven Überspannungsspitzen zu unterdrücken. Genau das könnte naemlich die Ursache sein. Diese Dioden solltest Du einbauen.
Zusätzlich empiehlt es sich in Serie zu Pin 2 und Pin 3 je einen Seriewiderstand von einigen k-Ohm zu schalten. Wenn an diesen Eingaengen Überspannungssptzen wirken, können durchaus schädliche Stromimpulse in die JFETs der LM351-Eingänge fliessen. Mit diesen Widerständen werden solche Ströme begrenzt.
Ich hoffe, das meine Hilfe hilft.  -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
Blaubart
04.04.2009, 20:12 (editiert von Blaubart am 04.04.2009 um 20:54)
@ schaerer
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Overload-Sicherung für Elektromotor |
Hallo Thomas,
danke für die schnelle Antwort. Also zunächst zu den Spulen: Das sind alles unterschiedliche Relais. K2 ist ein Stromstoßrelais. Dieses steuert das Relais K1 (Motorumpolrelais) an, wodurch dann die Drehrichtung des jeweiligen Motors geändert wird. K3 ist ein bistabiles Relais, mit dessen Hilfe der betreffende Motor ausgewählt wird. Die Motoren werden an den Pads 1 bis 4 angeschlossen. Ich weiß, die Schaltung ist aufwändig umgesetzt und man kann das auch ohne Relais rein elektronisch regeln, aber dafür bin ich noch nicht fit genug.
Ich werd gleich mal an jede Spule eine N4148 löten. Aber ich muss mir erst wieder einen neuen LF351 besorgen gehen.
Ich hab die Schaltung schon mal mit 12 V Glühlampen anstelle der Motoren getestet. Dann funktioniert die Schaltung perfekt. Es muss also an den Motoren liegen. Ich weiß nur nicht wie ich das beheben kann.
An die Spulen der Motoren kann ich leider keine Diode löten, da sich die Drehrichtung ständig ändert.
Reichen 2 kOhm Serienwiderstände vor Pin 2 und 3? Ich gehe mal davon aus, dass die beiden Widerstände im Idealfall gleich groß sind, oder? |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 04.04.2009, 20:56
@ Blaubart
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Overload-Sicherung für Elektromotor |
» Reichen 2 kOhm Serienwiderstände vor Pin 2 und 3? Ich gehe mal davon aus,
Das darf locker 10 k-Ohm sein. Es sind ja JFET-Eingänge mit 10^12 Ohm Eingangswiderstand und der Input-Offsetstrom beträgt 100 pA bei 25 Grad C. und 4 nA bei 70 Grad C.
» dass die beiden Widerstände im Idealfall gleich groß sind, oder?
Muss auch nicht sein, aber man kann ja.
Kennst Du Dich eigentlich in den grundsaetzlichen Unterschieden zwischen bipolaren und JFET- bzw. CMOS-Opamp aus?
Sonst, schau Dir mal meine Opamp-Minikurse an. -- Gruss
Thomas
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Altgeselle

04.04.2009, 20:58
@ Blaubart
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Overload-Sicherung für Elektromotor |
» Hallo Thomas,
»
» danke für die schnelle Antwort. Also zunächst zu den Spulen: Das sind
» alles unterschiedliche Relais. K2 ist ein Stromstoßrelais. Dieses steuert
» das Relais K1 (Motorumpolrelais) an, wodurch dann die Drehrichtung des
» jeweiligen Motors geändert wird. K3 ist ein bistabiles Relais, mit dessen
» Hilfe der betreffende Motor ausgewählt wird. Die Motoren werden an den
» Pads 1 bis 4 angeschlossen. Ich weiß, die Schaltung ist aufwändig
» umgesetzt und man kann das auch ohne Relais rein elektronisch regeln, aber
» dafür bin ich noch nicht fit genug.
» Ich werd gleich mal an jede Spule eine N4148 löten. Aber ich muss mir erst
» wieder einen neuen LF351 besorgen gehen.
» An die Spulen der Motoren kann ich leider keine Diode löten, da sich die
» Drehrichtung ständig ändert.
