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Sven Schmidt

24.03.2009,
14:45
 

fachgerechte Hausinstallation - Verlängern von Stromkabeln (Elektronik)

Hallo zusammen ich habe hier mal mehrere Fragen und hoffe dass ihr mir weiterhelfen könnt da ich schon länger im Internet rumsuche und bisher nichts konkretes zum Thema gefunden hab.

Ich habe eine Ausbildung als IT-Fachinformatiker (Schwachstromelektriker :-| ) hinter mir und "verkabel" mir viele Dinge selber, aber wahrscheinlich alles relativ falsch und wollte jetzt mal wissen wie man es richtig macht.


Problem 1:
In meinem Zimmer (70er Jahre Altbau - WG-Zimmer) habe ich nur wenige Steckdosen die natürlich nie da sind wo man sie braucht.
Ich habe nun im gesamten Raum am Boden einen Kabelkanal verlegt - ein Verlängerungskabel an eine Steckdose - zwei Meter durch den Kabelkanal und am Fernseher wieder raus.

Wie kürzt und verbindet man das Verlängerungskabel (fachgerecht) auf die richtige Länge?
Wenn man nichts mehr Unterputz verlegen, oder die Verbraucher nicht öffnen kann um die passende Leitung anzuschließen.

Problem 2:
Wie können Kabelbrände entstehen?
1.5mm² Querschnitt - 230V - 16A - max. ca. 3680 Watt soweit ich weiß :-)
Kann, wenn ich eine 40 Watt Lampe (oder Fernseher DVD etc. vielleicht 300W) als Verbraucher an ein (noch unfachmännisch) verlängertes Kabel angeschlossen hab, auch bei dem geringen Strom ein Kabelbrand entstehen?


Problem 3:
Ich habe schon mehrmals (vielleicht auch von Laien gelegte) Abzweigdosen gesehen, wo ein ankommendes Kabel mit Dolü-Klemmen auf mehrere Steckdosen verteilt wird.
Ist das so korrekt oder dürfen nur die Wagoklemmen verwendet werden?
Werden immer mehrere Steckdosen (Durchlauferhitzer, Herd, Trockner mal ausgenommen) über ein Kabel(zum Verteiler) angeschlossen und mit einer Sicherung abgesichert?

Problem 4:
Unterschiedliche Kabeltypen: (Anschluss einer Baustellenfassung etc.)
Dürfen Massivdrahtleitern mit Litzenleitungen verbunden werden?
Müssen Litzenleitungen auch bei geringem Strom (siehe Problem 2) mit Aderendhülsen versehen werden?
Warum werden nicht überall Litzenleitungen verwendet da doch - die Gefahr eines Leiterbruches durch Biegung bei Litzenleitungen wesentlich geringer ist als bei Massivdrahtleitern mit gleichem Querschnitt(wikipedia)- ?


So das war ja jetzt ziemlich viel Text :-)

Ich würde mich wirklich freuen wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
Ich konnte bisher keine Seite aller "Hausinstallation für Laien" im Internet finden.
Bei näherer Überlegung ist das wahrscheinlich auch besser so :-) Mir ist bewusst, dass solche Arbeiten nur von Fachkräften durchgeführt werden dürfen.

Allerdings wird das wie ihr ja wisst in der Praxis oft nicht so gehandhabt. Mein Vater hat sein Haus (bis zum Verteiler) selbst verkabelt und mein Großvater hat das auch schon so gemacht.

