Sampler
10.03.2009, 19:55 |
Soundkarten-Ausgang als Trigger über Komparator nutzen (Schaltungstechnik) |
Hallo,
ich habe vor, einen Signal-Detektor zu bauen, der das Audiosignal einer PC-Soundkarte als Trigger benutzt. Das Audioignal soll dabei ein Eingang eines Komparators sein (hier: IN-) (hier mit LM324 realisiert), der andere Komparatoreingang (hier: IN+) ist eine wählbares Potential zw. 0..12V (=Versorgung; vgl. beigefügten Schaltungsausschnitt).
Nun habe ich schon einiges über Amplituden von Audioausgängen gelesen, es sind wohl je nach Karten-Typ Amplituden von bis zu 3V zu erwarten. Damit der Trigger universal einsetzbar ist (je nach Soundkarte und eingestellter Lautstärke), kann für den Komparator ein unterschiedliches Vergleichspotential mit einem Poti eingestellt werden.
Im vorliegenden Fall sollte also bei richtig eingestelltem Schwellwert am Poti der Ausgang invertiert zum Audiosignal (Annahme: Rechteck 2Hz) geschaltet werden.
Mein Problem: da tut sich nix... und hab leider gerade kein Oszi da..
Fragen:
- Wie sieht's mit Potential-Verschiebungen aus (Schaltung mit Netzteil versorgt, Rechner hat sein eigenes Netzteil)
- Brauche ich evtl. einen Vorwiderstand? Eigentlich sind die Opamp-Eingänge doch eh schon mega-hochohmig..
- Klappt das überhaupt so, wie vorgeschlagen?
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Der Gast
10.03.2009, 21:42
@ Sampler
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Soundkarten-Ausgang als Trigger über Komparator nutzen |
Na klar klappt das so.
Einen Vorwiderstand würde ich trotzdem nehmen damit bei einen kurzen die Soundkarte nicht qualmt..wobei ich nicht
weiß wie und ob diese überhaupt gesichert sind.
Sicher ist sicher.
Du musst aber beide Massen miteinander verbinden da ja dein Audiosignal einen definierten Pegel haben muss.
Ob das ganze funktioniert kannst du testen indem
du auf diese Seite gehtst
http://www.falstad.com/fourier/
Dort stellst du den Sound ein und stellst eine so niedriege
Freqeunz ein das du eine LED die du zum beispiel anschließt
Blinken siehst..oder einen kleinen Lautsprecher der vor sich
hin fiebt.
Das es nicht funktioniert:
Was hast du mit den anderen 3 OpAmps im LM324 gemacht?
Hast du diese auf Masse gelegt?
Wenn nicht dann probier das mal es ist möglich das die
anderen 3 Mist machen da diese nicht fest verschaltet sind
und den Baustein selbst durcheinander bringen.
Hast du die Stromversorgung abgeblockt?
(100nF) und hast du schonmal den Baustein mit
einer total simplen Komparator schaltung getestet
und geschaut ob die Ausgänge passen Schalten?
Viel Erfolg =) |
hws

59425 Unna, 11.03.2009, 09:49
@ Sampler
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Fehler .. |
Der OP wird mit 0 / 12V versorgt (wenn ich das richtig sehe).
Ebenso liegt die Vergleichsspannung einstellbar zwischen 0..12V.
Dann muss auch V10 in diesem Bereich liegen (eher etwas weniger)
Soundkarten geben aber (meist) Wechselspannung ab. Also -2..+2 Volt.
» eines Komparators sein (hier: IN-) (hier mit LM324 realisiert),
Dir ist klar, dass das kein Komparator sondern ein OP ist?
» Im vorliegenden Fall sollte also bei richtig eingestelltem Schwellwert am
» Poti der Ausgang invertiert zum Audiosignal (Annahme: Rechteck 2Hz)
» geschaltet werden.
Wenn Soundkartenausgang und Vergleichsspannung passend gewählt ist, sollte zumindest ETWAS rauskommen.
Ob eine Soundkarte 2Hz ausgeben kann, weiss ich nicht. Liegt zumindest unter dem NF Bereich, den eine Soundkarte üblichwerweise beherrscht. Was steht in der Bedienungsanleitung zur unteren Grenzfrequenz?
» Mein Problem: da tut sich nix... und hab leider gerade kein Oszi da..
"gerade kein Oszi da.." heisst: im Prinzip hab ich eins, nur momentan nicht greifbar - oder - nie eins besessen und keine Ahnung wie man mit umgeht?
Oszi wäre anzuraten, und wenns ein geliehenes vom Kollegen ist.
» - Wie sieht's mit Potential-Verschiebungen aus
Du hast nirgendwo einen Koppelkondensator eingezeichnet oder die Masseverhältnisse von PC, Soundkarte und deiner Schaltung. Also wie sollen wir das wissen?
» - Brauche ich evtl. einen Vorwiderstand? Eigentlich sind die
» Opamp-Eingänge doch eh schon mega-hochohmig..