» Reichen 2 kOhm Serienwiderstände vor Pin 2 und 3? Ich gehe mal davon aus,
» dass die beiden Widerstände im Idealfall gleich groß sind, oder?
Hallo,
der LF351 wird nach dem Einschalten von K4 über 100 Ohm
und 10uF versorgt, während die Eingänge sofort auf
12V liegen -> Latchup?
Grüße
Altgeselle |
Blaubart
04.04.2009, 21:08
@ schaerer
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Overload-Sicherung für Elektromotor |
OK, ich werd dann mal 10 kOhm versuchen. Mit dem Unterschied zwischen bipolaren und JFET- bzw. CMOS-Opamp kenn ich mich leider noch gar nicht aus. Ich werd mich mal in den nächsten Tagen einlesen.
Hmmm, der Latchup müsste dann aber auch auftreten, wenn ich statt der Motoren zwei Glühlampen verwende. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Spannungsspitzen der Motoren beim Abschalten den LF351 zerlegen. |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 04.04.2009, 22:37
@ Altgeselle
|
Overload-Sicherung für Elektromotor |
» » Hallo Thomas,
» »
» » danke für die schnelle Antwort. Also zunächst zu den Spulen: Das sind
» » alles unterschiedliche Relais. K2 ist ein Stromstoßrelais. Dieses
» steuert
» » das Relais K1 (Motorumpolrelais) an, wodurch dann die Drehrichtung des
» » jeweiligen Motors geändert wird. K3 ist ein bistabiles Relais, mit
» dessen
» » Hilfe der betreffende Motor ausgewählt wird. Die Motoren werden an den
» » Pads 1 bis 4 angeschlossen. Ich weiß, die Schaltung ist aufwändig
» » umgesetzt und man kann das auch ohne Relais rein elektronisch regeln,
» aber
» » dafür bin ich noch nicht fit genug.
» » Ich werd gleich mal an jede Spule eine N4148 löten. Aber ich muss mir
» erst
» » wieder einen neuen LF351 besorgen gehen.
» » An die Spulen der Motoren kann ich leider keine Diode löten, da sich
» die
» » Drehrichtung ständig ändert.
» » Reichen 2 kOhm Serienwiderstände vor Pin 2 und 3? Ich gehe mal davon
» aus,
» » dass die beiden Widerstände im Idealfall gleich groß sind, oder?
»
» Hallo,
» der LF351 wird nach dem Einschalten von K4 über 100 Ohm
» und 10uF versorgt, während die Eingänge sofort auf
» 12V liegen -> Latchup?
Soviel ich weiss, entstehen die parasitären Thyristoren auf dem Chip nur beim Prozess der Entstehung von CMOS-Strukturen. Diese Thyristoren machen den sogenannten Latchup-Effekt erst moeglich. Trotzdem, darf die Eingangsspannung nicht ausserhalb der Betriebsspannung liegen, sonst führt es an den Eingängen zu Strömen und darum empfehle ich diese 10-k-Widerstaende direkt vor Pin 2 und Pin 3 anzubringen, die diese Ströme durch Begrenzung unschädlich machen. -- Gruss
Thomas
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schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 04.04.2009, 23:06
@ Blaubart
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Overload-Sicherung für Elektromotor |
» OK, ich werd dann mal 10 kOhm versuchen. Mit dem Unterschied zwischen
» bipolaren und JFET- bzw. CMOS-Opamp kenn ich mich leider noch gar nicht
» aus. Ich werd mich mal in den nächsten Tagen einlesen.
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/#verstaerker
Ich verwende in meinen Projekten seit den mittleren 1980er-Jahren sehr oft die JFETs-Opamp von Texas Instruments, wie TL071, TL072 und TL074 und spaeter sind dann CMOS-Familien der TLC271, TLC272 und TLC274 dazu gekommen. Von diesen Familien gibt es auch Lowpower-Versionen.
» Hmmm, der Latchup müsste dann aber auch auftreten, wenn ich statt der
» Motoren zwei Glühlampen verwende.
Nein, der Latchup ist was ganz anderes. Sie das andere Posting von mir. Hier liest Du etwas zum Latchup-Effekt:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ovprot.htm
» Ich bin mir ziemlich sicher, dass die
» Spannungsspitzen der Motoren beim Abschalten den LF351 zerlegen.