Ich möchte aber nichts selber pfuschen sondern alles fachgerecht ausführen :-)

Freu mich schon darauf, dass ich nach eurer Hilfe wahrscheinlich alles neu verkabeln muss :-)

Elektronix(R)

24.03.2009,
15:52
(editiert von Elektronix
am 24.03.2009 um 16:00)


@ Sven Schmidt

fachgerechte Hausinstallation - Verlängern von Stromkabeln

» Problem 1:
» In meinem Zimmer (70er Jahre Altbau - WG-Zimmer) habe ich nur wenige
» Steckdosen die natürlich nie da sind wo man sie braucht.
» Ich habe nun im gesamten Raum am Boden einen Kabelkanal verlegt - ein
» Verlängerungskabel an eine Steckdose - zwei Meter durch den Kabelkanal und
» am Fernseher wieder raus.
»
» Wie kürzt und verbindet man das Verlängerungskabel (fachgerecht) auf die
» richtige Länge?
» Wenn man nichts mehr Unterputz verlegen, oder die Verbraucher nicht öffnen
» kann um die passende Leitung anzuschließen.
»
» Problem 2:
» Wie können Kabelbrände entstehen?
» 1.5mm² Querschnitt - 230V - 16A - max. ca. 3680 Watt soweit ich weiß :-)
» Kann, wenn ich eine 40 Watt Lampe (oder Fernseher DVD etc. vielleicht
» 300W) als Verbraucher an ein (noch unfachmännisch) verlängertes Kabel
» angeschlossen hab, auch bei dem geringen Strom ein Kabelbrand entstehen?

Ein Kabelbrand entsteht dann, wenn das verwendete Kabel für die entnommene Leistung zu schwach ist und dadurch zu heiß wird (ist natürlich auch eine Zeitfrage). Normalerweise sind Haussicherungen für 16A ausgelegt. Je nach Installation können die einzelnen Leitungen auch schwächer sein. Ist aber bei normalen 230V-Hausnetzen eher selten.
Im Zweifelsfall kannst Du ja den Fernseher auch mit einer stinknormalen Verlängerungsschnur anschließen- verursacht auch nicht gleich einen Kabelbrand.
Immerhin: Da Du nicht unter Putz verlegst, wirst Du es relativ schnell merken, wenn etwas kokelt.

» Ich würde mich wirklich freuen wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
» Ich konnte bisher keine Seite aller "Hausinstallation für Laien" im
» Internet finden.
» Bei näherer Überlegung ist das wahrscheinlich auch besser so :-) Mir ist
» bewusst, dass solche Arbeiten nur von Fachkräften durchgeführt werden
» dürfen.
Richtig, und angesichts Deiner vielen Fragen kommt man zum Schluß, daß Du von der Materie keine Ahnung hast, Dir dafür aber der Gefahr bewußt bist. Das ist schon mal gut! Also laß lieber einen Fachmann ran. Die machen selbst schon genug Fehler:-D

»
» Allerdings wird das wie ihr ja wisst in der Praxis oft nicht so
» gehandhabt. Mein Vater hat sein Haus (bis zum Verteiler) selbst verkabelt
» und mein Großvater hat das auch schon so gemacht.
»
» Ich möchte aber nichts selber pfuschen sondern alles fachgerecht ausführen
» :-)
Für "fachgerecht" braucht es eben Fachkenntnisse-> Fachmann!
Schon deswegen: Wenn Du nämlich etwas schief baust und Dein Haus oder seine Bewohner einen Schaden davon tragen (und die Ermittler Deine stümperhaften Installationen entdecken), bist Du nicht versichert! Dann gnade Dir Gott!

--
Und die Grundgebihr is aa scho drin. DOS is jo nett..

Thomas Z

24.03.2009,
16:01

@ Sven Schmidt

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

» Hallo zusammen ich habe hier mal mehrere Fragen und hoffe dass ihr mir
» weiterhelfen könnt da ich schon länger im Internet rumsuche und bisher
» nichts konkretes zum Thema gefunden hab.

In Kursen oder Betrieben lernen - ist durch das Internet nicht erlernbar

http://www.vis.bayern.de/technik/produktgruppen/computer_elektrowaren/tischsteckdosen_unfallgefahr.htm

Sven Schmidt

24.03.2009,
16:08

@ Thomas Z

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

Mir ist klar dass ich aufgrund meiner fehlenden Ausbildung die Arbeiten nicht fachmännisch ausführen kann.