Den R25? Theoretich nicht, aber wenn V10 ne Wechselspannung ist (was ich mal vermute) dann könnte durch die Substratdioden schon was fließen. Und da OP Eingänge hochohmig sind (fließt kein Strom) sollte ein Schutzwiderstand von 10k..100k..1M prinzipiell nix ausmachen.
» - Klappt das überhaupt so, wie vorgeschlagen?
Im Prinzip ja.
hws |
Sampler
11.03.2009, 10:17
@ Der Gast
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Soundkarten-Ausgang als Trigger über Komparator nutzen |
» Du musst aber beide Massen miteinander verbinden da ja dein Audiosignal einen definierten Pegel haben muss.
Klar, hatte ich gemacht.
» Dort stellst du den Sound ein und stellst eine so niedriege Freqeunz ein das du eine LED die du zum beispiel anschließt Blinken siehst..oder einen kleinen Lautsprecher der vor sich hin fiebt.
So hatte ich's sogar gemacht 
» Was hast du mit den anderen 3 OpAmps im LM324 gemacht?
» Hast du diese auf Masse gelegt?
Stimmt, guter Tipp, das werde ich noch ausprobieren!
» Hast du die Stromversorgung abgeblockt?
» (100nF)
Ebenfalls richtig, hatte ich in der Eile beim Aufbau unterschlagen..
» und hast du schonmal den Baustein mit
» einer total simplen Komparator schaltung getestet
» und geschaut ob die Ausgänge passen Schalten?
Noch nicht, denkst du da an einen "echten" Komparatorbaustein und nicht an den zweckentfremdeten Opv?
Danke für die Tipps! |
Sampler
11.03.2009, 10:34
@ hws
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Fehler .. |
» » (hier mit LM324 realisiert),
» Dir ist klar, dass das kein Komparator sondern ein OP ist?
Schon klar - was der Bastelkasten halt gerade so hergibt
» Wenn Soundkartenausgang und Vergleichsspannung passend gewählt ist, sollte zumindest ETWAS rauskommen.
Beim Versuch mit einem Vergleichspotential statt Audioausgang funktionierts auch, sprich: der Komparator kippt zuverlässig.
» Ob eine Soundkarte 2Hz ausgeben kann, weiss ich nicht. Was steht in der Bedienungsanleitung zur unteren Grenzfrequenz?
Beim Versuch mit dem Lautsprecher hört/sieht man die Membran bei entsprechendem Rechtecksignal brav arbeiten. 2Hz scheinen also möglich zu sein.
» "gerade kein Oszi da.." heisst: im Prinzip hab ich eins, nur momentan nicht greifbar - oder - nie eins besessen und keine Ahnung wie man mit umgeht?
Sagen wir, momentan nicht greifbar (mein altes hat leider den Geist aufgegeben und ein Nachfolger ist noch nicht geordert bzw. ge-ebayt)
» Du hast nirgendwo einen Koppelkondensator eingezeichnet oder die Masseverhältnisse von PC, Soundkarte und deiner Schaltung.
Masse Audioausgang und Schaltung sind verbunden (sollte so eigentlich aus der Zeichnung ersichtlich sein).
Einen Koppel-C verwende ich nicht, da ich an das reine DC-Signal will, dass das auch im neg. Bereich liegen kann und vom Opv nicht "verarbeitet" werden kann, sei erstmal egal, da die positive Halbwelle (bzw. Halbrechteck) als Komparator-Eingangssignal "ausreichen" sollte. |
hws

59425 Unna, 11.03.2009, 10:49
@ Sampler
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Fehler .. |
» Einen Koppel-C verwende ich nicht, ..
Aber vieleicht der Hersteller der Soundkarte in deren Ausgang?
Wenn der "Komparator" mit einer Vergleichsspannung funktioniert, aber mit dem Soundkartenausgang nicht, dann stimmt irgendwas mit Pegle und/oder Offset nicht.
Bei 2Hz KÖNNTE man da was mit Multimeter messen (wenn man's kann) ein Oszi wäre jedoch vorzuziehen.
Was bringt denn die Simulation, wenn du die Schaltung in LT-Spice / SwitcherCad eingibst?
Mach mal R25 rein, vielleicht bringt die negative Halbwelle das IC ja in den Latch-Up? (temporär oder dauernd defekt).
hws |
Der Gast
11.03.2009, 20:02
@ Sampler
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Soundkarten-Ausgang als Trigger über Komparator nutzen |
Ein kleiner Unterschied letztendes wenn's richtig gemacht ist nicht wichtig  |
Sampler
11.03.2009, 23:59
@ Der Gast
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Soundkarten-Ausgang als Trigger über Komparator nutzen |
Also um das Ganze zu einem ordentlichen Abschied zu bringen: es funktioniert. 
Die unbenutzten Opvs auf Masse gelegt und die Versorgung ordentlich gepuffert - schon geht's.
Danke für den Support!
Martin |
Sampler
11.03.2009, 23:59
@ hws
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Fehler .. |
Also um das Ganze zu einem ordentlichen Abschied zu bringen: es funktioniert. 
Die unbenutzten Opvs auf Masse gelegt und die Versorgung ordentlich gepuffert - schon geht's.
Danke für den Support!
Martin |