Das ist sehr wahrscheinlich so, weil die Stromfuehrung des Motors durch den Shuntwiderstand R1 geht.
Eine Moeglichkeit, die induktiven Spannungsspitzen zu begrenzen wären ZinkOxyd-Varistoren.
Das was Du bei den Glühlampen meinst sind die Einschaltsromspitzen, wegen dem kalten Gluehfaden. Dazu muesstest Du die elektronische Sicherung traeger machen. Wie das geht steht auch in:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/elecfuse.htm -- Gruss
Thomas
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geralds

Wien, AT, 04.04.2009, 23:18
@ Blaubart
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Overload-Sicherung für Elektromotor |
» OK, ich werd dann mal 10 kOhm versuchen. Mit dem Unterschied zwischen
» bipolaren und JFET- bzw. CMOS-Opamp kenn ich mich leider noch gar nicht
» aus. Ich werd mich mal in den nächsten Tagen einlesen.
»
» Hmmm, der Latchup müsste dann aber auch auftreten, wenn ich statt der
» Motoren zwei Glühlampen verwende. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die
» Spannungsspitzen der Motoren beim Abschalten den LF351 zerlegen.
--
<Dazu; ein dicker Elko, paar 100µ an der Versorgung könnte helfen.
Zu allen Relais die Partnerin zufügen, die Freilaufdioden.
Die zwei sollten immer verheiratet sein.
--
So wie ich die schnelle Rechnung spielte lt. Datenblatt soll der Ausgangstrom max 18mA(25Grad bei 12V) sein.
Du verwendest diesen IC als Treiber für den Transi ohne Basis-R zur Strombegrenzung. Der Transi hat da eben eine rel. geringe Verstärkung. Der würde etwas Power brauchen. - Kommt nat. auf IC mit dem Relais an.

http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20090404225739.pdf
Die Pegel der Eingänge über dem Versorgungspegel wurde schon besprochen.
-- Der Trimmpoti, hält der so rund 370mW aus? - wenn der Schleifer am oberen Anschlag (knapp davor bei der Niete, 1 bis 2 öhmchen) - durch den Transi - RE 390 Ohm kurzgeschlossen ist.
Anwendung:
??? Da habe ich noch das Fragezeichen mit den vielen Dioden Torschaltungen. - Nicht die Dioden, das passt denke ich, nur die Parallelschaltung der Elektronik bei Stellung 1 oder 3/S3 über D6. Und dann wird die IC-Versorung über k4 eineschaltet; jedoch der T1 ist vor dem Kontakt.
-- Damit wäre die Versorung - parallel zum Relais-"Verhau"-Stromkreis. Strom-, Spannungsschwankungen bringen da den IC meiner Vermutung nach in Verlegenheit, sage ich mal.
Welchen Nutzen haben dann noch S1 und S2? - Der Transi wäre auch noch halb offen, gannnz oben auf Plus.
hm.
Das waren so mal meine Gedanken.
Grüße
Gerald
Grüße
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 05.04.2009, 11:55
@ geralds
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Die Sache mit der Speisung... |
» » OK, ich werd dann mal 10 kOhm versuchen. Mit dem Unterschied zwischen
» » bipolaren und JFET- bzw. CMOS-Opamp kenn ich mich leider noch gar nicht
» » aus. Ich werd mich mal in den nächsten Tagen einlesen.
» »
» » Hmmm, der Latchup müsste dann aber auch auftreten, wenn ich statt der
» » Motoren zwei Glühlampen verwende. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die
» » Spannungsspitzen der Motoren beim Abschalten den LF351 zerlegen.
»
» --
» Dazu; ein dicker Elko, paar 100µ an der Versorgung könnte helfen.
Wobei beim IC selbst unbedingt ein Multilayer-Keramik-Kondensator hin muss, weil eine grosse Elko-Kapazität kann bei Ueberspannungsimpulsen mit hochfrequenten Anteilen, wegen seiner parasitären Eigeninduktivität, kontraproduktiv sein.