Aber ich hab ja keine Bäckerlehre gemacht :-)
Ich habe in meiner Ausbildung auch Leitungen gelegt, elektrische Geräte angeschlossen etc.

Aber ich hab halt noch bestimmte Fragen deren Beantwortung mir helfen könnte - die Arbeiten zwar nicht wie ein Fachmann durchzuführen aber immerhin besser wie bisher.

Elektronix(R)

24.03.2009,
16:13
(editiert von Elektronix
am 24.03.2009 um 16:13)


@ Sven Schmidt

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

» Mir ist klar dass ich aufgrund meiner fehlenden Ausbildung die Arbeiten
» nicht fachmännisch ausführen kann.
»
» Aber ich hab ja keine Bäckerlehre gemacht :-)
» Ich habe in meiner Ausbildung auch Leitungen gelegt, elektrische Geräte
» angeschlossen etc.
»
» Aber ich hab halt noch bestimmte Fragen deren Beantwortung mir helfen
» könnte - die Arbeiten zwar nicht wie ein Fachmann durchzuführen aber
» immerhin besser wie bisher.

"Besser wie bisher" könnte auch dazu führen, daß sich die Fehler summieren! Korrigiere erst mal das- bzw. laß es korrigieren-, was Du bisher schon verbockt hast.

--
Und die Grundgebihr is aa scho drin. DOS is jo nett..

Thomas Z

24.03.2009,
16:34

@ Sven Schmidt

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

» Mir ist klar dass ich aufgrund meiner fehlenden Ausbildung die Arbeiten
» nicht fachmännisch ausführen kann.
»
» Aber ich hab ja keine Bäckerlehre gemacht :-)
» Ich habe in meiner Ausbildung auch Leitungen gelegt, elektrische Geräte
» angeschlossen etc.
»
» Aber ich hab halt noch bestimmte Fragen deren Beantwortung mir helfen
» könnte - die Arbeiten zwar nicht wie ein Fachmann durchzuführen aber
» immerhin besser wie bisher.

also welches Netzform ist vorhanden - entscheidet über die anzuwendenten Maßnahmen
http://de.wikipedia.org/wiki/Netzform

dann das passende Thema Auswählen
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Elektroinstallation

Messgeräte lt Vorschrift hast sicherlich
http://de.wikipedia.org/wiki/Berufsgenossenschaftliche_Vorschriften

dann rann an den Speck

Sven Schmidt

24.03.2009,
16:39

@ Elektronix

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

Deswegen hab ich mich ja an euch gewannt.

Die Leitungen liegen - alle Geräte funktionieren - auch wenn die Geräte stundenlang laufen wird nichts auch nur annährend warm. Schrumpfschläuche über den leitungen zur Isolierung. Alles in einem Kabelkanal :-)

Es ist jetzt wahrscheinlich besser verkabelt als bei vielen anderen Hobbybastlern. Die es natürlich auch zuhauf gibt.

In jedem Baumarkt kann jeder zehnjährige hunderte Meter Kabel, Steckdosen und duzentweiße Sicherungen kaufen.

Man kann sich vorstellen wieviele Hobbybastler daheim rumfuschen und sich nicht mal ansatzweise meine Gedanken machen.

Meiner Meinung nach werden sich nur wenige "Bastler" davon abhalten lassen, dass man Ihnen sagt: ich sag Dir nicht wie man es richtig macht - laß es halt.

Dann wird es halt irgendwie gemacht und ist dann je nach Erfahrung schlechter oder besser.

Da finde ich es ehrlich gesagt besser, denjenigen die sich nach den Risiken erkundigen weiterzuhelfen, damit ein ausreichendes Ergebniss erreicht werden kann.

x y

24.03.2009,
16:59

@ Sven Schmidt

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

» Da finde ich es ehrlich gesagt besser, denjenigen die sich nach den
» Risiken erkundigen weiterzuhelfen, damit ein ausreichendes Ergebniss
» erreicht werden kann.