Und dann kommt noch was. Man muss die Spannungsregelschaltung genau anschauen. Beim Abschalten des Gerätes darf es nämlich nicht passieren, dass vom Elko am Ausgang des Spannungsregler Strom in die Netzteilschaltung zurückfliesst. Darum empfiehlt es sich, in Sperrichtung zwischen Ein- und Ausgang des Spannungsregler eine Leistungsdiode, z.B. 1N400x zu schalten.
» Zu allen Relais die Partnerin zufügen, die Freilaufdioden.
» Die zwei sollten immer verheiratet sein.
Richtig. Ausser, wenn die Relais sehr schnell öffnen müssen. Dann ist der Überspannungsschutz etwas komplizierter... -- Gruss
Thomas
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Blaubart
06.04.2009, 19:08
@ schaerer
|
Overload-Sicherung für Elektromotor |
Danke für eure Antworten. Ich konnte ein paar Tage nicht online gehen und werde jetzt mal Stück für Stück eure Hinweise durcharbeiten.
@ geralds:
Zu den ELKO's: Das Relais K4 hat z.B. einen 100 nF. Würde das auch reichen? Wie lange wäre denn in etwa die Schaltzeit mit 100 µF? Der Poti hält 0,5 Watt aus.
Zur Anwendung: Das T1 vor dem Kontakt von K4 ist hat die Bewandnis, dass die Selbsthaltung des Relais nicht zustande kommen soll, wenn T1 nicht leitet, oder die beiden Sicherungsschalter S1 und S2 geöffnet sind. Mit dem Schalter S3 wähle ich einen der beiden Motoren aus. Die Parallelschaltung über D6 sorgt dafür, dass egal welcher Motor angesprochen wird, das Relais in die Selbsthaltung geht.
@ schaerer:
» Wobei beim IC selbst unbedingt ein Multilayer-Keramik-Kondensator hin muss, weil eine grosse Elko-Kapazität kann bei Ueberspannungsimpulsen mit hochfrequenten Anteilen, wegen seiner parasitären Eigeninduktivität, kontraproduktiv sein.
» Und dann kommt noch was. Man muss die Spannungsregelschaltung genau anschauen. Beim Abschalten des Gerätes darf es nämlich nicht passieren, dass vom Elko am Ausgang des Spannungsregler Strom in die Netzteilschaltung zurückfliesst. Darum empfiehlt es sich, in Sperrichtung zwischen Ein- und Ausgang des Spannungsregler eine Leistungsdiode, z.B. 1N400x zu schalten.
Davon hab ich nicht alzuviel verstanden Wohin sollte ich welchen Multilayer-Keramik-Kondensator setzen?
Was meinst du mit Spannungsregelschaltung?
Sorry, wenn ich etwas schwer von Begriff bin, aber ich bemühe mich es zu verstehen. Da hilft es nicht, wenn ich so tue als ob.
Ciao
Dirk |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 06.04.2009, 20:09
@ Blaubart
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Overload-Sicherung für Elektromotor |
» @ schaerer:
» » Wobei beim IC selbst unbedingt ein Multilayer-Keramik-Kondensator hin
» muss, weil eine grosse Elko-Kapazität kann bei Ueberspannungsimpulsen mit
» hochfrequenten Anteilen, wegen seiner parasitären Eigeninduktivität,
» kontraproduktiv sein.
»
» » Und dann kommt noch was. Man muss die Spannungsregelschaltung genau
» anschauen. Beim Abschalten des Gerätes darf es nämlich nicht passieren,
» dass vom Elko am Ausgang des Spannungsregler Strom in die
» Netzteilschaltung zurückfliesst. Darum empfiehlt es sich, in Sperrichtung
» zwischen Ein- und Ausgang des Spannungsregler eine Leistungsdiode, z.B.
» 1N400x zu schalten.
» Davon hab ich nicht alzuviel verstanden Wohin sollte ich welchen
» Multilayer-Keramik-Kondensator setzen?
Zwischen Speiseanschlüssen und GND in der Nähe der IC-Anschlüsse.
» Was meinst du mit Spannungsregelschaltung?
Das ist eine elektronische Schaltung welche die Spannung auf einen konstanten Wertregelt. Ganz einfach, wie kommen die +12 VDC zusatande? Ist dies eine konstante geregelte Spannung oder ist die ungenau und stammt von einer Trafo/Gleichrichter/Elko-Schaltung.
» Sorry, wenn ich etwas schwer von Begriff bin, aber ich bemühe mich es zu
» verstehen. Da hilft es nicht, wenn ich so tue als ob.
Ah nein bitte nicht! Dazu ist das Elko nicht da. Aber einen wichtigen Hinweis: Lies die Elektroniksachen von Patrick Schnabel (Grundlagenkurse) und von mir (Minikurse). Damit gelangst Du tiefer in die Materie. -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
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Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
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Blaubart
07.04.2009, 17:22
@ schaerer
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Overload-Sicherung für Elektromotor |
OK, die Schaltung wird aus einem 12 V Blei-Gel-Akku gespeist.
Der Keramik-Kondesator sollte wie groß sein? Wie wäre es mit dem Folgenden von Conrad: Artikelnummer 457345?
Der Kondensator käm dann also direkt zwischen Pin 7 und Pin 4 des IC's.
Welche Kondensatoren würdest du parallel zu den Dioden an den Spuhlen empfehlen? Reichen 100 nF wie am Relais K4?
Ich bin noch ein paar Tage im Urlaub, werde aber wenn ich zurück bin eure Tips umsetzen.
Mir kam gestern aber noch eine andere Idee, die zusätzlich zur Lösung meines Problems beitragen könnte, und gleichzeit einen weiteren Vorteil hätte.
Wenn ich anstelle der Diode D2 einen Gleichspannungsregler einbaue, der die ankommende Spannung immer auf 15 V erhöht, dann würden die Spannungsspitzen den IC nicht mehr treffen, und gleichzeitig hätte ich immer 15 V am Motor anliegen. Das Drehmoment geht nämlich gravierend in die Knie, wenn die Spannung abnimmt. Und die nimmt ja durch den Widerstand R1 gerade dann stark ab, wenn der Strom zunimmt. Also dann wenn ich im Prinzip Drehmoment brauche. Den Spannungsregler müsste ich dann wahrscheinlich ebenfalls vor den Spannungsspitzen schützen. Was denkst du über die Idee?
Also ich möchte mich vorab schon mal bei allen Bedanken, die bisher ihren Senf dazu gegeben haben. Ist ja nicht selbstverständlich, dass andere ihr Wissen und ihre Freizeit zu Verfügung stellen um die technischen Probleme anderer zu lösen!
Ciao
Dirk |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 07.04.2009, 20:19 (editiert von schaerer am 09.04.2009 um 09:06)
@ Blaubart
|
Overload-Sicherung für Elektromotor |
» OK, die Schaltung wird aus einem 12 V Blei-Gel-Akku gespeist.
» Der Keramik-Kondesator sollte wie groß sein? Wie wäre es mit dem Folgenden
» von Conrad: Artikelnummer 457345?
» Der Kondensator käm dann also direkt zwischen Pin 7 und Pin 4 des IC's.
» Welche Kondensatoren würdest du parallel zu den Dioden an den Spuhlen
» empfehlen? Reichen 100 nF wie am Relais K4?
» Ich bin noch ein paar Tage im Urlaub, werde aber wenn ich zurück bin eure
» Tips umsetzen.
» Mir kam gestern aber noch eine andere Idee, die zusätzlich zur Lösung
» meines Problems beitragen könnte, und gleichzeit einen weiteren Vorteil
» hätte.
»
» Wenn ich anstelle der Diode D2 einen Gleichspannungsregler einbaue, der
» die ankommende Spannung immer auf 15 V erhöht, dann würden die
» Spannungsspitzen den IC nicht mehr treffen, und gleichzeitig hätte ich
» immer 15 V am Motor anliegen. Das Drehmoment geht nämlich gravierend in
» die Knie, wenn die Spannung abnimmt. Und die nimmt ja durch den Widerstand
» R1 gerade dann stark ab, wenn der Strom zunimmt. Also dann wenn ich im
» Prinzip Drehmoment brauche. Den Spannungsregler müsste ich dann
» wahrscheinlich ebenfalls vor den Spannungsspitzen schützen. Was denkst du
» über die Idee?