Durchaus, aber mit ein paar Sätzen via Internet klappt das halt nicht wirklich. Man gehe in die örtliche Leihbücherei und hole sich ein entsprechendes Buch. Wenn dann noch Fragen bleiben kann man sich ja gerne wieder melden.

Sven Schmidt

24.03.2009,
17:17

@ x y

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

Ich stimme wirklich jedem Post zu aber es ist doch wirklich absolut weltfremd wenn ihr mir erzählen wollt dass jeder der keine entsprechende Ausbildung hat wegen dem Anschluss einer Steckdose einen Elektriker zu rufen hat.
Das machen doch nur die wenigsten. In den meisten Fällen (jedenfalls denen die mir bekannt sind) macht man es selber oder holt sich einen Bekannten der es schonmal gemacht hat.

Dabei entstehen halt Fehler die ich vermeiden wollte.

Elektriker

24.03.2009,
17:25

@ Sven Schmidt

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

» Ich stimme wirklich jedem Post zu aber es ist doch wirklich absolut
» weltfremd wenn ihr mir erzählen wollt dass jeder der keine entsprechende
» Ausbildung hat wegen dem Anschluss einer Steckdose einen Elektriker zu
» rufen hat.
Deine Ansicht sehe ich auch als sehr weltfremd an.

x y

24.03.2009,
17:28

@ Sven Schmidt

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

» Ich stimme wirklich jedem Post zu aber es ist doch wirklich absolut
» weltfremd wenn ihr mir erzählen wollt dass jeder der keine entsprechende
» Ausbildung hat wegen dem Anschluss einer Steckdose einen Elektriker zu
» rufen hat.

Naja, errichten oder erweitern darf wirklich nur der im Verzeichnis des Verteilnetzbetreibers eingetragene Fachmann. Reparaturen darf jeder machen, selbst im Verteiler, ausgenommen der plombierte Bereich.


» Das machen doch nur die wenigsten. In den meisten Fällen (jedenfalls denen
» die mir bekannt sind) macht man es selber oder holt sich einen Bekannten
» der es schonmal gemacht hat.

Wo kein Kläger, da kein Richter.


» Dabei entstehen halt Fehler die ich vermeiden wollte.

Das ist löblich, aber es gibt doch so viel zu beachten, dass das über ein paar Postings nicht wirklich sinnvoll ist.
Besorg dir doch ein passendes Buch, das lohnt sich allemal, insbesondere da man zunächst in Büchereien fündig wird. Deren Bücher sind dann zwar häufig nicht auf dem neuesten Stand, aber da hilft dann hier zu fragen, oder sich im Buchhandel zu bedienen.

Torsten(R)

E-Mail

24.03.2009,
17:48

@ Sven Schmidt

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

» Es ist jetzt wahrscheinlich besser verkabelt als bei vielen anderen
» Hobbybastlern. Die es natürlich auch zuhauf gibt.

Im Moment sieht es für mich genau danach aus: Hobbybastelei.

» Wie kürzt und verbindet man das Verlängerungskabel (fachgerecht) auf die richtige Länge?

Fachgerecht ist in der Beziehung ein nett gemeinter Ausdruck, da meines Erachtens flexible Leitungen in einer festen 230 V Installation nichts zu suchen haben. Fachgerecht wird es also sowieso schonmal nicht mehr. ;)

Falls die Frage also lautet, wie kann man Litze sauber verbinden, so rate ich Dir zu diesen Wago-Klemmen, die ziemlich narrensicher sind:
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=522374
(Conrad-Link nur Beispielhaft. Gibt es bei anderen Händlern auch günstiger)
Die Klemmen sind geeignet für flexible Leiter ohne Aderendhülsen. Sie sind zwar nicht besonders günstig, aber Du brauchst auch nicht so viele.
Von Löten oder anderen dubiosen Techniken ist jedenfalls Abstand zu nehmen.
Die Verbindunsstellen gehören optimalerweise berührungssicher in ein Plastikgehäuse, da in dem Kabelkanal wohl nicht genug Platz sein wird.

» Problem 4:
» Dürfen Massivdrahtleitern mit Litzenleitungen verbunden werden?

Wenn Du eine Deckenlampe installierst, hast Du zum Beispiel zwangsläufig die Kombination massiv (Decke) - flexibel (Lampe). Wichtig ist, dass ein geeignetes (!) Verbindungselement verwendet wird.
Lampen haben üblicherweise Lüsternklemmen (wobei dann auf der flexiblen Seite Aderendhülsen verwendet werden) oder es werden Leuchtenklemmen verwendet, wie z.B. diese hier:
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=625140
An der Stelle ist es aber nur erlaubt, weil die Deckenlampe technisch gesehen ein eigenständiges Gerät ist. Somit ist nur die Innverdrahtung des Gerätes flexibel ausgeführt und nicht etwa ein Teil der Installation.

Ich vermute allerdings, dass Deine Frage eher darauf abzielt, ob man die Steckdose rausnehmen darf und dort einfach das Verlängerungskabel anklemmen darf.
Darauf erstmal ein ganz klares NEIN. Damit würde Deine flexible Leitung in einer festen Installation verwendet werden. Das ist (in 99% aller Fälle) nicht erlaubt. Soweit ich weiß, darf lediglich flexible Leitung vom Typ H07RN-F unter bestimmten Bedingungen fest verlegt werden. Dein Verlängerungskabel dürfte aber eher H05VV sein.

» Müssen Litzenleitungen auch bei geringem Strom (siehe Problem 2) mit Aderendhülsen versehen werden?
Es gibt bestimmte Klemmen (wie z.B. die oben verlinkten federbelasteten Käfigklemmen), die für flexible Leiter ohne Aderendhülsen zugelassen sind.
Bei anderen Klemmen (z.B. normale Lüsternklemmen oder Dosenklemmen) sind immer Aderendhülsen zu verwenden, unabhängig von der erwarteten Strombelastung.
Und um das direkt hinzuzufügen: Nein, Aderendhülsen werden nicht mit einer Kombizange verpresst und auch nicht automatisch durch die Schraube der Lüsternklemmen verpresst. Dazu ist eine entsprechende Crimpzange zu verwenden.

» Ich stimme wirklich jedem Post zu aber es ist doch wirklich absolut
» weltfremd wenn ihr mir erzählen wollt dass jeder der keine entsprechende
» Ausbildung hat wegen dem Anschluss einer Steckdose einen Elektriker zu
» rufen hat.
» Das machen doch nur die wenigsten. In den meisten Fällen (jedenfalls denen
» die mir bekannt sind) macht man es selber oder holt sich einen Bekannten
» der es schonmal gemacht hat.

Leider gibt es auch genügend Menschen, die nicht dazu in der Lage sind, eine Steckdose anzuschließen, es aber trotzdem versuchen.
Zudem möchtest Du nicht nur eine Steckdose anschließen, sondern eine zusammengefrickelte Verteilung aufbauen.
Darüber hinaus ist es auch ein versicherungstechnisches Problem, falls das wirlich mal brennt.
Denn abschließende Messungen (Schleifeimpedanz zum Sicherstellen der Abschaltbedingungen, Isolationsmessung) wirst Du sicherlich nicht durchführen können, da die Messgeräte dafür nicht als 10 € Version im Baumarkt zu kriegen sind.

Ob Du das Risiko eingehen willst, musst Du selbst wissen.