»
» Also ich möchte mich vorab schon mal bei allen Bedanken, die bisher ihren
» Senf dazu gegeben haben. Ist ja nicht selbstverständlich, dass andere ihr
» Wissen und ihre Freizeit zu Verfügung stellen um die technischen Probleme
» anderer zu lösen!
Alte Info vom 07.04.2009:
Ich habe vorläufig keine Zeit darauf einzugehen. Bitte warten oder es hilft jemand anders weiter...
Neue Info vom 09.04.2009:
Ich habe die Problematik zur Kenntnis genommen, und mir vorgenommen, ein Update des genannten Elektronik-Minkurses
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/elecfuse.htm
vorzunehmen.
Es geht bei diesem Update rundum um den Schutz des als Komparator arbeitenden Operationsverstärker.
Das wird relativ lange dauern bis es soweit ist. Um zu erfahren, wenn das Update ferig ist, erfährt man am besten wenn man den ELKO-Newsletter abonniert. Auf jedenfall hat diese Arbeit Vorrang gegenüber der weiteren Unterstützung hier im Thread, weil es dient dem ELKO-Kollektiv. Trotzdem schliesse ich selbstverständlich eine weitere Vielleicht-Unterstützung nicht ganz aus. -- Gruss
Thomas
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Blaubart
09.04.2009, 14:52 (editiert von Blaubart am 09.04.2009 um 14:53)
@ schaerer
|
Overload-Sicherung für Elektromotor |
danke Thomas, ich warte dann auf dein Update.
Ich hab schon mal in den Schaltplan alle Anregungen von euch integriert und hänge den neuen Schaltplan als PDF an. Vielleicht findet jemand die Zeit noch mal drüber zu schauen.
Thomas sprach davon, zwischen Pin 7 und Pin 4 des LF351 einen Multi-Layer-Kondensator zu schalten. Wird dessen Aufgabe nicht schon von C2 übernommen? Wenn ich zusätzlich noch einen einsetzen sollte, wäre es nett, wenn mir jemand eine Größenordnung des Wertes nennen könnte. Das ist die einzige Anregung von euch, die noch nicht im Schaltplan umgesetzt wurde.
Ich bin am 20. April wieder zu Hause, und werde direkt mit dem Löten beginnen. Ich bin gespannt, ob das ganze so schon laufen könnte.
Die Idee mit dem DC/DC-Wandler 12 V zu 15 V lasse ich zunächst mal außenvor. Dazu hab ich was bei Elektor gefunden, vielleicht bastele ich das später mal ein.
http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20090409145248.pdf |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 09.04.2009, 18:58
@ Blaubart
|
Overload-Sicherung für Elektromotor |
» Thomas sprach davon, zwischen Pin 7 und Pin 4 des LF351 einen
» Multi-Layer-Kondensator zu schalten. Wird dessen Aufgabe nicht schon von
» C2 übernommen?
Nur teilweise, weil ein Elko eine relativ hohe parasitäre Induktivität hat.
» Wenn ich zusätzlich noch einen einsetzen sollte, wäre es
» nett, wenn mir jemand eine Größenordnung des Wertes nennen könnte.
100 nF, möglichst nah beim Opamp.
» http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20090409145248.pdf
R6 ist zu hoch mit 100 Ohm. LF351 braucht maximal 3.4 mA. Über R6 liegen 0.34 VDC. Damit liegt die Opampspeisung klar unterhalb des Gleichtaktspannungspegels. Das ist zuviel. Der LF351 darf mit maximal 36 VDC gespiesen werden. Das heisst also bei einer Betriebsspannung von 12 VDC müssen gar keine Vorkehrungen wie 12V-Z-Diode getroffen werden. Wichtig ist eigentlich, um irgendwelche induktiv bedingte Überspannungen zu unterdrücken, dass am Ausgang des Relaiskontaktes (ich beziehe mich da auf meine ubersichtlichere Schaltung) eine Leistungsdiode in Sperrichtung von 12 VDC nach GND geschaltet ist. Die Diese Freilaufdiode muss eine allfaellige Induktivitaet kurzschliessen. Probiers mal mit einer 1N4004 aus.
So, aber das muss jetzt reichen. -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
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