Falls es fachgerecht werden soll, kannst Du in Deinen Kabelkanal NYM-J 3x1,5 oder NYM-J 3x2,5 (je nach Absicherung, Leitungslänge und Spannungsabfall) einziehen und eine ordnungsgemäße Aufputzinstallation durchführen. Das kannst Du auch relativ einfach selbst vorbereiten und dann nur noch einen Elektriker bitten, ob er dir am Übergangspunkt zwischen Unterputz- und Aufputzinstallation die Steckdose rausnimmt und stattdessen eine Blindplatte mit Auslass für Deine Aufputzinstallation anschließt und verbindet. Der könnte dann auch gleich für wenig Geld einmal die drei oder vier neu installierten Steckdosen durchmessen. Da Du die meisten Arbeiten durchaus selbst erledigen kannst, dürfte das nichtmal sonderlich teuer werden - und es entspräche den Vorschriften.

Ich würde mich dem vorhergenden Rat anschließen und erstmal zu einem guten Buch raten. Nur über Foren eine Elektrikerausbildung erhalten ist jedenfalls zum Scheitern verurteilt. ;)

Gruß
Torsten

Theo(R)

E-Mail

Düsseldorf,
24.03.2009,
18:11

@ Sven Schmidt

fachgerechte Hausinstallation - Verlängern von Stromkabeln

Hallo

Das ist wirklich zu umfangreich um es hier erschöpfend zu behandeln.

Ich würde an deiner Stelle auch ein verständlich geschriebenes Fachbuch nehmen aus der Zeit in der das Haus erstellt wurde und der Gegend in der es steht. Denn bei der Arbeit tauchen mit Sicherheit immer wieder neue Fragen auf.

Ich persönlich bin auch der Ansicht, dass ein solches Buch durchaus 20 - 30 Jahre alt sein darf, denn auch zu diesen Zeiten hat man Anlagen gebaut die betriebssicher waren und heute noch sind, nur vielleicht nicht den neuesten Vorschriften entsprechen.

Ich wohne in einem Haus von 1954 in dem noch die alte Anlage einwandfrei funktioniert. Niemand kann mich zwingen, diese Anlage auf den modernsten Stand zu bringen solande nichts geändert oder erweitert wird. Ich persönlich habe auch keine Hemmungen die Anlage um ein paar Steckdosen zu erweitern wenn es fachgerecht erfolgt. Wo ist da der Unterschied ob das Wohnzimmer 1954 mit 8 Steckdosen versehen wurde oder heute zu den 2 Dosen weitere 6 Dosen in gleicher Art und Weise wie 1954 dazugelegt werden?

Nicht zu vergessen, die von Bundesland zu Bundesland und Versorger zu Versorger unterschiedlichen Bestimmungen. Wenn ich mich also hier in NRW nach meinem "RWE Bauhandbuch - Technischer Ausbau" richte, kann das in Bayern ganz anders aussehen. Aber alle Bücher haben eines gemeinsam, wenn du dich nach ihnen richtest, hast du eine betriebssichere Anlage die zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Gegend den damals dort geltenden Vorschriften entsprochen hat. Sonst gäbe es dieses Buch nicht.

Mir ist vollkommen klar, dass das nicht die Lehrmeinung ist und sein kann. Es ist meine persönliche Auffassung. Die offizielle Antwort auf deine Frage kann nur lauten, dass du dich an einen zugelassenen Fachmann wendest und ihn das erledigen lässt. Egal ob weltfremd oder nicht.

Theo

Elektriker

24.03.2009,
18:41

@ x y

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

» Reparaturen darf jeder
» machen, selbst im Verteiler, ausgenommen der plombierte Bereich.

Und Letztere sind seltenst plombiert. Also nur zu...:-D

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
24.03.2009,
18:55

@ Elektronix

oder ..

» Ein Kabelbrand entsteht dann, wenn das verwendete Kabel für die entnommene
» Leistung zu schwach ist ...

Oder man in ner Schraubklemme verzinnte Litze festschraubt (statt den vorgeschriebenen Aderendhülsen - und nein, wenn man keine passende Quetschzange hat, die Aderendhülse NICHT auf die Litze auflöten ;-) ). Zinn "fließt" unter Druck und plötzlich gibts ne "Kokelverbindung"

"Billig-Mehrfachsteckdosen" mechanisch belastet. Kontakte leiern aus. Der Stecker hat keinen / schlechten / Wackelkontakt und es "bruzelt".

Ich kann dir ne 8-er Steckdosenleiste (sogar Markenfabrikat) zeigen, in denen Steckernetzteile steckten. (war nen Dauerversuch in der Firma) Die Billig-Steckernetzteile hatten so schlechten Kontakt in der Mehrfach-Markensteckdose, dass 2 Dosen total verkokelt / geschmolzen sind.

Wenn es ruhig im Raum ist und man "brrrrt ... bsssss .. zschzschzsch.. s s s ... " hört - sofort die Reihe von dem Dutzend hintereinander geschalteten billig-Discounter-Steckdosen prüfen auf Leuchterscheinung, Hitze und Geruch.
:-D

hws

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
24.03.2009,
19:25

@ Sven Schmidt

fachgerechte Hausinstal.- Bilder wie es nicht sein sollte

» Es ist jetzt wahrscheinlich besser verkabelt als bei vielen anderen
» Hobbybastlern. Die es natürlich auch zuhauf gibt.

Ja, aber dass es noch schlimmere und schlechtere Leute gibt, war für MICH noch nie nen Argument.
Und wenn Töchterchen argumentiert: "aber in der Schule hatte einer ne noch schlechtere Arbeit als ich .." dann ist das für mich kein Grund für ein Lob. Auch die zweitschlechteste Arbeit führt zum Sitzenbleiben.

Also: Ortsfeste Verlegung oder Änderungen DARFST du nicht machen. Bei uns im Baumarkt hängt so ein Hinweis am Regal für Sicherungen und Massivleitungen. Ich glaube kaum, dass das Zeugs alles von Elektromeistern gekauft wird :-D
Wenn du's trotzdem machst, lass dich nicht erwischen. Insbesondere nicht von der Versicherung, wenn's tatsächlich nen Brand gibt - selbst aus nem völlig anderen Grund.

Ansonsten: GUTE Mehrfachsteckdosen im Fachhandel. Und Sichtprüfung, ob da nicht "ausleiernde" Kontakte drin sind. Nicht aufschraubbar, weil mit hitzeverschweissten Plastiknippeln zusammengeschrengelt? Sch.. Qualität!

Ortsveränderliche Verbindung? Litze! und keine Massivleitung!

Selber Zuleitung kürzen: Alten Stecker abschneiden, Kabel kürzen, (guten) neuen Stecker kaufen, Kabel sauber Absetzen (der Könner macht das mit Zähnen, Küchenmesser u.ä., DU bitte nicht!) Beim Absetzen des äußeren Mantels auf keinen Fall die Isolierung der innenliegenden Adern beschädigen (mit dem alten Kabelstück nen paarmal üben, nachsehen, Prüfen!!)

Die abisolierten Litzenende auf passende Länge bringen und mit Aderendhülsen versehen mit ner habwegs qualitativen Crimpzange (meine hat 180Euro gekostet, kauft kein Bastler, aber die 15Euro Zange ist schonmal besser als ne Kombizange)

Und wenn du jetzt meinst, du hast in diesem Beitrag soviel gelernt, wie Elektrikerlehrlinge in 3 Jahren Lehre - (.. dann liegts sicher dran, dass die Lehrlinge so doof sind .. :-D )

Wenn's geht, lass mal nen ausgelernten Elektriker-Lehrling (sorry, sind natürlich Azubis - und ausgelernt heissen die dann Gesellen) drüberschauen und evtl die Verbindungen neu machen. Könnte dich aber nen Kasen Bier kosten.

Anerkennung für die Einsicht - aber Elektromeister bist du trotzdem noch nicht.

hws